Kleinere Mitteilungen,
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Kleinere Mitteilungen.
1. Über die vorjährige Forschungsreise der »Prinzeß Alice« berichtete
Fürst Albert von Monako der Pariser Akademie der Wissenschaften, wie
wir dem »Comptes rendus etc. de l’Academie des sciences«e, T. CXLVI, No, 24
(15. 6. 03) entnehmen, folgendes:
Die Fahrt wurde am 16, Juni 1907 von Havre aus angetreten und endete
dort am 12. September; sie war die vierte in die arktischen Gewässer und sollte
die auf den drei vorhergehenden Reisen begonnenen hydrographischen, geo-
graphischen und meteorologischen Arbeiten vervollständigen. Als Tender wurde
der 75 Tonnen große Dampfer »Quedfjord« angenommen, Der wissenschaftliche
Stab bestand aus dem Zoologen Dr. J. Richard, den Ozeanographen Linienschiffs-
jeutnant Bourge und Fregattenkapitän d’Arodes, dem Meteorologen Professor
Hergesell. Die Vermessungsarbeiten an Land waren wiederum dem Kapitän
Isachsen von der norwegischen Armee übertragen, dem sich der Geologe Hoel
und die Botanistin Frau Dieset und drei Hilfsarbeiter angeschlossen hatten.
Das Eintreffen auf dem Arbeitsgebiet wurde durch ungewöhnliche Eis-
verhältnisse verzögert, die Arbeiten selbst wurden durch vielen Nebel beeinträchtigt.
Nebel verhinderte die Beobachtung der Windverhältnisse in den oberen
Luftschichten durch Pilotballons; trotzdem wurden am 22. und 27, Juli, den Tagen
des internationalen Ballonaufstieges, Fesselballons aufgelassen, womit 3000 m Höhe
erreicht wurde, während die Pilotballons bis zu 7500 m gelangten,
187 Temperaturbestimmungen der Wasseroberfläche wurden gemacht, dabei
stellte sich die eigentümliche Tatsache heraus, daß, obwohl die Bäreninsel sehr
viel Eis und Schnee trug, die Wassertemperatur in gleichem Abstande von der
Insel höher war als im Jahre vorher, wo die Insel eisfrei war.
Die Aufnahme des Landes wurde so gefördert, daß alle Grundlagen zur
Herstellung einer Karte Spitzbergens vorhanden sind, die Kingsbay, Smeerenberg-
und Wood-Bay umfaßt. Die Küstenlinien sind ebenfalls festgelegt und die Buchten
Cross, Lilljehooft und Möller ausgelotet. M.
9. Unterseeische Fahrwasserbeleuchtung. In der Nummer des »Scientific
Americain« vom 21. März 1908 findet sich ein Vorschlag von Leon Dion, Hafen-
fahrwasser durch unter Wasser angebrachte elektrische Lampen zu beleuchten.
Statt der sonst üblichen Leuchttonnen will L6on Dion an den Fahrwasserkanten
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elektrische Stromkabel verankern, an denen in bestimmten Zwischenräumen
Lampen so tief befestigt sind, daß auch die größten Schiffe darüber hinweg-
fahren können. Diese Lampen bestehen aus röhrenförmigen, bojenartigen
Schwimmkörpern, die im oberen Ende eine Linse tragen und im unteren Ende,
im Brennpunkt der Linse, ein elektrisches Licht. Das Licht entsendet durch die