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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 36 (1908)

998 Annalen der Hydrographie and Maritimen Meteorologie, Mai 1908, 
nommen, da die Barre des Buffalo Flusses unpassierbar war; für aus dem 
inneren Hafen. kommende Schiffe lag kein Hemmnis vor, Als niedrigsten Wasser- 
stand bei Niedrigwasser fand ich auf der Reede 5,5 m Wassertiefe, In der Nacht 
zum 21, kam schnell ein. heftiger Westsüdwestwind mit Regen auf, der sich schon 
vorher durch drobende Wolkenbildung im Südwesten angezeigt hatte, und mir 
das Passieren der Barre am Morgen des 20, ermöglichte, Während der Liegezeit 
im inneren Hafen bis zum 25, wechselten Westsüdwest- und Ostnordost-Wind 
alle 24 Stunden ziemlich regelmäßig ab; am 25. früh bei Nipptide wurde East 
London verlassen und eine ruhige Barre angetroffen. Auf der Fahrt nach 
Port Elisabeth, wo ich am 27. eintraf, wehte leichter bis mäßiger südwest- 
licher Wind bei trüber, zeitweise nebeliger Witterung. Das Schiff lag vom 
27. bis 31, Januar auf der Reede, wo bis zum 29, südliche Winde wehten, die 
morgens flau, nachmittags frisch aus Südsüdost waren. Am 30, sprang der Wind 
nach Nordwest um und wurde stärker, ein Wechsel, der sich schon vorher durch 
ein allmählich immer klareres Hervortreten der umliegenden Bergkuppen anzeigte, 
Nach Verlassen des Hafens wurde bis zum Kap der guten Hoffnung kein Strom, 
auf der Strecke zwischen letzterem und dem Kap Agulhas jedoch eine gewaltige 
westliche Dünung gefunden, Im Südatlantischen Ozean, in der Benguela Strömung 
land ich stets kräftige Versetzungen nach nordwestlicher Richtung bei südlichen 
bis südöstlichen Winden, die anfangs steif waren und immer flauer wurden, je 
weiter das Schiff nach Norden kam.« In 19° Süd-Breite traf der Dampfer dann 
die südliche Grenze des Stillengürtels, der sich bis 11,5° Süd Breite ausdehnte, 
yo ein flauer Südostpassat einsetzte. v.d. BB. 
4, Erfahrungen mit Unterwasser-Glockensignalen, Bericht des Kapitäns 
Högemann vom Dampfer des Norddeutschen Lloyd »Kronprinzessin Cecilie«. 
„Über besonders gute Resultate der Unterwasserglocken-Signale, welche 
D, »Kronprinzessin Ceecilie« auf der Heimreise im anhaltend dichten Nebel von 
Dungeness bis Terschellinger Bank-Feuerschiff bei den in Frage kommenden 
Feuerschiffen erzielte, berichte ich folgendes: 
Nachdem Dungeness am 23, 3, d, J. um 8b 35%ir N, passiert war, setzte 
um 8: 502 dichter Nebel ein. Dover passierten wir nach Schätzung des Nebel- 
signals um 10% 302 N, Um 11» 25" N, hörten wir dann die Töne der Unter- 
wasserglocken vom East Goodwin-Feuerschiff in etwa 7 Sm Entfernung sehr 
schwach mit dem B-B.-Empfänger, jedoch war die Kennung deutlich; mit dem 
St-B.-Empfänger wurde nichts gehört. Bei unserer Annäherung zum Feuerschiff 
wurden die Töne immer deutlicher, so daß der Klang allmählich ein yollständig 
reiner und metallener war, Um 12% 17% waren die Töne am deutlichsten und 
war wohl anzunehmen, daß sich das Feuerschiff in Querpeilung von uns befand, 
Nach dieser Zeit wurden die Töne allmählich schwächer; um 124 52"iR wurden 
die letzten Töne vernommen, Von der Handnebelsirene des Feuerschiffs hörten 
wir nichts, 
Ak wir uns nach Schätzung in Querpeilung vom East Goodwin-Feuer- 
schiff befanden, hörten wir die Glocken von Sandettie-Feuerschiff schwach und 
Zwar nur müt dem St-B-Empfänger, jedoch war die Kennung sehr deutlich, der 
Ton kurz und scharf ohne Nachklang; die Entfernung war etwa 9 bis 10 
Seemeilen, Die Nebelsirene des Feuerschiffs wurde zuerst um 12% 59 gehört 
und zwar in 3 Sm Entfernung. Um 1b 21%i" V_ passierten wir das Feuerschiff 
in etwa 2 Sm Abstand nach Schätzung der Nebelsirene und um 1% 489 wurden 
die letzten Töne vernommen, 
Ebenfalls hörten wir die Glocken des Nord Hinder-Feuerschiffs in etwa 
10 Sm Entfernung schwach und zwar nur mit dem St-B.-Empfänger, Da wir 
Nord Hinder-Feuersehiff. in etwa 7 Sm Abstand passieren sollten, blieben die 
Töne sehr undeutflich, zeitweise laut, dann schwächer mit unregelmäßigen Pausen, 
80 daß eine angenäherte Querpeilung nach dem Tone durchaus nicht zu schätzen 
war. Das Nebelsignal des Feuerschiffes wurde nicht gehört, 
Um 11% 25° V, wurden die Glocken vom Haaks-Feuerschiff in etwa 
15 Sm Entfernung schwach mit dem St-B-Empfänger gehört, jedoch war die 
Kennung deutlich: nıtt dem B-B-Empfänger wurden keine Töne vernommen. Bei
	        
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