Die Witterung an der deutschen Küste im September 1906. 551
Niederschlag, mm
Zahl der Tage
Windgeschwindigkeit
Stat.
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Daten der Tage
mit Sturm
Bork, | 20| 12] 32/— 49) 16
Wilh. | 23| 22| 45|— 12] 24
Keit. 19| 76| 95l-4 16! 58
Ham. | 19/14! 33/—29| 9
Kiel | 44| 9| 53|— 14! 24
Wus. | 7| 26| 33l— 26! 10
Swin. ! 4/! 54! 984 46! 25
Rüg. | 221 28 50)—?- 7)
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23., 24., 28.
6.,7.,9., 10., 28
Windrichtung, Zahl der Beobachtungen (je 3 am Tage) .
— Mittl. Wind-
stärke (Beaufort)
Stat.
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3.1 ' 2.4
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6) 97: 4 1] 321] 41 | 3.4
5/15] 8119| 51 21 1. 381 1, 9, , 8,4 | [288
Die Luftdruckverteilung und Wetterlage im Monat September gestalteten
sich im großen und ganzen verhältnismäßig einfach, Die Witterung in Deutsch-
land stand während des ganzen Monats, mit Ausnahme einer Periode zyklonalen
Charakters, welche vom 14.. bis 23. anhielt, unter dem Einflusse barometrischer
Maxima, die in mehrfacher Folge meist in westöstlicher Richtung Europa durch-
zogen. Dementsprechend zeigen auch die Normalbeobachtungsstationen an der
deutschen Küste den mittleren Luftdruck erheblich höher (durchschnittlich etwa
4 mm) als für den September zu erwarten war, während zugleich die mittlere
Bewölkung und die Niederschläge den normalen Monatswert nicht erreichten.
Auch. erweist sich dem vorherrschenden antizyklonalen Witterungs-Charakter
entsprechend, die fortlaufend registrierte und nach der Beaufortschen Skala ge-
schätzte Stärke des Windes im Mittel kleiner, als dem Monat September nach
den langjährigen Beobachtungen zukommt: Sie betrug im monatlichen Durch-
schnitt für.die ganze Küste gerechnet, nur etwa 4!/, m p. Sek. (entsprechend der
Stärke 2 bis 3 nach Beaufort).
Zergliedert man die Witterungserscheinungen während des Septembers in
ihre einzelnen Perioden, so lassen sich etwa 5 ziemlich scharf zu trennende
Wetterlagen unterscheiden, .
Die erste reicht bis zum 5, Tage des Monats, Ein mäßig hohes Luftdruck-
gebiet liegt über Mitteleuropa und verlagert sich langsam in einem Bogen nach
Südwest, wo es sich schließlich mit einem neuen Maximum vereinigt, Bei einer
bis zum Schlusse dieser Witterungsperiode anhaltenden außerordentlich schwachen
Luftbewegung war es fast überall in Deutschland meist heiter, trocken und warm.
Danach aber setzte die zweite Periode ein, welche — wenigstens für die
Küstengebiete — einen Witterungsumschlag hervorrief, Eine nördlich der
britischen Inseln erschienene in ostsüdöstlicher Richtung fortschreitende Depression
erzeugte in Gemeinschaft mit dem südwestlichen Hochdruckgebiet über der
Biscavasee das Bild der typischen Sturmlage, Demgemäß entwickelten sich
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