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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 34 (1906)

Pellehn, G.: Gnomonisches Absetzen des Poldreiecks, II, 
a 
J 
Aa 
3. z==40° an CZ neben p gibt S,. 
1, CS, = CS, wird abgesteckt. _ 
". Bogen mit ZS, um Z nach S und 
« « PS, « P « SS legen das Gestirn S fest. 
Alsdann ist ZS das gesuchte Azimut, dessen Zahlenwert aber bei der Orts- 
bestimmung nach der Standlinienmethode nicht mehr bestimmt zu werden braucht, 
denn das Lot zu ZS wird ja durch Anlegen eines Dreiecks!) ohne weiteres er- 
halten und kann sofort parallel bis zum gegißten Schiffsort verschoben werden, 
Steht das Gestirn westlich vom Meridian, so werden die beiden Bogen für 
S nach links davon geschlagen. Sind @ und d ungleichnamig, so wird beim 
2, Handgriff d = 90° + ö abgesetzt. Auf S-Breite ferner wird die Figur nur um 
180° gedreht, damit P polwärts liegt. 
Der Dreiarm (Doppeltransporteur) eignet sich auch ohne die oben er- 
wünschte Abänderung schon sehr gut zum Absetzen dieser Aufgabe. Links 
wird p, rechts wird z eingestellt und das Instrument mit dem Mittelarm an 
einen Breitenparallel gelegt (Zentrieren auf einen besonderen Punkt ist nicht 
erforderlich; es genügt, wenn der Meridian frei vom Teilkreis bleibt), C, P und 
S, werden markiert. Die linke Klemmschraube wird gelöst und dort p + d ein- 
gestellt und der geometrische Ort für S, angedeutet. Das übrige‘ erfolgt mit 
dem Zirkel, wie vorher. 
Stundenwinkel t aus wg, ö, h. Der Dreiarm in .der englischen Form (ohne 
Zentrumsnadel) würde bei einiger Übung diese Aufgabe schon befriedigend lösen, 
Der Gedanke entspricht dem vorigen; nur wird hier (Fig. 7, Taf. 37) Pol P als Haupt- 
punkt und CP als Hauptstrahl gewählt. Links wird d, rechts wird p eingestellt. 
Mit dem Mittelarm wird beim Breitenparallel genau angelegt; alsdann wird C, 
S, und Z markiert. Das Instrument wird festgehalten (durch Druck auf den 
Mittelarm) und rechts dann z-+p eingestellt, Alsdann folgt das Abstecken 
CS, = CS, sowie der Bogen mit ZS, um Z und der mit PS, um P für das 
Gestirn S. Wird dann der Mittelarm beim Meridian und die Mitte des Teil- 
kreises genau auf P gelegt, der rechte Arm endlich bis S geöffnet, so ist t auf 
1’ genau abgelesen. Ob das Resultat selbst diese Genauigkeit erhält, hängt 
natürlich ab von der Sorgfalt im Absetzen und von der Länge des Hauptstrahls, Je 
länger dieser gewählt wird, desto größer der Maßstab und desto schärfer das Ergebnis, 
Da die Entwurfsebene bei dieser Lösung die Sphäre im Pol tangiert, wird 
das Azimut, d. i. X PZS, verzerrt. Der unverzerrte Winkel wird .aber leicht 
erhalten, wenn man mit den abgesetzten Winkeln zu der Entwurfsebene über- 
geht, deren Hauptpunkt®) im Zenit bzw. Schiffsort Z liegt. Es empfiehlt sich, 
darauf gleich von vornherein (beim Absetzen des Stundenwinkels) Bedacht 
zu nehmen und die Winkel wie nach Fig. 6 anzuordnen; siehe Fig. 8 (Taf. 37). 
Durch Z ist dann ein Lot zum (90° -— g)-Strahl zu legen, wodurch S, und P” 
erhalten werden, "Dieses Lot S’, Z stellt dann den Meridian der Fig. 7 dar 
und nach der dazu gegebenen Erklärung wird S’ aus den Bögen mit ZS, 
und P’S, und weiter t erhalten, Bis hierher entspricht also Fig. 8 der Fig, 7 
mit dem Unterschiede nur, daß sie um 90° — @ nach links gedreht ist, Wird 
nun nach Fig. 6 weiter verfahren, d,-h. der Kartenmeridian, in dem Z bereits 
liegt, benutzt, so gelten die Schnitte P und S, für die Entwurfsebene mit Z als 
Hauptpunkt, Es wird CS, = CS, abgesteckt; aus den beiden Bogen mit ZS, 
um Z und PS, um P entsteht S und Richtung ZS = Azimut, . ; 
Die Frage: Welcher Stern war es? stellt die Aufgabe x 6 und X« (un- 
gefähr) aus g, h und Kompaßpeilung zu einer gegebenen Grw.,-Zeit, Fig. 8 wird 
hierzu rückwärts durchgangen. Die Kompaßpeilung wird in bekannter Weise in 
eine rechtweisende (= dem Azimut) verwandelt. In Wirklichkeit ist der er- 
haltene Wert zwar nicht einwandfrei, für den vorliegenden Zweck aber genau 
genug. Alsdann wird abgesetzt: 
1) Vgl. »Ann. d. Hydr. usw.« 1906, S. 294 und 295 unten. Zur Berichtigung. Auf S. 295 
unten, Absatz 4, muß es in der 2, Zeile nicht »Dreiecks bei A in B«, sondern »... A und B« heißen, 
2) Wird hier durchweg für Berührungspunkt (oder point of tangener der amerik, Großkreis- 
segelkarten) gebraucht.
	        
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