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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 34 (1906)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Februar 1906, 
Die Diamantdrachen der Seewarte werden in vier verschiedenen Formen 
ausgeführt, nämlich in zwei verschiedenen Größen und jede derselben sowohl 
mit als ohne Flügel, 
Rechnet man als Tragfläche die Projektion der Zeugflächen auf den 
Tragschnitt des Drachens!) und zieht davon 5 bis 15 °/, wegen der Deformation 
der Zeugflächen unter Winddruck ab, so stellt sich die Tragfläche bei den 
vier Formen wie folgt: 
mit Flügeln: ohne Flügel: 
51, qm 4 am 
große Form | A ‚Modell »Hamburg:, 
x 31/, qm 21, qm 
kleine Farm | Mode A eerhee. 1 
Eine perspektivische Ansicht eines Drachens vom Adlertypus schräg 
von vorn zeigt die Fig, III der Taf. 1 am Boden und Fig. IV in der Luft 
schwebend. 
Jeder unserer Drachen trägt einen aufgedruckten Namen, die bei den 
geflügelten Drachen von großen und kleinen Vögeln, bei den flügellosen von 
andern Objekten genommen ist, Auf jedem ist ferner Adresse und Telephon- 
nummer der Drachenstation aufgedruckt nebst dem Versprechen eines Bergelohns. 
TSchluß folgt.] 
Die Witterung zu Tsingtau im März, April und Mai 1905, nebst einer 
Zusammenstellung für das Frühjahr 1905. 
Bericht der Kaiserlichen Meteorologisch- astronomischen Station zu Tsingtau, 
Die folgende Tabelle enthält die meteorologischen Beobachtungen aus 
Tsingtau sowohl für die Monatsdrittel als auch für die ganzen Monate März, 
April und Mai 1905. Am Schluß befindet sich eine Zusammenstellung, welche 
das Frühjahr 1905 umfaßt. (Die Berechnung der »Allgemeinen Luftbewegung « 
für die einzelnen Zeitabschnitte ist unter Zugrundelegung der Wind- 
beobachtungen an den drei Terminen eines jeden Tages — vgl. »Ann. d. 
Hydr. ete.« 1900, S. 63 — auf der Deutschen Seewarte eingefügt worden.) 
° März 1905, Der diesjährige März war durchschnittlich bedeutend 
kühler als derselbe Monat früherer Jahre. Die Schwankungen der Temperatur 
waren durchweg gering; größere Temperaturunterschiede kamen naturgemäß 
nur dann vor, wenn der Wind von Süd nach Nord herumging und erheblich 
an Stärke zunahm. 
Bei einer mittleren Tagestemperatur im Monat von +-3.7° zeigte das 
Maximum- Thermometer mit 11.1° am 29. seinen höchsten, das Minimum- 
Thermometer mit — 5.1° am Morgen des 5. seinen tiefsten Stand. 
Die Zahl der Frosttage (12), wenn auch gerade nicht niedrig, hielt sich 
doch immerhin innerhalb der bisher im März beobachteten Grenzen; 5S0o- 
genannte Eistage kamen nicht vor. 
Vergleichsweise mögen die im gleichen Monat der vorangegangenen 
Beobachtungsperiode festgestellten Daten folgen. Es wurde beobachtet im März: 
1899 mittlere Tagestemperatur 6.8°, Maximum 19.9°, Minimum — 
1900 4,29, 14.79) 
1901 629, «15.09, . 
1902 690, « 13.59, * 
1903 5.29, “ 14,50, ; 
1904 4.4° 14.59. 
Die Bewölkung des Himmels, welche im Mittel 6.1 Zehntel ausmachte, 
war namentlich im 2, und letzten Monatsdrittel sehr groß, so daß nur 3 heitere, 
dagegen 11 trübe Tage zu verzeichnen waren, 
1 Siche aben S. 88.
	        
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