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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 36 (1908)

Kleinere Mitteilungen, 
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stand jener Brücke überwunden, und eine starke Entleerung des Polarmeeres 
und eine starke Eistrift nach Süden finden statt, Bei Beginn des nächsten 
Winters bildet sich dann von neuem eine Eisdecke, die den Ausfluß wiederum 
auf eine yewisse Zeit vermindert oder hemmt. Eine rhythmische Wiederholung 
dieses Vorgangs ist wahrscheinlich, da die Neubildung von Eis im Polargebiet 
einem rhythmischen (jahreszeitlichen) Wechsel unterliegt und somit die Bildung 
des Widerstandes an der Ausflußmündung, wie die anwachsende Stauung von 
Eismassen wiederkehrende Erscheinungen sein können. Indessen fehlt es an 
Beobachtungsmaterial, um die Richtigkeit der Hypothese prüfen zu können, — 
Es ist dabei noch in Rechnung zu ziehen, daß auch meteorologische Einflüsse 
(Luftdruck, Temperatur, Wind) auf die Stärke der Eistrift einwirken und daß 
auch die Zufuhr von Wasser in das Polarbecken durch die Flüsse Sibiriens und 
Nordamerikas, sowie durch den Golfstrom, Schwankungen ausyesetzt ist, 
Während somit die Erklärung der periodischen Elemente in der Eistrift 
bei Island große Schwierigkeiten macht, ist im Einzelfall in der Regel die er- 
wähnte Beziehung zu der meteorologischen Lage vorhanden. Allerdings ist 
die Beziehung nicht so streng, daß sich nicht gelegentlich Abweichungen zeigen, 
wie ich wiederholt hervorgehoben habe, Man wird sie aber doch als erste 
Grundlage zu einer vollgültigen Erklärung ansehen müssen, W,. Meinardus, 
3. »Navigator«, Registrier- Apparat für Maschinen- und Rudermanöver 
auf Dampfschiffen. (Vortrag von Fr. Gloystein-Bremen, Jahrbuch der Schiffs- 
bautechnischen Gesellschaft 1908.) (Hierzu Tafel 14.) 
Betrachtet man die modernen Verkehrsmittel und deren Bedienung, so 
drängt sich einem häufig die Überzeugung auf, daß der menschliche Körper und 
Geist nicht immer imstande sind mit den Anforderungen, die der stetig wachsende 
Verkehr und die in seinen Dienst gestellten komplizierten Maschinerien an sie 
stellen, Schritt zu halten, Immer öfter kommt infolgedessen ein Versagen der 
gewissermaßen hinter der Technik zurückgebliebenen menschlichen Natur vor, 
welches dann häufig zu schweren Katastrophen Veranlassung gibt. 
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Man versucht daher neuerdings im Eisenbahnbetrieb, in Maschinen- 
fabriken usw., durch mechanische Apparate die in diesen Betrieben Beschäftigten 
möglichst zu entlasten und somit Unglücksfällen vorzubeugen, 
Nur bei der Schiffahrt ist dieses Bestreben noch nicht in gleicher Weise 
stark zum Ausdruck gekommen, was vielleicht zum Teil daher rührt, daß man 
geneigt ist, die meisten bei der Seefahrt vorkommenden Unglücksfälle der höheren 
Gewalt zuzuschreiben, Mit umsomehr Freude sind dann Versuche in dieser 
Hinsicht zu begrüßen, 
Wohl jeder Dampferkapitän und manche Dampferoffiziere haben beim Ein- 
Jaufen in den Hafen, beim Verlassen derselben oder auch beim Ausweichen in
	        
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