Kleinere Mitteilungen,
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am 26, mittags, als der Dampfer den Hafen verließ, aus Nordost wieder stark
aufzufrischen. Dieser nordöstliche Wind blieb und wurde stärker, je mehr der
Dampfer nach Norden kam; erst als das Schiff am 28. Dezember. bei der Zavara-
Huk, nördlich der Delagoa-Bai dicht unter die Küste kam, wurde es bedeutend
flauer, Auf dem höchsten Punkte dieser Huk schien nach Kapitän Pohlenz
ein Leuchtturm mit Wärterhaus im Bau zu sein. Die Stromversetzungen
zwischen Durban und dem südlichen Eingang zum Mozambique-Kanal waren
südlich bis südwestlich, etwa 1 Sm p. Stunde, Nach Passieren von Burra Falsa
(Kap Lady Grey) am 29, Dezember kam südlicher Wind mit starken Regen-
schauern durch, und dieses Wetter blieb unverändert bis zur Ankunft des
Dampfers in Beira am 30, Dezember. Am 1, Januar 1908 wurde dieser Hafen
bei schönem Wetter und leichter östlicher Brise verlassen und nach Majunga an
der Nordwestküste von Madagaskar gedampft. Das Wetter im nördlichen Teile
des Kanales war meist heiter bei mäßigen nordöstlichen Winden und ruhiger
See. Bemerkenswert sind die Stromversetzungen im diesem Teil unter der
madagassischen Westküste, Während nach Abgang von Beira für das erste
Etmal am 2, Januar mittags in 18° 38’ S-Br. und 37° 47 O-Lg. ein ganz geringer
Südoststrom gefunden wurde, war am 4. Januar mittags in 15° 29 S-Br. und
44° 33’ O-Lg. für 48 Stunden ein rw. N 80°0 47 Sm, und weiter von hier bis
zur Ankunft in Majunga ein rw. NO 1 Sm p. Std. setzender Strom ermittelt worden.
Da später, zwischen Majunga und Nossi B@ in 21 Stunden eine rw. N 16° W
22 Sm setzende Strömung gefunden wurde, kommt Kapitän Pohlenz zu der An-
sicht, daß im Januar südlich und quer ab von Kap St. Andrew der Strom recht
auf die madagassische Küste zusetzt, während er nördlich davon bis Kap Amber
hin längs der Küste in mehr nördlicher Richtung verläuft,
Beim Passieren der Euryalus-Bank vor der Einfahrt nach Majunga wurde,
bei sonst glatter See, Dünung auf derselben bemerkt, woraus Kapitän Pohlenz
schließt, daß die Wassertiefen auf dieser Untiefe vermutlich geringer sind, als
die Brit. Adm,-Krt, Nr. 2667, Cape St. Andrew to Antongil Bay, angibt (geringste
Tiefe 8.6 m). Tonnen wurden bei der Einsteuerung nicht bemerkt; neu war eine
Marconi-Signalstation auf dem Ambohivarta-Hügel, die eine gute Landmarke
bildete, Zwischen Majunga und Nossi B6 wehten ljeichte bis mäßige nordwest-
liche Winde bei beständigem heftigen Regen; in Nossi Be selbst waren am 8, und
9. Januar Gewitter bei starkem Südwestwinde und strömenden Regen häufig.
Auf der Rückreise nach Durban vom 9, bis 16. Januar wurde, wie folgt,
beobachtet:
Datum (xüd-Breite
Ost-Länge|
Wind
Wetter
| Strom (rw.)
p. Stunde
SW bis NW 2-—53 bedeckt, regnerisch
WSWlich 531 meist heiter
Malluıng 1—3 heiter
Mallung 0—3 heiter
50 bis NO 1—4 heiter
NW bis NO 3—7 bewölkt
SSWich 5—9 bedeckt, bölg
SzW 6—3 badleckt
Über seinen Aufenthalt in Durban und den weiteren Verlauf der Reise
nach Port Elisabeth berichtet Kapitän Pohlenz weiter, »Vom 16. bis 18, Januar
stand in Durban ostnordöstlicher Wind bei schönem klaren Wetter, Am 18.
abends frischte der Wind auf, wehte während der Nacht stark und sprang am
19. früh in einer Bö plötzlich nach Südwest um, Um dieselbe Zeit verließ ich
den Hafen, um über East London nach Port Elisabeth zu dampfen. Der starke
südwestliche Wind begleitete uns bis zur Mündung des St, John Flusses, wo
starker Regen eintrat und der Wind allmählich einschlief, Auf East London Reede
am 20, Januar fand ich steifen ostnordöstlichen Wind, der gegen Mittag Stärke 5
nach Beaufort erreichte und abends abflaute. Wegen dieses Windes, der recht
auf die Hafeneinfahrt steht, wurden Schiffe nicht in den inneren Hafen ge-