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Full text : Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 36 (1908)

3.1

Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Januar 1908.

veichenden Beobachtungen nicht bestimmt nachzuweisen, daß für mehrere Tage,
z. B. 1. bis 3, 4. bis 6, Mai, im Gebiet zwischen 26° bis 29° W-Lo, das Mallungsgebiet
 sich ausdehnte, ebenso, ob wenige Tage später auf dem ganzen Gebiet die
Grenzen der Passatwinde eng zusammenlagen. Die Südgrenze des Nordostpassats
 ist durch einen Punkt, die Nordgrenze des Südostpassats durch einen
Kreis kenntlich gemacht, Kreis und Punkt deuten an, daß die Grenzen beider
Passate sehr nahe zusammenlieren.

Kleinere Mitteilungen.
li. Berichtigung zu dem Aufsatz: Dr. Wegemann, Eine einfache Methode
der Gezeitenberechnung mittels der harmonischen Konstanten für den praktischen
 Gebrauch. In dem genannten Aufsatz {>Ann, d, Hydr. usw,« 1907, S.455 u. ff}
hat der Unterzeichnete einen Apparat zur Vorausberechnung der Flutstunden
und Höhe mittels der harmonischen Konstanten beschrieben. Der Apparat ist
jedoch nur anwendbar, um Tiden von annähernd gleicher Periode mit genügender
 Genauigkeit zu. vereinigen, da die Vereinigung nach dem Gesetz vom Kräfteparallelogramm
 streng genommen nur für Tiden von gleicher Periode zulässig
ist. Da indes die Tiden derselben Gruppe nur wenig differieren in der Periode,
so ist zwar die Vereinigung der einzelnen Viertel-, Halb- und Ganztagstiden
anter sich mittels des Apparates mit zureichender Genauigkeit möglich; dagegen
nicht die Vereinigung der Resultierenden der Gruppen, wie sie in dem Beispiel
Hamburg den 23. IX. 07 vorgenommen ist, Dr. Wegemann,
2, Berichtigung zu: Joh. Möller, Über die astronomische Kontrolle
der Chronometer auf See. In meinem Artikel in Heft XII der »Ann. d. Hydr, usw,«
1907 müssen auf Seite 566°) in den Formeln die Größen 2 und 2 miteinander
vertauscht, der Faktor a2 im Nenner der rechten Seite der Gleichungen (16)
und (17) ausgelassen und auf Zeile 24 von oben das Wort Bogenmaß durch
Zeitmaß erseizt werden. . Die Fehler, die ich zu entschuldigen bitte, sind durch
die große Eile verursacht, mit der das Manuskript geschrieben und gedruckt
und die Korrektur gelesen werden mußte, da ich den erst infolge des Artikels
des Herrn J. Krauß auf Seite 467 des vorigen Jahrganges dieser Zeitschrift entstandenen
 Aufsatz noch vor dem am 7. Januar erfolgenden Zusammentritt der
Jahrbuchkonferenz veröffentlicht sehen wollte, Dr. J. Möller,
3. Ein interessanter Fall der Einwirkung des Blitzes auf den Schiffsmagnetismus
 und den Kompaß. KErlebt und mitgeteilt vom Kommandanten der
königl. Jacht »Margita«, Desiderius Kasumoaorvic,
Die königl Jacht »Margitä« (80 Tonnen, aus Eisen), das Schulschiff der
nautischen Schule in Bakar (Croatien), erfuhr auf dem Adriatischen Meere einen
Blitzschlag, dessen Wirkungen auf den Magnetismus des Schiffes untersucht
wurden.
Am 15, September 1907 befand sich die »Margita«, von einer Instruktionskreuzung
 heimkehrend, kaum 3 Sm nördlich von der Stadt Osor (Insel Cres,
Adria) im wahren Kurse N15°W steuernd.
Schon um Mittag bereitete sich in SW ein Gewitter vor, dessen Nahen
von einer schwarzen, sehr beweglichen Wolke gemeldet wurde,
Um 0% 30% N, befand sich die Jacht bereits im Bereich des Gewitters; es
begann zu blitzen, zu donnern und heftig zu regnen. Ein Blitz schlug in nächster
Nähe des Schiffsheckes ein, und zwar so stark, daß ein Schüler auf Deck fiel und
die unter dem Deck befindlichen Schüler elektrische Flammen aus ihren Händen
und Füßen strömend beobachtet haben sollen, Der Steuermann fühlte einen Schlag
in der Hand. Der ganzen Schiffsbemannung bemächtigte sich das Gefühl, welches
man hat, wenn man sich elektrisieren läßt.

—) Diese Abhandlung ist verschentlich im Inhaltsverzeichnis des Jahrganges 1907 der »Ans,
A. Hd, usw. nicht aufgeführt, Es wird gebeten, dieselbe dort nachzutrasen. D. Rad
            
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