Mars, S.:; Ortsbestimmung auf See durch Standlinien unter Anwendung d. Stundenwinkelformel usw. 357
Hieraus erhält man:
cos gp-0055 900° sy, f 1 Loco +
Sein (g—0) 206265 4 (06205)? ot — 0 (aaa)
_„cosp-cosö {_1_\
Meng —& (ze) «0 at
= 908 PL 0058 HR _
0 == 1.9635” in m? — 0.000002424” €? + cotg (p? — 6)
+0.000000000008917” 0 — 0.000008115 » TEST. m... (8)
wo m in Zeitminuten ausgedrückt ist und c in Bogensekunden erhalten wird,
cos p:C08 8 _ 1 , N
Da az @=—3 Ep ist, kann Formel 3 geschrieben werden
ee . (m? — 0.000001586 m) — 0.000002424 €? + eotg (@ — 4) -+ 0.000000000003917 &* ı , (4)
Man setzt BE = C und heißt diese Größe Höhenänderung in der
nächsten Minute vom oberen Meridian oder Kulminationsekunde. Das
erste Glied in der Formel 3 ist die bekannte Verbesserung (Ah) ==C-m®* und das
zweite Glied heißt die zweite Verbesserung, welche bei großen Höhen einen
beträchtlichen Wert erreichen kann.
Ist das dritte Glied << 60” dann vernachlässigen wir es. Aus
0.000000000003917 e* = 60” folgt, daß dann € = 23652” = 6° 30’ muß sein, woraus
hervorgeht, daß das dritte Glied keinen praktischen Wert hat.
Nimmt man das erste und vierte Glied zusammen, dann erhält man
Ah = C-. (m? — 0.000001586 m*) — 0.000002424 ec? + cotg (pp — 0) + ..4.. +++. (8)
d
un p— 8 = 2—C- (m? — 0.000001588 m*) + 0.000002424 c? . cotg (g — 8)... (6)
Ist die Abweichung ungleichnamig mit der Breite, dann wird © + 0,
1.9635”
= —— —_ genommen,
und C etw ® om e
Ist ö>@, dann wird Formel 6
d— = 2— CC (m? — 0.000001586 m) + 0.000002424 c? - cotg (d — #) ....... (7)
Bei unterer Kulmination.
Der Stundenwinkel m, wird in diesem Falle vom unteren Meridian aus
gezählt, so daß m. = m — 12h oder my = 12h — m ist. Die Formel
sinh = sin g - sin $ - cos g# - cös d » cos m
kann geschrieben werden:
sinh = sin g=sin $ — 008 g + cos 5 + cos Mn = — COS (g -}- 6) +2 cos gp - cos ö-sin? 4 my.
Setzen wir h = z’— 90°, also z’ = h + 90° — Nadirabstand, dann geht die
Gleichung über in
COS zZ’ == cos (p + 0) — 2 c08 p - cos d «sin? 1 mu.
Ist cu die Verbesserung um welche z’ verkleinert werden muß, um @ + 6
zu bekommen, dann findet man nach ähnlichen Umformungen wie bei der oberen
Kulmination
+8 = X — Ca (mu? — 0.000001586 mn -|- cotg (gp + 6} - 0.000002424 c3, .,..., 8)
— u. 608 p-cos8 _ 1,9635” 5 RE
Cu= 1.9635 nd pi kann aus einer Kulminationsekunde-
Tafel entnommen werden, wobei immer der Teil »Abweichung ungleich-
namig mit der Breite« zu benutzen ist.
| Hiermit ist gezeigt worden, daß die Nebenmeridianbreitenmethode und die
Breitenmethode innerhalb der Grenzen t Z 2b und ce Z 6° 30° denselben Punkt geben.
Bestimmung der Grenzen der Anwendbarkeit der Nebenmeridianbreitenmethode für
die Auflösung des Zweihöhenprohblems,
In der Praxis berechnet man die Größe C nicht mit der wahren Breite,
sondern mit der gegißten Breite, so daß ein Fehler in der Breite vom Einfluß ist
auf diese Größe und dadurch auch auf den Bestimmungspunkt @,. In der Folge
m
3