Mecking, L.: Die Strömungen in dert Belle Isle-Straße,
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|, Synodischer Mondumlauf, bewirkend bei Voll- und Neumond Springtiden mit
starkem Strom,
bei 1,u.3. Viertel Nipptiden mit schwachem
Strom, #
bei größter Deklination größte tägliche
Ungleichheit, .
Dei kleinster Deklination (Äquator) keine
tägliche Ungleichheit.
herrschenden Strom östlich und westlich,
stark und schwach,
keinen herrschenden Strom.
Diese verschiedenen Faktoren also kombinieren sich nach allen Möglichkeiten
und bringen so die größte Mannigfaltigkeit in den Strom, besonders hinsichtlich
der Stärke. Die hiernach theoretisch möglichen Grenzwerte sind in Knoten aus
folgender Tabelle ersichtlich :
Ciezeitenstrom allein
(öhne herrschenden Strom)
Springtiden ....
Nipptiden . ... 5
Herrschender Strom
in größter beobacht. Geschwindigkeit
__ 170 [Springtiden . ,....
W— 1.72 i Nippüden . ......
Springtiden „....-
Nipptiden . + +. 40.4
Ohne tägliche Ungleichheit
{Mond am Aquator}
— Mit täglicher Ungleichheit
(Größte Monddekl. N oder 8)
Flut oder Ebbe Ebbe oder Flut
Flut (Wı
Ebbe (Oi
1.50 | 1,50 227 2 a2
0.68 0.68 1.04 0.32
Tägliche Ungleichheit im Maximum
Stüärkere Ströme | Schwächere Ströme
Flint (WY ' Ebbe (0) riet (umgewendet)/Ebbe/umgewendet)
3.99
2.76
3.67 — 068
2.44 — 108
— 1.00
— 31.410
|
«na
a a a
Die Extremwerte wie sie unter solchen Kombinationen von Bedingungen
wirklich beobachtet wurden, enthält die folgende Tabelle:
Flut (Wi Ebbe (0) Flut (umgewendet) Ebbe (umgewendet)
1894 .... 3.39 2.49 — 0.22 — 1.33
1906 .... 38.45 2.83 — 1.02 — 1.43
Einige beliebige andere Kombinationen zeigen die Kurventafeln: Tafel 3
in »Ann, d. Hydr. usw.« 1897 sowie Tafel 9 von diesem Heft,
Jene erste läßt deutlich die tägliche Ungleichheit in Strom- wie Tiden-
kurve hervortreten; der Mond war nämlich in dieser Zeit (19,—21. September 1894)
nahe dem Maximum seiner nördlichen Deklination. Sie zeigt ferner im ganzen
geringe Amplituden der Kurven, weil dieser Tidenabschnitt kurz vor den Nipp-
tiden lag. Das Kurvenpaar (1) auf Tafel 9 dieses Heftes stellt dagegen einen
Abschnitt um die Springtiden dar (20.—24, August 1906) und weist darum in
beiden Kurven bedeutende Ausschläge auf, Die tägliche Ungleichheit dagegen
ist nur im Anfang des Abschnitts groß und nimmt weiterhin ab bis zum 23. August,
wo der Mond bereits den Äquator überschritt. Der im Kurvenpaar- (2) auf
Tafel 9 wiedergegebene Abschnitt (9.—14. Juli 1906) nähert sich der Zeit der
Nipptiden, die am 13. erreicht werden und in der Tide wie im Strom sich aus-
prägen. Ferner nimmt die tägliche Ungleichheit ab bis zum 12, wo der Mond
den Äquator erreicht, Endlich ist in den ersten Tagen ein vorherrschender
Oststrom erkennbar, welcher nur noch ein einmaliges Kentern der mit der täg-
lichen Ungleichheit behafteten Gezeit gestattet, Ein noch stärkeres Element
des zeitweilig herrschenden Stromes spricht sich in der Kurve (3) Tafel 9 aus,
das der Zeit vom 30, Juli bis 2, August entspricht, Hier überwindet der herrschende
Atın, d. Hydr. n8w.,, 1908, Heft V.