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Jahresbericht der Deutschen Seewarte für 1905.
menten wurden 4 nach Beendigung einer zehntägigen Voruntersuchung, welche
sich auf den Unterschied zwischen dem ersten und dem zweiten Gangtage bezog,
den betreffenden Fabrikanten zurückgegeben, weil dieser Unterschied den Betrag
von 1° überstieg. Ferner blieb während der Temperatur- Untersuchung ein
Chronometer infolge des Zerspringens der Zugfeder stehen. — Mit der Anwart-
schaft auf Prämiierung waren von den Fabrikanten W. Bröcking in Hamburg,
L. Jensen in Glashütte, A. Kittel in Altona, A. Lange & Söhne in Glashütte,
F. Lidecke in Geestemünde und A. Schuchmann in Wilhelmshaven zusammen
27 Chronometer deutschen Ursprungs eingeliefert worden. Die ausgesetzten Prämien
wurden zuerkannt:
1. Prämie den Chronometerfabrikanten A. Lange & Söhne für das Chrono-
meter No. 27;
2. Prämie den Chronometerfabrikanten A. Lange & Söhne für das Chrono-
meter No. 25;
3. Prämie dem Chronometerfabrikanten L. Jensen für das Chronometer No. 8;
4. Prämie den Chronometerfabrikanten A. Lange & Söhne für das Chrono-
meter No. 28;
5. Prämie den Chronometerfabrikanten A. Lange & Söhne für das Chrono-
meter No. 24;
6. Prämie dem Chronometerfabrikanten A. Kittel für das Chronometer No. 266.
Die Verteilung der Chronometer der 28. Wettbewerb - Prüfung auf die ein-
zelnen Klassen war folgende: .
Klasse. .... I N HI IV V
—— —— —— —_—— ——
Anzahl der Chronometer ... 39 * 17 8 4 1
Prozentische Verteilung .... 56 25 12 6 1
Ein eingehender Bericht über die 28, Wettbewerb-Prüfung wurde im August-
Heft 1905 der „Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie“ ver-
öffentlicht.
Nach Beendigung der Prüfung gingen 38 Chronometer der ersten Klasse und
1 Chronometer der zweiten Klasse, also zusammen 39 Instrumente, in den Besitz
der Kaiserlichen Marine über.
Am 3. November des Berichtsjahres begann die 29. Wettbewerb-Prüfung, an
welcher sich 11 deutsche Fabrikanten durch Einsendung von zusammen 66 Chrono-
metern beteiligen; von diesen Instrumenten sind 35 mit der Anwartschaft auf
Prämiierung eingeliefert worden. Bei dieser Prüfung sind auf Grund einer Ver-
fügung des Reichs-Marine-Amts zur Prämiierung ausnahmsweise auch solche In-
strumente zugelassen worden, bei welchen im Auslande angefertigte Palladium-
Spiralen, Nickelstahl-Unruhen, Ketten und Zugfedern verwendet worden, im übrigen
aber die durch die dritte Chronometer-Konferenz festgesetzten Bedingungen be-
züglich des deutschen Ursprungs erfüllt sind. Die soeben erwähnten Ausnahme-
Bestimmungen sollen, soweit sie sich auf Nickelstahl- Unruhen, Ketten und Zug-
federn beziehen, während der nächsten Jahre nach und nach fortfallen; die Termine
für den Fortfall sind den beteiligten Kreisen durch ein besonderes Umlaufschreiben
bekannt gegeben worden. — Das Ende der 29. Wettbewerb - Prüfung findet im
April 1906 statt.
Seit dem Inkrafttreten der durch die dritte Chronometer- Beratung (1898)
aufgestellten Grundsätze für die Prämiierung ist die Anzahl der Chronometer rein
deutschen Ursprungs bei den einzelnen Prüfungen folgende gewesen: