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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 36 (1908)

Maurer, H.: Über die Methoden zur Untersuchung der Nadelsysteme von Kompaßrosen usw. 131 
Platzes dieselbe Rolle wie der magnetische Kurs an Land, und bezüglich des auf 
Feldwirkung beruhenden Drehmoments an Bord können wir aus dem 4-Korrektor- 
Versuch (1907) an Land nur schließen, daß es, ausgeübt auf eine im Kompaß- 
meridian festgehaltene Nadel (punktiert in Fig. 2), proportional zu 
sin 27 ist. Ob aber, wie wir es zum Beweis der Richtigkeit der Methode nötig 
hätten, das Drehmoment der Feldwirkung auf eine im magnetischen Meridian 
{estgehaltene Nadel proportional zu sin 2 ist, dafür fehlt zur Zeit jeder Beweis, 
und deshalb ist die Richtigkeit der 4-Korrektor-Methode (1907) nicht 
bewiesen, 
Fig. 
Feld. 
0» 
D 
An Land. 
An Bord. 
Was nun die neue Methode (1908) anlangt, so liegt für mich zunächst 
kein Anlaß vor, in vorliegender Erwiderung auf sie einzugehen, da ich hier nur 
darzutun hatte, daß der Nachweis für die Richtigkeit der 1907 veröffentlichten 
Methode, auf die allein sich meine Äußerungen in den Annalen 1907 beziehen 
konnten, bisher noch nicht erbracht ist, Immerhin möchte ich kurz darauf hin- 
weisen, daß auch die Methode (1908) die gleichen Konfigurationen von Nadel, 
Feldrichtung und Korrektoren wie an Bord bei den einzelnen Landversuchen 
nicht hervorbringt. Den Unterschied, daß bei einer vollen Drehung an Land die 
Korrektoren (abgesehen von der Nadelwirkung) von einem Magnetfeld stets 
gleicher Richtung und Stärke beeinflußt werden, während an Bord das die 
Korrektoren beeinflussende Feld während einer vollen Drehung Richtung und 
Stärke beträchtlich ändert, schafft auch die Erweiterung der Methode nicht weg. 
Es bleibt auch für die Methode (1908) immer noch der Beweis zu erbringen, 
warum und wie aus der Ruhe einer um einzelne feste Winkel aus dem Meridian 
abgelenkten Nadel beim 4-Korrektor-Versuch an Land folgt, daß das Drehmoment, 
das an Bord von zweien dieser Korrektoren auf eine im magnetischen Meridian 
festgehaltene Rose infolge Feldwirkung ausgeübt wird, proportional zu sin 25 
sei, wobei der Proportionalitätsfaktor für eine bestimmte Kombination von Rose 
und Korrektoren eine Konstante sein muß. Auch der auf Seite 74 und 75 mit- 
geteilte Einzelversuch hat keine Beweiskraft, wenn die theoretischen Grundlagen 
der Methode nicht klargelegt sind. . 
Solange die gekennzeichneten Lücken noch nicht ausgefüllt sind, sind die 
Korrektormethoden, sowohl diejenige von 1907 wie die neue von 1908, insoweit 
die Feldwirkung in Betracht kommt, die in keinem praktischen Fall fehlt. nicht 
als ausreichend erwiesen.
	        
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