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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 36 (1908)

88 Annalen der Hydrograpbie und Maritimen Meteoralogie, Juli 1908, 
‚Abhängigkeit der Taifunbahnen von der Luftdruckverteilung«, »Westliche Stürme 
in der BaB-Straße 4. September 1895«, »Die Zeitsignalstationen im Bereich der 
Karten«, »Dampferwege von Südafrika nach Australien« usf, . 
Die Monatskarten sind das Ergebnis nahezu fünfjähriger Arbeiten; schon 
[903 wurde der Plan hierzu gefaßt. Mit dem Dank an alle Mitarbeiter zur See, 
die durch ihre unermüdlichen Beobachtungen die wesentliche Grundlage beschafft 
haben, verbindet die Seewarte den Wunsch, daß die Karten in den Kreisen der 
Praxis Eingang finden mögen. Sie sind ja auch wiederholt verlangt worden, 
and es war der Seewarte eine Genugtuung, zu sehen, wie schon während des 
Drucks selbst um Korrekturblätter dieser Karten seitens der die Seewarte be- 
suchenden Kapitäne gebeten wurde, 
Es erscheint sodann billig zu erwähnen, daß die geographisch-Litho- 
graphische Änstalt von J. Köhler-Hamburg keine Mühe gescheut und den zum 
Teil sehr schwierigen und peinlich genau herzustellenden Druck mit aller denk- 
baren Sorgfalt ausgeführt hat, Im vorliegenden Falle kam es ganz besonders 
auf Genauigkeit an, weil etwaige Fehler nicht sobald beseitigt werden können 
wie bei der in jedem Monat neu zu druckenden Aufinge der atlantischen Karten. 
Bei der Fülle des in den indisehen Karten niedergelegten Materials kann die 
Seewarte nicht die Meinung haben, in allen Punkten sogleich alle Wünsche oder 
Erfordernisse erfüllt zu haben; es werden daher die Interessenten um Mitteilung 
von etwaigen Verbesserungsvorschlägen, Druckfehlern u. dgl. gebeten, wobei 
allerdings bemerkt werden muß, daß ihre Berücksichtigung naturgemäß erst bei 
einer zweiten Auflage erfolgen kann. 
Hamburg, den 1. Juli 1908, 
Die Deutsche Sapwarte, 
Die Eisverhältnisse an den deutschen Küsten im Winter 1907/08. 
(Hierzu Tafel 123 
Seit einer Reihe von Jahren befaßt sich die Deutsche Seewarte im Inter- 
esse der Schiffahrt mit der systematischen Beobachtung und Erforschung der 
Eisverhältnisse im den heimischen Küstengewässern, Zu diesem Zweck waren 
auch in der letzten Eissaison (Winter 1907/08} wieder eine Reihe von Stationen 
tätig, um die Eisbesetzung an den Küsten und In den Häfen zu beobachten und 
das Material an die Deutsche Seewarte zur Bearbeitung einzusenden. Wesentliche 
Veränderungen gegenüber den Vorjahren würden weder in der Art der Beob- 
achtung noch in der Berichterstattung seitens der Deutschen Seewarte vor- 
genommen, Die Zahl der Eisbeobachter an der deutschen Nordseeküste 
wurde um 2 (auf dem Feuerschiff Borkum) vermehrt, so daB hier während des 
letzten Winters 27 Bisbeobachter tätig waren, gegenüber 35 Beobachtern an der 
deutschen Östsecküste, Die von diesen Beobhachtern angestellten Beobachtungen 
wurden. wieder wie in den vorangegangenen Jahren telegraphisch gemeldet und 
von der Deutschen Seewarte in den täglichen Beilagen zu den täglichen Wetter- 
berichten veröffentlicht; außerdem. wurden die Beobachtungen von den Beob- 
achtern. in Monatsübersichten zusammengestellt, die noch zum Teil durch andere 
interessierende Beobachtungen, z. B. über die Dicke des Eises, eine Erweiterung 
erfuhren. Außerdem sandten wie in {rüheren Jahren die Regierungen der Ufer- 
ataaten an die Deutsche Seewarte zusammenfassende Berichte über die Eis- 
verhältnisse des letzten Winters, die zur Bearbeitung benutzt werden konnten, Die 
monatlichen Übersichten wurden ebenfalls als Beilagen zu den täglichen Wetter- 
karten in monatlichen Zusammenfassungen veröffentlicht, und endlich gab eine 
dritte Beilage eine generelle Übersicht über die KEisverhältnisse des ganzen 
Winters. 
Diese Übersicht ist in zwei Tabellen (Tabelle I und Tabelle II) diesen Be- 
schreibungen beigefügt und gewährt ein ziemlich klares Bild der Eisbesetzung 
an den verschiedenen Stellen der Küsten. Für eine jede Station sind 7 Rubriken
	        
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