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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 36 (1908)

(AG 
Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, April 1908, 
ia, Reiseantritt von Korinto: 
Nordostpassat, Yon November bis März suche man auf westlichen 
Kursen den Nordostpassat zu erfassen, steuere im November, Dezember, Januar 
und Februsr nach dem Schnittpunkte 10° N-Br, in etwa 120° W-Lg. und verfahre 
von hier aus nach 10b. Erreicht man 10° N-Br, und 120° W-Lg, nicht mehr im 
Februar oder doch in der ersten Hälfte März, so mag es besser sein, im Nord- 
östpassat nach 10° N-Br. in 142° W-Lg. zu steuern und von hier aus auf dem 
anter 8b gegebenen Wege weiter zu fahren, 
Aquatorialgebiet, Von April bis Oktober suche man in den Südest- 
passat zu gelangen; man steuere zunächst etwa Südwest; erhält man dann süd- 
liche bis südwestliche Winde, so segle man auf B-B.-Halsen, solange man dabei 
Süd anholt oder doch kein Nord zusetzt; andernfalls segle man auf St-B-Halsen 
und scheue sich im April nicht, den Weg Östlich von den Galapagos-Inseln zu 
nehmen, Hat man den Südostpassat erreicht, so steuere man südwestlich, bis 
er Irisch geworden ist, und dann um die Nordwestseite der Fidji-Inseln, wie unter 
8 a angegeben ist, weiter. 
11 b, Reiseantritt von Punta Arenas der südlicheren Häfen. 
Äquatorialgebiet. Von November bis Mai suche man anfangs West 
gutzumächen oder wenigstens Westlänge zu halten, im Striche nordöstlicher 
Strömungen nördlich von 5° N-Br. halte man sich aber nicht mit Kreuzen auf, 
wenn man auf B-B,-Halsen Breite zusetizt, denn wahrscheinlich findet man in der 
Nähe der Küste westlicheren Wind und zünstigere Strömungen. Holt der Wind 
zeitig auf Süd, so nehme man im November, Dezember und Mai den Weg nördlich 
der Galapagos-Inseln, im Januar, Februar, März und April jedoch lieber südlich 
davon, weil dann nördlich der Galapagos viele Windstillen sind, 
Yon Juni bis Oktober kreuze man nördlich von den Galapagos-Inseln 
in den Südostpassat, 
Erreicht man. den Südostpassat von November bis Ende Februar, 
30 steuere man um. die Südostseite der Paumotu-Inseln und nach 10b weiter. 
Vgl, auch 12a, 
Erreicht man den Südostpassat im März und im Oktober, 80 steuere 
man etwa bei Fatu Hiva, der südlichsten der Marquesas-Inseln, entlang, zwischen 
den Paumotu- und den Tonga-Inseln nach Süden und. wie in 8b angegeben 
ist, weiter. 
Erreicht man den Südostpassat yon April bis September, so steuere 
man im Striche des frischesten Passates nach Westen um die Nordwestseite der 
Fidjii-Inseln und von dort nach 8a weiter, 
12, Von Iquique nach Sydney oder Newcastle. 
12a, Reiseantritt von Mitte Oktober bis Mitte Februar, 
Man nehme den Weg an der Südseite der Paumotu-Inseln vorüber und 
weiter hin unweit der Südgrenze des Südostpassates entlang nach Westen. Die 
mittlern Schnittpunkte, die von 8 Schiffen nach den meteorologischen Tage- 
büchern der Deutschen Seewarte um diese Jahreszeit innegehalten worden sind, 
waren: 100° W-Lg. in 20° S-Br, 130° W-Lg. in etwa 25.2° 8S-Br, 150° W-Lxe. 
in etwa 26,7” S-Br., 180° W-Lex. in etwa 276° S-Br, und 160° O-Lg. in etwa 
30,2° S-Br. Die Entfernung beträgt auf diesem Wege etwa 7600 Sm und die 
mittlere Reisedauer 62 Tage; 46 Tage war die kürzeste und 79 Tage die längste 
Reise auf diesem Wege, Man kehre sich aber weniger an die Schnittpunkte als 
an die gerade angetroffenen Verhältnisse. Auf dem ersten Teile dieses Weges 
kommt es darauf an, daß die Schiffe richtigen Passat erfassen, d.h. nicht zu 
nahe ax dem Luftdruckmaximum und Stillengebiet zwischen den westlichen 
Winden und dem Südostpassat entlang gehen. Westlich von 100° W-Le. gelangen 
die Schiffe unter dem Einflusse der um diese Jahreszeit sehr häufigen Passat- 
störungen. im Nordwesten der Paumotu-Inseln oft in ein Gebiet von Mallungen 
öder gestörtem Passat, wo sie meistens nördliche Winde bei böigem Wetter 
haben, aber nicht selten dabei recht gut nach Westen vorwärts kommen. West-
	        
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