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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 36 (1908)

128 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, März 1908. 
Bestellung in immer gleichbleibender Empfindlichkeit erhalten kann.!) Die Ver- 
suche mit den verschiedenen Papieren waren im Jahre 1907 nicht mehr zum 
Abschluß zu bringen, Ich werde aber später eine Tabelle aufzustellen versuchen, 
in der die Expositionsnummern der Photometerpapiere auf Kerzenstärken reduziert 
werden. Es empfiehlt sich, gleichzeitig mit jeder Messung im Wasser eine oder, 
bei längerer Exposition, mehrere Messungen an der Oberfläche, mit Hilfe etwa 
des »Infallible«-Photometers von Wynne, zu machen, da man nur auf diese 
Weise exakte Werte erhält. Noch besser wäre natürlich ein Photometrograph, 
der unter einer graden Filterskala ein Band lichtempfindlichen Papiers exponiert, 
das ruckweise an der Öffnung vorbeibewegt wird. Die Firma R, Fueß in 
Steglitz-Berlin, welche das Wasserphotometer herstellt, liefert auf Wunsch auch 
einstellbare Photometrographen meiner Konstruktion. 
In größeren Tiefen ist der Apparat bisher noch nicht benutzt worden, 
doch erscheint er seiner vollkommen wasserdichten Konstruktion wegen dazu 
sehr geeignet. Natürlich muß in diesem Falle Bromsilberpapier zur Verwendung 
kommen, welches nur in rotem Licht gewechselt werden darf, Mit Hilfe der 
sogenannten transportablen Dunkelkammer, einem mit roter Scheibe und zwei 
Ärmeln versehenen Kasten, läßt sich nach der oben angegebenen Methode auch 
das lichtempfindlichste Papier ohne große Schwierigkeit auswechseln. Die Papiere 
müssen dann numeriert und bei Gelegenheit in Normallösungen entwickelt und 
fixiert werden. Diese Methode hat von den zuerst beschriebenen zwar den 
Nachteil größerer Umständlichkeit, doch lassen sich wirklich genaue Resultate 
wohl nur nach diesem Verfahren erzielen. 
Über die Methoden zur Untersuchung der Nadelsysteme von Kompaß- 
rosen auf Freiheit von oktantalen Störungen. 
Von Prof, Dr. IM. Maurer. 
Zu den unter vorstehendem Titel gegebenen Ausführungen von Herrn 
Dr. Meldau im vorigen Heft dieser Zeitschrift (S. 72) möchte ich die folgenden 
Bemerkungen hinzufügen: | 
Das von Herrn Santi verwendete Verfahren hat mit der von mir be- 
schriebenen und auch von Herrn Dr. Meldau als richtig anerkannten Methode 
der Untersuchung einer Quadrantaldeviation an Land gemein, daß auch Herr Santi 
davon ausgeht, daß die Quadrantaldeviation an Bord den Charakter 
Dein27 
U KB Dt Sf 
hat, und daß er versucht, durch direkten Vergleich der an Land beobachteten 
Deviation einer Kombination von Rose und Korrektoren mit einer analogen 
Formel die Verwendbarkeit dieser Kombination an Bord zu bestimmen, Dabei 
ist es allerdings auch mir äußerst wahrscheinlich, daß Herr Santi zur Her- 
stellung der für die Landuntersuchung maßgebenden Formel nicht in der Bord- 
formel (1) D durch (— ©) ersetzt hat, so daß 
_ .—Dsin25 
AS TCN 
entsteht (wie es richtig wäre -— vgl. meinen Aufsatz in dieser Zeitschrift 1907, 
S. 557), sondern einfach tg dt, = — tg öz gesetzt hat, also: 
‘ _ — Dein25 
(Bi ix = LH 3eo2E’ 
Danach wären die von Herrn Santi berechneten Kurven im Quadranten spiegel- 
bildlich um die Linie X == 45° umzukehren, da die falsche Formel (3) in die 
richtige (2) übergeht. wenn man an Stelle von € (90 — €) setzt. So würden seine 
iy Man bestelle Lenta-Papier für Ewalds Wasserphotameter.
	        
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