accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 34 (1906)

562 Annalen der Hrydrographie und Maritimen Meteorologie, Dezember 1906, 
(über 4 ccm pro Liter), während in 125 m Tiefe und darunter nur 37°, dieser 
Menge vorhanden sind, ein Zeichen, daß letzteres Wasser seit längerer Zeit nicht 
an der Oberfläche gewesen ist. Erwähnt sei noch, daß fast durchweg in der 
Zone zwischen 10° N-Br. und 10° S-Br. in allen Tiefenschichten der Sauerstoff- 
gehalt geringer ist wie in gleicher Tiefe.in den anderen Breiten — ein Beweis 
für die Bewegung der Tiefenschichten äquatorwärts. 
3. Versuche mit dem Tiefseemanometer, 
Zu einer Kontrolle der wirklich erreichten Tiefe bei mehr oder weniger 
starker Abtrift des Drahtes war von der Firma Schäffer und Buddenberg 
ein registrierendes Tiefseemanometer konstruiert worden, welches bis zu einer 
Tiefe von 1200 m die erreichten Tiefen mit einer Genauigkeit von etwa {10m 
angibt. Die ersten Versuche, die an Bord mit dem Manometer gemacht wurden, 
ergaben, daß dasselbe in der Tiefe völlig undicht war. Die Dichtung mittels 
Lederringes versagte vollständig; das Uhrwerk lief stets voll Wasser und wurde 
schließlich gebrauchsunfähig. Bei dem längeren Aufenthalt des ‘ Schiffes in 
Colombo wurde das Uhrwerk repariert und eine gute Dichtung des Manometers 
durch Vulkanitringe erreicht, 
Es wurde mit dem Manometer jetzt eine größere Reihe von Versuchen 
angestellt, welche folgende Resultate zeitigten: 
1. Bei auf- und niederzeigendem Draht zeigt das Manometer genau 1000 m 
Tiefe an, wenn 1000 m Draht ausgelassen sind. 
9, Ist der Abtriftwinkel des Drahtes klein (bis 25°), so ist die wirklich 
erreichte Tiefe nur wenig von der Länge des ausgelassenen Drahtes verschieden 
(z. B. 775 statt 800 m). 
3. Ist der Abtriftwinkel des Drahtes. groß (bis 55°), so erreicht die 
Differenz zwischen der Länge des ausgelassenen Drahtes und der erreichten 
Tiefe 10 bis 15°, der Drahtlänge. 
4. Zeigt der auslaufende Draht erst einen Abtriftwinkel, steht aber vor 
dem Einhieven auf und nieder, so ist die erreichte Tiefe gleich der Länge des 
ausgelaufenen Drahtes. 
5. Steht schließlich der auslaufende Draht im Anfang auf und nieder und 
zeigt nur zum Schluß eine Abtrift (von z. B. 20°), so ist der Fehler gering und 
nicht zu berücksichtigen. 
Namentlich der Fall Nr. 4 wird häufig bei der Ausführung von Lotungen 
und Serien vorkommen, da es meist gelingt, das Schiff so zu legen, daß bei Er- 
reichen des Grundes der Draht senkrecht aussteht. Korrekturen würden also 
nur bei dauerndem Abtriftwinkel von 25 und mehr Grad anzubringen sein; in 
den anderen Fällen holt das schwere Lot den Draht so weit durch, daß die er- 
reichte Tiefe den möglichen Ansprüchen an Genauigkeit genügt. 
Über die Beziehungen des Monsunregens in Indien zu Wetterlagen ent- 
fernterer Gegenden und vorangegangener Zeiten.‘ 
Seit ungefähr 16 Jahren sind von der indischen Regierung Wetterberichte 
veröffentlicht worden, die dazu bestimmt sind, von verschiedenen über ganz Indien 
verteilten meteorologischen Stationen in tabellarischer Zusammenstellung Auf- 
schluß zu geben, wie die allgemeine Wetterlage in Indien zur Zeit der angestellten 
Beobachtungen gewesen ist. Aus diesen Beobachtungen, die sich anfänglich nur 
auf das Indische Reich und die angrenzenden Gebiete erstreckten, versuchte man 
eine Vorhersage über Eintrittszeit und Verteilung gewöhnlich im Juni einsetzenden 
ij In dem Aufsatz »Über die Bedeutung maritim-meteorologischer Beobachtungen für neuere 
Bedürfnisse der Wissenschaft und Praxis« ist auf S. 555 dieses Heftes von den Arbeiten des indischen 
meteorologischen Amtes die Rede, an denen auch die Dentsche Seewarte indirekt beteiligt ist. Hier 
findet der Leser eine nähere Erläuterung der dabei in Betracht kommenden wissenschaftlichen An- 
schauungen und der bisher ermittelten Tatsachen, D. Red,
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.