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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 36 (1908)

Kleinere Mitteilungen, 
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Die Hose entstand zunächst oben, wenigstens war der obere Teil zuerst 
wahrzunehmen, wie auch beim Aufhören der Hose der untere Teil derselben 
schon Jange nicht mehr zu sehen war, während der obere Teil noch unverändert 
fortbestand. 
Eine Eigenbewegung hatte die Hose nicht. In dem Schlauch selbst strebten 
angezählte Wassertröpfehen, und zwar diejenigen, welche sich in dem inneren 
Teil befanden, mit rasender Geschwindigkeit nach oben hin, während das Wasser 
an den Seiten der Hose nicht mit fortgerissen wurde, sondern eher still zu stehen 
schien, wenn es sich nicht gar langsam nach unten zu bewegte, Wo das Wasser 
an den Öffnungen des Rüssels, unten und oben, abblieb, konnte ich nicht feststellen. 
An der Meeresoberfläche, da, wo dieselbe mit der Röhre in Verbindung 
stand, stand ein heftiger Wirbelwind, linksdrehend und das Wasser peitschend, 
so daß das Wasser zu brodeln schien und der Staub etwa 5 m hoch gejagt 
wurde. Der Durchmesser des Feldes des Wirbelwindes war etwa 10 m. 
An Bord blieb die Brise beim Passieren der Wasserhose unverändert, 
Auch war kein absonderliches Geräusch wahrzunehmen, Vögel kreisten auch 
unbeschadet um den oberen Teil der Erscheinung herum. 
Neuere Veröffentlichungen. 
A. Besprechungen und ausführliche Inhaltsangaben. 
Bossen, P. u. Mars, D.: Plaatsbepaling op Zee. 8°, 211 S. Groningen 1908, 
P. Noordhoff. Preis 3.00 .£. 
Das vorliegende Buch über Ortsbesthumungen auf Sec bildet eine Ergäuzung zu den »Zeovaurt- 
kundige tafelen voor het Engelsche Kanaal, de Noordzee enz«. Der Stoff ist auf sieben Abschnitte 
verteilt; die ersten fünf umfassen die notwendigen Kenntnisse für kleine Fahrt, während die letzten 
beiden Abschnitte auch weitergehenden Ansprüchen genügen, 
Der erste Abschnitt behandelt nach einigen einleitenden Bemerkungen über den Zwock der 
Aautik die Einteilung der Erdoberfläche und in ausführlicher Weise das Verwandeln der Kurse, die 
Loggrechnung und Besteckrechnung. Im zweiten Abschnitt werden Einrichtung und Gebrauch der 
Seckarten erklärt, im dritten die (iezeiten, die Bercchmung von Hoch- und Niedrigwasser sowie das 
Reduzieren von Lotungen auf die Tiefenangaben der Karten. Der vierte Abschnitt führt uns in die 
sstronomischen Grundbegriffe ein und erläntert den Gebrauch des Almanachs, Im fünften Abschnitt 
wird eine ungefähre Zeithestimmung durch Beobachtung von Sonnenauf- nnd -untergängen gegeben; er 
handelt. außerdem vom Kompaß, seiner Aufstellung an Bord und von der Bestimmung seiner Ab- 
'enkung, sowie vom Oktanten und seiner Behandlung, vom Beschicken der gemessenen Höhen auf «ie 
wahren Höhen und von der Bestimmung der Breite durch obere Meridianpassagen. Im sechsten Ab- 
schnitt wird übergegangen auf genauere Zeitbestimmungen durch Sonnenhöhen und auf Deviatiöns- 
vestimmungen durch Sonnenazimut. Dazu kommen Mitternachtsbreiten, Neben- und Außenmittags- 
reiten, Als Anhang treten im sicbenten Abschnitt zu dem Vorhergehenden die Ortsbestimmungen mit 
Hilfe des Chronometers, Besonders sind auch die Standlinien an dieser Stelle berücksichtigt, Angefügt 
sind noch Tafeln zum Verwandeln von engl, Fuß in Meter, zur Abstandsbestimmung in der Kimm 
auftauchender Gegenstände und zur Reduktion von Lotungen auf Niedrigwasser-Springtide. Zum 
Schluß sind die Lösungen der vorkommenden Aufgaben aeRChen. 
Das Buch ist infolge seiner übersichtlichen Anordnung und seines reichen Aufgabenmaterjals 
schr zum Selbststudium geeignet: besondere Vorkenntnisse sind dazu nicht erforderlich, [94 
B. Neueste Erscheinungen im Bereich der Seefahrt- und der Meereskunde 
sowie auf verwandten Gebieten. 
a. Werke, 
Witterungskunde, 
Berlin, Kgl. Preuß, Meteorol, Institut: Bericht über die Versanmmlung des Internationalen 
Meteorologischen Komitees. Paris 1907. 8° 75 8, Berlin 1908. Behrend & Comp. 3.00.16. 
Riickevorsel, E. van: Konstant auftretende sekundäre Maxima und Minima in dem jähr- 
lichen Verlauf der meteorologischen. Erscheinungen. In 4 Abteilungen, Fol. 89, 15 u. 
34. Rotterdam 1905 u. 1907. W. J. van Hengel 10.75 ME.
	        
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