‚58
Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, April 1905,
Dampfer »Kediri« hatte auf der Ausreise am 23, Oktober zwischen 11° N-Br.,
56°O-Lg. und 10° 30 N-Br., 59° 19 O-Lg. bei schönem Wetter nordöstliche bis
nordnordwestliche Winde, Stärke 1 bis 3, mittlerer Barometerstand 762.1 mm,
L5 mm über normal, Bewölkung 4. Am 24. Oktober zwischen 10° 30’ N-Br,
59° 19° O-Lg. und 9° 27' N-Br., 63° 24’ O-Lg. Wind krimpend von Noränordwest
bis Westnordwest, Stärke 1 bis 5, bewölkte böige Luft, mittlerer Barometerstand
760,5 mm, 0.1 mm über normal, Barometer fallend, See und Dünung zunehmend,
Bewölkung 7. Am 25. Oktober zwischen 9° 27’N-Br., 63° 24’O-Lg. und 8° 48’ N-Br.,
67° O-Lg. Wind weiter krimpend von Westnordwest bis Südwest, Stärke 5 bis 7,
mittlerer Barometerstand 757.6 mm, 2.6 mm unter normal, bewölkte böige Luft,
5 Stunden lang Regen, 1 Stunde Platzregen, See und Dünung mehr und mehr
anwachsend, Bewölkung 8. Im folgenden Etmal hat der Dampfer gutes Wetter,
Barometer nur 0.4 mm unter normal.
Seit dem Durchfahren dieses Gebietes durch den »Koning Willem II« war
das Barometer um 3 mm gefallen, Da der tägliche Gang des Barometers auf
‚Kediri« am Vormittag des 25. Oktober gestört erschien, kann angenommen
werden, daß sich der Orkan jetzt bereits gebildet hatte.
Dampfer »Goentoer« traf auf der Heimreise am 26, Oktober zwischen
39 84’ N-Br., 70° 22 O-Lg. und 8° 56’ N-Br., 67° 53 O-Lg, zunehmenden nach
Südwest krimpenden Wind bei heller Luft und schnellem Zuge der Wolken,
Barometer fiel langsam, mittlerer Stand 758.3 mm, 1.6 mm unter normal, See
and Dünung anwachsend, Bewölkung 5. Am 27, Oktober zwischen 8° 56’ N-Br.,
5377 53 O-Lg. und 9° 44‘ N-Br, 68° 24’ O-Lg, auffrischenden Wind aus Südsüdwest,
Stärke 4 bis 6, böige Luft, mittlerer Barometerstand 757,8 mm, 2.4 mm unter
normal, 1 Stunde Regen, See und Dünung anwachsend, Dünung aus West, Be-
wölkung 6. Am 28. Oktober zwischen 9° 44’ N-Br., 63° 24’ O-Lg. und 10° 45° N-Br,
59° 19’ O-Lg. stürmischer Südsüdwestwind, Stärke 6 bis 9, böjge Luft, mittlerer
Barometerstand 754.8 mm, 4 mm unter normal, 1 Stunde Regen, davon 40"
Platzregen, hohe See aus Südsüdwest, südwestliche Dünung, Bewölkung 8,5. Am
29. Oktober von 10° 45’ N-Br,, 59° 19' O-Lg. nach 12° 57’ N-Br., 55° 17 0-Lg. ab-
Aauender, durch West auf Nord drehender Wind, gegen Mitternacht abklarende
Luft bei einem mittleren Barometerstande von 753.6, also 6.9 mm unter normal,
1617, Stunden lang Platzregen, Wetterleuchten und Donner, abnehmende See und
Dünung, Bewölkung 9, Am 30, Oktober von 12° 57’ N-Br., 55° 17 O-Lg. ‚nach
12° 52 N-Br., 51° 90-Leg. Wind aus Nord und Nordost weiter abflauend von Stärke 5
auf 2, im ganzen 3 Stunden lang Regenböen, Seegang und Dünung weiter ab-
nehmend bis NNO 1, Bewölkung 6, miftlerer Barometerstand 758,1 mm, also noch
2,5 mm unter normal.
Dampfer »Lawoe«, der «uf der Ausreise am Mittag des 25. Oktober auf
11° 20° N-Br., 55° 12 O-Lg. stand und bis zum Beginn des folgenden Tages nach
10° 80’ N-Br. und 57° 26’ O-Lg. versegelte, notierte zuerst Windstille, dann langsam
auffrischenden, durch Nordost bis Nordnordwest krimpenden Wind bei langsam
fallendem Barometer. Gemittelter Barometerstand 761.1 mm, also 0.5 mm über
normal, zunehmende Bewölkung, böige Luft, Bewölkung 6. Am. 26, Oktober von
(0° 50’N-Br., 57° 26’0-Lg. nach 9° 44’N-Br., 61° 48’0-Lg. der Wind drehte bis West-
züdwest, bis zur Sturmstärke auffrischend, bei dicker Luft und einem mittleren
Barometerstande von 758.0 mm, also 2,7 mm unter normal; 9%, Stunden lang
heftiger Regen, von 8 bis 12% abends Platzregen, See und Dünung zunehmend,
Bewölkung 10. Am 27. Oktober von 9° 44‘ N-Br., 61° 48 O-Lg, nach 8° 44’ N-Br.,
66? 5'O-Lg. abflauenden bis Südsüdwest krimpenden Wind, 4*/, Stunden lang
heftiger Regen, abnehmende See und Dünung, Wetter aufklarend, Bewölkung 7.
Mittlerer Barometerstand 760.3 mm, also 0,1 mm über normal.
Dampfer »Solo« auf der Heimreise von Padang traf nördlich vom Äquator,
der in 95° 31’ O-Lg, geschnitten wurde, steife Westsücdwest- bis Westnordwest-
winde, Stärke 5 bis 7, zeitweise heftige Böen und Platzregen, hohe durcheinander-
laufende See und Dünung, Bis nach Minikoi verschlechterte sich das Wetter von
Tag zu Tag, stets stürmische westliche Winde bei ungewöhnlich niedrigem Baro-
meterstande,. Nachdem am 25. Oktober Minikoi passiert war, drehte der Wind