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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 34 (1906)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Dezember 1906. 
Problem d. Im allgemeinen ändert sich das spezifische Gewicht nicht 
plötzlich wie in der vorigen Aufgabe, sondern allmählich von Schicht zu 
Schicht, und die Solenoide sind dann auch über einen beträchtlichen Raum ver- 
teilt. Wir wollen annehmen, daß die Flächen gleichen spezifischen Gewichtes 
parallele Ebenen sind und daß das spezifische Gewicht gleichmäßig mit der 
Tiefe zunimmt (Fig. 24). Dann ist auch die Verteilung der Solenoide eine 
gleichmäßige. Im übrigen seien unsere Voraussetzungen dieselben wie in der 
vorigen Aufgabe; die Geschwindigkeit ist also gleich null in der Mitte der zu 
untersuchenden Schicht (in der Tiefe d). Die Lösung des Problems ist in der 
englischen Abhandlung (S. 26 bis 27) gegeben. Die Druckgradienten wirken in 
der Richtung größten Gefälles der isopyknen Flächen. Mit dieser Richtung als 
Y-Richtung sind in Fig. 25 Geschwindigkeitsdiagramme für die obere Hälfte 
Fie. 25. . 
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Fig. 24, 
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der Schicht, und für verschiedene Werte von d, konstruiert; damit dieselben 
Diagramme die Bewegung in der unteren Hälfte darstellen, hat man sie nur 
wie im vorigen Probleme um 180° um den Koordinatenanfangspunkt in der Ebene 
des Papieres zu drehen, Die Geschwindigkeiten sind wie im Problem c unter 
der Annahme (in cm p. Sek.) berechnet, daß auf jeden Kilometer des Schnittes 
2000000 @ sin g# Solenoide kommen, also 1000000 ® sin g Solenoide zwischen der 
Oberfläche und der Tiefe d, wo die Geschwindigkeit null ist. 
Es ist bemerkenswert, daß die Bewegung sehr nahe in einer Ebene ge- 
schieht, die Tiefe der Wasserschichten mag groß oder klein sein. Dieser Um- 
stand ist von Bedeutung für die Anwendung auf praktisch-ozeanographische 
Probleme, indem dieselbe dadurch erleichtert wird. Wenn die Solenoide in 
irgend einer Weise in einem Vertikalschnitte verteilt sind, so wird es wohl in 
den meisten Fällen tunlich sein, durch ein Interpolationsverfahren zwischen 
Fig. 10 und 25 ein leidlich korrektes Stromdiagramm zu erlangen, jedenfalls 
dann, wenn die Solenoide alle gleichgerichtet sind und in einem Sinne wirken, 
Die unter c und d behandelten Probleme können im allgemeinen nicht 
unmittelbar auf Meereströme angewandt werden, und zwar, weil die Annahme, 
daß das Wasser an der unteren Grenzfläche des Stromgebietes von der Reibung 
gegen die Unterlage unbeeinflußt sei, mit der Wirklichkeit nicht übereinstimmt, 
Durch Kombinationen der bisher behandelten Probleme sollen unten einige Lösungen 
abgeleitet werden, die mehr von unmittelbar praktischer Bedeutung sind. 
Problem e. Stationäre Konvektionsströmungen; die Solenoide vom 
Boden bis zur Oberfläche gleichmäßig verteilt. 
Wir setzen wie im vorigen Probleme voraus, daß die Flächen gleicher 
spezifischen Gewichte parallele äquidistante Ebenen sind, und daß das spezifische 
Gewicht des Wassers von Fläche zur Fläche um gleiche Größen zunimmt. Die 
Solenoide wirken dann überall in gleichem Sinne und sind über jeden ebenen 
Vertikalschnitt gleichmäßig verteilt. Das Wasser soll in dieser Weise von der 
Oberfläche bis zum Meeresboden geschichtet sein; die Meerestiefe sei d.
	        
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