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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 36 (1908)

Steffens, 0: Ein neuer Windriehtungs-Autograph. 
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von den Registrier-Apparaten für die Geschwindigkeit und Richtung des Windes 
und trägt die Hauptschuld daran, daß Anemographen nur an verhältnismäßig 
wenig Stationen in Betrieb sind. Es erschien mir daher als eine lohnende Auf- 
gabe, vor allem auf die Vereinfachung der meteorologischen Registrierapparate 
bedacht zu sein; denn mit der Einfachheit wächst die Betriebssicherheit; die 
Handhabung gestaltet sich leichter, und vor allem sind diejenigen meteorologischen 
Stationen und auch technischen Anstalten, denen die Aufstellung eines Änemo- 
graphen wegen zu höher Beschaffungskosten nicht möglich war, hierzu eher in 
der Lage Daß ich mit meinen vor allem auf die Vereinfachung des meteoro- 
logischen. Instrumentariums gerichteten Bestrebungen wohl auf dem richtigen 
Wege bin, beweist allein die Tatsache, daß ein neuer »Windrichtungs-Autograph«, 
den ich hier kurz zu beschreiben gedenke, sich überraschend schnell einführte 
und in kurzer Zeit an 22 Observatorien zur Aufstellung gelangte. 
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Das Prinzip des neuen Registrierapparats für die Windrichtung besteht 
in. einer Vorrichtung, die drehende Bewegung einer Windfahne mittels eines 
mit schraubenförmiger Nut versehenen Messingzylinders in eine dem Drehungs- 
winkel proportionale geradlinige zu verwandeln und diese Bewegungen auf einer 
der Zeit proportional rotierenden Registriertrommel mit Schreibfeder in kontinuier- 
licher Kurre aufzeichnen zu lassen, 
Figur 1 gibt eine Ansicht des Apparats, Fig, 2 einen Abschnitt einer 
ÖOriginalregistrierung, Die Achse der Windfahne ist abwärts verlängert und mit 
sinem leicht drehbaren Messingzylinder verkoppelt, der infolgedessen an ihren 
Bewegungen teilnimmt. Um die Drehbewegung in eine geradlinige zu verwandeln, 
ist eine schraubenförmige Vertiefung im Zylinder ausgefräst, in welche der 
Zapfen eines Schlittens eingreift, so daß dieser bei einer Drehung des Zylinders 
zuf- oder abwärts gleitet, Die Nut ist so eingerichtet, daß der Schlitten bei der 
Drehung der Fahne von Nord nach Süd abwärts, bei der umgekehrten Drehung 
aufwärts gleitet, so daß er bei einer vollen Drehung um 360° eine hin- und her- 
zehende Bewegung ausführt. Er trägt eine Schreibfeder, die, mit Registriertinte 
zefüllt, die stattgehabte Windfahnendrehung auf der innerhalb 24 Stunden
	        
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