Mecking, L.: Die Strömungen in der Belle Ine-Straße,
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Auf Station!) Mittel aus Beobachtungen Stunde Minuten
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Q und R \
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U und V 17
Zeit der Maximalstärke nach der Halbtide im Mittel 1
Die Zeit des Stillwassers beträgt nach dem Eintritt des Hoch- oder Niedrig:
wassers in der Forteau-Bai 1 Stunde 41. Minuten in dem Durchschnitt der Beob-
achtungen von 1894 und 1906,
VI. Beziehungen zwischen Strömung und Wind,
Die Vermessungen haben als sicher ergeben, daß kein Sturm das Wasser
bis in größere Tiefe als 35 bis 45 m beeinflußt, wenigstens im Sommer. Das
beste Erkennungszeichen für jede vorübergehende Störung durch direkten Wind-
einfluß ist deshalb nach Dawson eine Differenz zwischen Oberflächen- und
Tiefenstrom (vorausgesetzt natürlich homogenes Wasser), Im allgemeinen ergab
sich in beiden Vermessungsjahren aus einem Vergleich mit den meteorologischen
Beobachtungen die bemerkenswerte Tatsache, daß der trifterzeugende Effekt
lökaler Winde recht gering ist“) Oft setzt der Tidenstrom direkt in
kräftigen Wind, Das beste Beispiel einer wirklichen Windtrift dagegen fand
Dawson 1894 am westlichen Ausgang der Straße, wo am 31. Juli bis 3, August
auf drei quer über die Straße gelegten Stationen ein ÖOststrom mit den Ge-
schwindigkeiten 1.19, 0,79 und 1.37 Knoten festgestellt wurde. Solche können
hier an der Erweiterung der Straße nicht mehr vom Gezeitenstrom allein. ver
ursacht werden. Es hatte aber in der vorhergehenden Woche der Wind mit
rund 10 m p. Sek, an fünf Tagen aus Westen und nur an zwei Tagen dazwischen
aus Östen geweht, und so war ein Strom nach Östen erzeugt worden in einer
Schicht von 10 bis 15 m Dicke, Eine solche vorübergehende Windtrift ist also
wohl zu unterscheiden von dem ebenfalls vorübergehenden, aber die ganze Wasser-
masse umfassenden »dominant flow-, — Ein anderes Mal, als 19 Tage lang die
Gezeitenströme sehr regelmäßig und nicht durch einen »dominant flow« gestört
waren, hatte während dieser Zeit der gesamte Windweg aus westlichen Richtungen
fast die vierfache Länge von dem aus östlichen, und infolgedessen war der Strom,
sobald er entsprechend der Gezeit nach Osten. setzte, an der Öberfläche um
32%, Stärker als in der Tiefe, wenn er dagegen nach Westen setzte, nur um
3% — 1906 herrschte vom 30. Juni bis 3, Juli ein Sturm, der schließlich die
Stärke 20 m p. Sek, erreichte; bei Belle Isle wehte während der ganzen Zeit der
Wind aus West mit der mittleren Geschwindigkeit 9 m p. Sek. Damals war mitten
in der Straße so gut wie gar keine Störung des Oberflächenstromes nachweisbar.
Es ist dagegen umgekehrt nicht selten, daß der Gezeitenstrom den Wind
etwas beeinflußt; wenn nämlich bei unbeständigem Wetter eine Änderung ein-
treten. will, so verbindet sie sich vielfach gerade mit Stillwasser, Solche
Witterungsänderungen mit der Tide bei wechselndem Wetter sind auch am
unteren St, Lorenz geläufig,
Zusammenfassend. Jäßt sich also über den direkten Einfluß lokaler Winde
auf die Wasserbewegung folgendes sagen:
1. keineswegs setzt der Strom immer mit dem örtlichen Winde;
2. bei unbeständigem Wetter kommt vielmehr der Wind oft mit dem
Tidenwechsel auf;
4% Die Lage der Stationen ersiehe aus dem Kärtchen auf Tafel 9,
%) Weit stärker unterstehen dagegen die Wellen der unmittelbaren Herrschaft Kokaler Winde;
doch kann auch dieser Einfluß natürlich nicht als groß bezeichnet werden, wenn man Ihn mit dem
vergleicht. der auf dem offenen Ozean festgestellt ist (vgl. Schott in P. M. Ergäuzungsheft 100, 5. 82),
Einige Zahlenwerte Dawsons seien angeführt, Weller von 2m Höhe und 27 m Länge wurden über
70 m tiefem Wasser gemessen nach einem Wind, der 6 Stunden mit der Stärke 151, m px, Sek, geweht
hatte; cin andermal über 55 m Wassertiefe Wellen von 2 m Höhe und 15 m Länge nach einem acht
‚tündigen Wind von durchschnittlich 15}, m p. Sck., endlich über 76 m Tiefe Wellen von 11. m Höhe
and 14 m Länge nach sechsstündigemm Wind von 111, m p. Sek.