accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 36 (1908)

Sandström, J. W.: Dynamische Versuche mit Meerwasser, 
93 
Zur zweiten Gruppe der Bewegungsursachen gehören die Vorgänge, die 
eine Veränderung des spezifischen Gewichts des Meerwassers zur Folge haben, 
wie Erwärmung und Abkühlung, Vergrößerung des Salzgehaltes infolge Ver- 
dunstung oder Ausfrierens und weiter Verminderung des Salzgehaltes durch 
Zufluß von Flußwasser oder Eisschmelzung, In jedem aus solchen Ursachen 
vorwärts getriebenen Strom sind die Bjerknesschen Kräfte gleich groß wie der 
yesamte Widerstand gegen den Strom, und sie haben dieselbe Richtung wie die 
Wasserbewegung. Der Strom selbst hat die charakteristische Eigenschaft, daß 
er wirbelfrei ist und in mehreren Schichten verläuft. 
Die Reisen deutscher Segelschiffe in den Jahren 1893 bis 1904 
und ihre mittlere Dauer. 
(Hierzu 2 Übersichtskarten, Tafeln 1 u, 2.) 
Einleitung. Unter obigem Titel erscheint im »Aus Archiv der Deutschen 
Seewärte«, Jahrgang 1907, eine Arbeit, in der versucht worden ist, durch Zu- 
sammenstellung einer großen Anzahl Seglerreisen ihre mittlere Dauer für die 
Gegenwart abzuleiten, Die Hauptpunkte und Ergebnisse dieser Arbeit mögen 
hier für weitere Kreise auszugsweise wiedergegeben werden, während in bezug 
auf die umfangreichen Tabellen und weitere Einzelheiten auf. die Originalarbeit 
verwiesen werden muß, Bemerkt sei noch, daß hierbei nur eine rein sta- 
tHstische Zusammenstellung über die Dauer der verschiedenen Reisen gegeben 
werden konnte, von einer Schilderung der Ursachen aber, die die Länge oder 
Kürze der Reisen bedingten, abgesehen werden mußte, Wie schon die Überschrift 
desagl, wurden zu der Arbeit lediglich die Reisen benutzt, die in den Jahren 1893 
bis 1904 von deutschen Segelschiffen ausgeführt worden sind, und deren meteo- 
vologisches Journal bis Ende 1904 bei der Deutschen Seewarte ein- 
geliefert worden war, Es sind also bei weitem nicht alle Reisen 
benutzt, sondern nur die Reisen der Schiffe, die ein Journal für die 
Deutsche Seewarte führen, Weiter als auf das Jahr 1893 zurückzugreifen, 
sehien nicht zweckentsprechend, da eine ähnliche Arbeit, die noch das Jahr 1892 
umfaßt, seinerzeit von Prof, Dr. Schott veröffentlicht worden ist,!) und es des- 
halb gerade interessant schien, «diese mit den jetzt gefundenen Resultaten ver- 
gleichen zu können, 
In der Originalarbeit befinden sich sehr umfangreiche tabellarische Zu- 
sammenstellungen der Reisen; und zwar sind sie in drei Hauptabschnitte gegliedert, 
von denen der erste alle Reisen im Bereiche des Atlantischen. Ozeans, der zweite 
alle nach dem Stillen Ozean, der dritte alle nach dem Indischen Ozean behandelt, 
Ausreisen, Heimreisen. und Zwischenreisen sind in jedem Hauptabschnitte getrennt 
roneinander angeführt und die dadurch entstandenen Unterabschnitte wieder nach 
der geographischen Lage der einzelnen Plätze gegliedert worden, In die Gruppe 
der »Ausreisen« eines jeden Hauptabschnittes sind alle die Reisen aufgenommen, 
die von einem europäischen Hafen nach einem Hafen des betreffenden Ozeans 
Anternommen worden sind, in die Gruppe der »Heimreisen« alle die, die von 
einem Hafen des betreffenden Ozeans nach einem europäischen Hafen gemacht 
worden sind, in die Gruppe »Zwischenreisen« alle die, die von einem Hafen des 
betreffenden Ozeans nach einem anderen nichteuropäischen Hafen ausgeführt 
worden sind, 
Die Tabellen der Öriginalarbeit enthalten außer der mittleren Reisedauer 
auch die Reisedauer der verschiedenen Gattungen von Schiffen, nämlich der 
eisernen und hölzernen, der kleinen, mittleren und großen Schiffe, ferner Angaben 
über die längste und kürzeste Reise in diesen Gruppen u, a. m, so daß jeder, 
der spezielle Information wünscht, auf das Öriginal zurückereifen möge. Hier 
4) Vgl. „Die Verkehrsirege der transozeanischen a in der Gegenwart«, in Zeit 
schrift der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin, XXX. Band, 1895, Nr. 3, nıit 4 Tafeln.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.