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Aunalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, August 1908,
Bei = 35°, = -+5% t=86 m, dann ist Az, = 14°, Az = 838°, Jetzt ist
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die Abweichung nur 1'- Wi = 018
Diese Werte müssen. noch multipliziert werden mit 008 Ö - 008 t,
Für kleinere Höhen sind natürlich die Abweichungen noch kleiner,
Hieraus geht hervor, daß die Längenmethode eine große Genauigkeit gibt,
jedoch auch daß sie innerhalb der Grenzen der Nebenmeridianbreite ungenau
wird und ersetzt werden muß durch die Nebenmeridianbreitenmethode. Auch
hiervon ein Beispiel: .
Nehmen wir # = 35% d = 10°, t= 20 m, dann ist Az, = 28° und Az, = 11,5%
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Die Abweichung der Standlinie ist 1° - = 55% ein Fehler, welcher in der
Praxis auch nicht zugelassen werden darf,
Außerhalb der Grenzen der Nebenmeridianbreite wird die Abweichung
3. COsec? As .
bald sehr klein. Wir fanden n = Son Setzt man Coseß AZ =— cosect-
sosh-secd und r = 3438' «cos h, dann erhält man
n— (Un): cosee? b- 008 + s00 &
7 6876 -sect #
vosecit __ nm. 6876
sect (dp) -cosh-sec#
Nehmen wir n=0.2' und dg = 15, dann wollen wir t berechnen für zwei
Orenzfälle und schreiben die gefundene Formel
cost _ mn-0876-sech-cos ö
nt dp
Wenn h==5°, = 60° und #= 25° dann ist t=120m, während die
Grenze der Nebenmeridianbreite 80 m. ist (siehe Tabelle I = Tafel II der B.- und
M,-Tafeln).
Wenn h= 85°, Ö— 40°, g= 35% ist t= 315m, die Grenze der Neben-
meridianbreite ist in diesem Falle 17 mu. Wird n = 0.1’ gesetzt, dann ist t == 44 m.
Aus diesen Beispielen ergibt sich, daß die Längenmethode außerhalb der Grenzen
der Nebenmeridianbreitenmethoöde ein sehr genaues Resultat gibt.
Aus diesem Grunde haben die auf Seite 188 des Lehrbuchs der Navigation,
Berlin 1906, angeführten Vorzüge der Höhenmethode keinen Zweck, Die Stunden-
winkelformel und die Nebenmeridianbreitentabellen sind dem praktischen Navi-
gateur geläufig, da er die erstgenannte jeden Tag zur Berechnung der Länge
oder W, O0. Z, anwendet und die zweiten in der Zukunft noch größere Anwendung
als jetzt haben sollen (Herr Raydt in dieser Zeitschrift, April 1908), Wie beim
Gebrauch der Bossen- und Mars-Tafeln der Narvigateur seinen Ort bestimmen
kann mittels des Zwei-Nebenmeridianhöhenproblems, hat Herr W, A. de Wyn
in dieser Zeitschrift schon gezeigt (siehe »Annalen der Hydrographie usw.«, De-
zember 1905). Bei Benutzung der Bossen- und Mars-Tafeln kann man Stand-
linien nach der Methode der Nebenmeridianbreite finden, die bis zu 72° Azimut-
unterschiede haben (siehe auch »Lehrbuch der Navigation«, Berlin 1906. Seite 2883}.
Die Nebenmeridianbreitentafeln von Bossen und Mars,
Diese Tafeln übertreffen alle bisher bestehenden Nebenmeridianbreitentafeln,
In 53 Seiten enthält dieses Werk alles zur Standlinienkönstruktion oder Berech-
nung. Sie lassen eine Verwendung bis 75° Breite und bis zu 78° Deklination
zu, Eine sehr deutlich geschriebene Anweisung über den Gebrauch und Er-
klärung der Tafeln nebst vielen Beispielen ist in holländischer und englischer
Sprache gegeben, 8
Die Interpolation und die Überrechnung gehören beim Gebrauch dieser Tafeln
zu den Ausnahmen.
WOTAaUS