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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 36 (1908)

358 Annalen der Hydrographie und Marithuen Meteorologie, Angnst 1908. 
newnen wir gr den Breitenpunkt, 2, den Längenpunkt und Ows (wahrscheinlichen 
Schiffsort}) den Höhenpunkt (Herr Raydt nennt diesen Bestimmungspunkt A, 
B und C, vgl. »Ann, d. Hydr, usw.« 1908, S, 163}. 
Setzt man C = Ka dann ist + 07 m Differenziert 
man diese Gleichung unter der Voraussetzung, daß &$ konstant ist, 80 folgt: 
LO d0= BÜRO ag am — Erg 
Drückt man d@ in Bogensekunden aus, dann hat man 
—_—. A — Cpl d 
Cs — 0.3438 7 10 = — GE 
Die wahre Nebenmeridianbreite ist 
ee = ze Cm — 0000001586 m*) + 0.000002424 » 6? ot (gp— 8)... u. . (6) 
Pr ah — (CH 4.0) - (m? -— 0000001586 m} — 0.000002 + 0% botg up +— 6) = 
gr = 2 8 Cm? — 0.000001586 w*) ++ 0.000002424. » c* + cotgr (g — 8) — dd C 
(mM? — 0000001586 m4} „ . (9 
. Su „af 
Yernachlässigen wir dC-0.000001586 m* und setzt man dC == — S eg . 
dann hat man Ku 
jr — #4 8 —0C (m? — 0.000001.586 m) + 0.000002424 » 6% cotg (p EL I 
Falls es sich um die Aufgabe handelt, den Schnittpunkt zweier Stand- 
linien damit zu berechnen, so ist der Gültigkeitsbereich der Nebenmeridianbreiten- 
methode viel größer, als gewöhnlich angegeben, weil ja in diesem Falle ein Fehler 
im Stundenwinkel m — infolge fehlerhafter Länge — ohne Bedeutung ist. Gerade 
amgekehrt, wenn man aus einer Höhenbeobachtung die Lage des Breitenpunktes g, 
errechnen will, wo wir mehr mit einem Fehler in m als mit einem Fehler in C 
zu tun haben. 
In obigen Formeln. ist dgi die Differenz zwischen gw und mg, eine Größe, 
welche wir nicht durch die Berechnung erhalten, Anstatt dieser Differenz nehmen 
wir die Differenz #,-— gg. Hierin liegt eine Gefahr, daß die Überrechnung in- 
folge fehlerhafter Breite nicht nur keine Verbesserung gibt, aber selbst das 
Resultat noch. weiter von der wahren Breite entfernt, 
Nimmt man das Vorzeichen von de positiv, wenn @, > #w, dann folgt 
aus 6) und 10), daß die berechnete Breite g, immer an derselben Seite der wahren 
Nebenmeridianbreite #w liegt wie die gegißte Breite mg. 
Die Größe SWS ibt uns drei Fälle, Ist Sn « 1, so 
u 0.056 8 ; 60-6876 A 
kommt @, dichter bei gw als g, und hat man Verbesserung, welche größer ist, 
je nachdem die Ungleichheit kleiner ist, 
Ist St == 1, dann ist @, = @y deshalb sehr gefährlich, da die 
Übereinstimmung andeutet, daß das Resultat günstig ist, während doch keine 
Verbesserung erhalten worden ist, so daß dem erhaltenen Werte (g@,) kein Ver- 
trauen geschenkt werden darf, 
. (2. m? 800g En x N 
Ist endlich — 76 — dann hat die Berechnung‘ von g, noch weniger 
Wert, da der Fehler dann größer als d@ ist und wohl um so größer, je größer 
die Ungleichheit ist. 
; 02. m? se . « 5 " * 
Setzt MAN — a gar <"4, dann wissen wir mit Bestimmtheit, daß 
Fr — Pr << FE ist, und daß die Überrechnung, infolge fehlerhafter Breite, 
die erste Differenz bis weniger als A, von der zweiten Differenz zurückbringt. 
Weiter braucht man die Überrechnung nicht fortzusetzen, da ww — gr << (1 DB 
in der Praxis keinen Wert hat. 
md
	        
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