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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 36 (1908)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, März 1908. 
Gesamtmenge von 17,4 mm; an weiteren 6 Tagen, von welchen 3 auf Schnee- 
treiben entfallen, fiel unmeßbarer Niederschlag, Während der ersten Morgen- 
stunden gehörten Nebel, Dunst und Reif. zu den. gewöhnlichen Erscheinungen, 
Die Winde, eine Durchschnittsstärke von 3.0 der Beaufort-Skala ent- 
wickelnd, gehörten zum überwiegenden Teil den nördlichen Richtungen an; an 
2 Tagen, am 9, und 29, erreichten dieselben volle Sturmstärke, 
An mehreren Örten in Schantung wurde am Mittag des 10. ein leichtes 
Erdbeben verspürt, 
Februar 1907, Die Witterungsverhältnisse des Februar glichen im all- 
gemeinen denen desselben Monats im Jahre 1906, Die mittlere Tagestemperatur 
betrug‘ —1,7°. Die Extremthermometer erreichten am 27, mit 7,7” ihren höchsten, 
am 22. mit —11,0° ihren niedrigsten. Stand; die Amplitude betrug demnach 18,7%. 
Frostiage hatte der Monat 27; unter diesen waren 8 Eistage, 
Die relative Feuchtigkeit der Luft betrug im Mittel 72% bei 3.0 mm 
mittlerer Dunstspannung, An 2 Tagen fanden Niederschläge von mehr als 0.2 mm 
statt, an einem dieser Tage 1.6 mm. Am 1. wurde morgens, am 5. und 6, mittags 
und abends schwaches Schneetreiben beobachtet; 4 weitere Tage brachten geringen 
Schneefall oder vereinzelte Flocken, 
An 6 Tagen traten Nebel und in den Morgenstunden häufiger Dunst und 
Reif auf. Am 12. wurde Rauhreif beobachtet, 
Bei 4,8 Zehntel mittlerer Bewölkung kamen 8 heitere und 3 trübe Tage 
zur Auszählung, 
Die Winde wehten zum überwiegenden Teil aus nördlichen Richtungen 
mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 5,5 m in der Sekunde oder in 
Stärke 3.1 der Beaufort-Skala, An 3 Tagen, am 1, 19. und 27, wehte der Wind 
im Sturmstärke aus N und NNW. 
‘ Stauweiher und Tümpel waren mit Eis bedeckt, dessen Stärke 5,5 em betrug, 
Der Boden war bis 25 em tief gefroren, 
Winter 1906/07. Der letzte Winter zeigt, verglichen mit den aus dem 
Jahrfünft 1898/1903 gefundenen Ergebnissen, nur geringe Abweichungen von 
den Mittelwerten, 
Der mittlere Luftdruck Jag bei 770.3 mm um etwa 1 mm zu niedrig. 
Steife und stürmische Winde herrschten an 10 Tayen gegen 5.6 in dem 
oben erwähnten Zeitabschnitt, Sandstürme waren keine zu verzeichnen. 
Die Morgen- und Abendtemperaturen waren mit —1.0° und 0.4° fast 
genau gleich dem Normalwert, während die Mittagstemperaturen um etwa 0,5° 
zu niedrig waren, Die höchste Tagestemperatur betrug 12.7°, die niedrigste 
—11,0°, die Schwankung demnach 23,7°%° Frosttage wurden im vergangenen 
Winter 66 gezählt, hiervon waren 18 Eistage, 
Heitere Tage hatte der Winter 24, trübe 17. 
Die mittlere relative Feuchtigkeit der Luft betrug 73%, die Zahl der 
Tage mit Niederschlägen 16, gegen 19 im Vorjahrez die Menge derselben blieb 
jedoch mit 28,5 mm um fast 16 mm unter der durchschnittlichen. Höhe, 
Die Vegetation rüuhte, Erst Mitte Februar begann Alnus an geschützten 
Stellen zu blühen. 
Anfang Februar machte sich wieder der Hase durch Verbeißen und Schaben 
namentlich der Akazien unangenehm bemerkbar, Im Dezember wurden noch 
vereinzelt Kiefernraupen an Kiefernzapfen gefunden. Ende Februar zeigten sich 
einige Schwärme von Seidenschwänzen, 
März 1907 Die Witterung in Tsingtau während des Monats März war 
im ganzen verhältnismäßig kalt und trocken, entsprechend einer durchweg anti- 
gyklonalen Wetterlage, Nur in den Tagen vom 6, bis 14. und vom 20, bis 27 
wurde diese von einer Wetterlage mehr zyklonalen. Charakters abgelöst, 
Zur Zeit der antizyklonalen Wetterlage war hoher Barometerstand mit 
nördlichen. Winden vorhanden, welche die Temperatur niederhielten, An den 
übrigen Tagen herrschten, entsprechend der zyklonalen Wetterlage, bei niedrigem 
Barometerstande meist südliche Winde, welche die Temperatur erhöhten und 
geringe Feuchtigkeit mit sich führten,
	        
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