264 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juni 1908.
anordnung« zu unterziehen. Darunter soll eine Anordnung fester Magnetpole in
Jer Nähe des Kompasses verstanden werden, die eine eventuell vorhandene
sechstelkreisige Störung möglichst stark in die Erscheinung treten läßt. Als
solche Anordnungen empfehlen sich: Drei gleichnamige und gleichstarke Pole in
gleicher Entfernung vom Rosenmittelpunkt in den Ecken eines gleichseitigen
Dreiecks oder dieselben Pole in Verbindung mit drei analogen ungleichnamigen
Polen in den Ecken eines kongruenten Dreiecks, das mit jenem zusammen ein
reguläres Sechseck bildet, Beide Anordnungen haben den großen Vorzug, daß
sich die halbkreisigen Ablenkungen gerade gegenseitig kompensieren, so daß die
Rose beim Drehen der Polanordnung um den Rosenmittelpunkt bei Ahwesenheit
sextantaler Störungen ruhig liegen bleibt, während sich deren Anwesenheit
scharf durch periodische sechstelkreisige Bewegungen nach rechts und links zu
erkennen gibt.
Das Gesagte findet unverändert Anwendung im Falle eines Nadelsystems,
das aus n Nadelpaaren zusammengesetzt ist, Das Gesamt-Drehmoment auf ein
solches Nadelsystem ist die Summe der auf die einzelnen. Nadelpaare aus-
geübten Momente:
u a Wi Fa PP
3) dan = Ban +51) in Zn FEN \
N . x x
Wenn wir Sm als Gesamtmoment des Nadelsystems mit M bezeichnen und
1
zur Abkürzung setzen?!)
Bine ml?
NL = SENDE a
5, MM ©
ea Be N % u eg u » 3
N
x MM ee + 3f Hoo?a-— I) = Si (00Std — 38 a) = Z— 7 —
A
|
aM [/ ‚BEN u BF
dan = x | (1 ui + sg an äT
Theoretisch verschwindet das sextantale Glied, wenn
Don (BE — 3
ya A 0
ist.*
) Die experimentelle Prüfung des Nadelsystems auf das Verschwinden des
Koeffizienten. von sin 37 ist dieselbe wie oben beschrieben. Sie ist hier umsomehr
am Platze, als die Konstruktion des Nadelsystems auf Grund der theoretischen
Forderung nicht uur die Kenntnis der Polabstände 1 sondern auch die des
Momentes jedes Einzel-Nadelpaares verlangt.
Der Pol P war bisher in gleicher Höhe mit dem Nadelsystem liegend
vorausgesetzt, Die an das Nadelsystem zu. stellenden Forderungen bleiben die-
selben, wenn der Pol sich in einer höher oder tiefer liegenden Parallelebene
bewegt und ebenso wenn statt eines Poles irgend eine Anzahl solcher wirksam ist.”
| % Die Bezeichnung ist in Übereinstimmung mit der in Ann, d. Hydr, usw.« 1905 S, 175 ge-
brauchten SE
2) Vgl. die in voriger Amuerkung zitierte Stelle und ‚Ann, d, Hrdr, usw,« 1001, 8. 34.
Für die Vierundelroöse wird von Smith und Evans London Phil Tran 1861 abgeleitet. daß
u £ F
063% 5° — Q ako ar == 30° sen nnd, Dieses gilt für dem Fall, daß das Moment jedes
Nadelpaares proportional der Nadellänge ist, w daß die Pole auf einem Kreise liegen, Für
m = 6.) > 0.8008
geht än der Tat, wenn a für beide Nadelpuare denselben Wert hat, die Bedingung 4 — 0 über In
1 & — 4 A
cos Su 03a = 0 oder cos 3 Sa 10083 kn = 0 Die oben aufgeschriebene Bediugungs-
zleichung ist demnach viel allgemeiner,
3; A, Smith und 5P. J, Evans, Phil, Trans. Roy. Soc. 1801.