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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, November 1906.
Nachstehende Tabelle gibt eine Beobachtungsreihe wieder:
1. Tourenzahl des Kreisels
n = 40 p. Sek.
2. Tourenzahl des Kreisels |
n = 77 p.Sek. (Marke am äußeren]? 3. Tourenzahl des Kreisels
Gefäß verschoben) n — 160 p. Sek,
Um-
kehr-
punkt
Zeit
Null-
lage |
Schwin-
gungs-
dauer
Um-
kehr- |
punkt '
Zeit Null- ,
lage |
Schwin-
gungs-
dauer
Um-
kehr-
punkt
Zeit
Null-
lage
Schwin-
ZUNgS-
daner
A min sek
68 |10 58 10
2 111 115
5 4 30
(02 7 25
9 10 25
97.5 13 15
80.5 16 10
min sek
N 3.5
91 3 15
39.5] 2 55
89.0) 3 0
39.0 250
2 55
> h min sek
115.5, 11 20 55
41.5 24 40
107.5 28 20
485.0 32 10
100.0 36 0
76.5
6.2,
-5Oı
min sek
3 45
3 40
3 50
3 50
2
99.3
AD
97.5
Se}
95.
h min sek
12 18 15
23 15
28 15
33 5
35 15
min sek
7685| 5 0
768] 5 0
6.81 4 55
5 10
© \
Hier gibt »n« die Tourenzahl des Kreisels pro Sekunde an, die erste
Rubrik die an der Skala der Kompaßrose abgelesenen Umkehrpunkte in Bogen-
graden, die zweite Rubrik die Zeiten, an denen die Umkehr erfolgte. Die dritte
Rubrik enthält die aus 3 Umkehrpunkten berechnete Nullage, die vierte Rubrik
die aus 2 Umkehrzeiten berechnete Schwingungsdauer; des weiteren ist der Mittel-
wert dieser beobachteten Schwingungszeiten angegeben.
Man erkennt aus dieser Beobachtungsreihe, daß bei einer Geschwindigkeit
des Kreisels von 40 Touren pro Sekunde die Einstellung der Kompaßrose noch
um etwa 2 Bogengrade unsicher ist, bei 77 Touren ist schon eine Sicherheit von
über 1 Bogengrad vorhanden, und bei 160 Touren ist die Einstellung völlig exakt.
Die Schwingungsdauer nimmt dagegen von 3min (sek bis 5min 1sek zu,
Diese Schwingungsdauer ist allerdings für die
Praxis noch reichlich lang; dieselbe läßt sich in-
dessen wesentlich verkürzen, da dieselbe, wie oben
bereits erwähnt, wesentlich von der Stabilität
der Kompaßrose in der Flüssigkeit abhängt,
and zwar erreicht die Schwingungsdauer die
zleinsten möglichen Werte, wenn die Achse der
Kompaßrose vertikal absolut fest steht. In diesem
Falle schwingt nämlich unser Kompaß genau wie
ein magnetischer Kompaß, und die Schwingungs-
dauer nimmt ab mit zunehmender Richtkraft,
In Fig. 3 ist der entsprechend veränderte
Apparat dargestellt. Derselbe besitzt im oberen
Quecksilbernapf ein Steinlager, und die Kontakt-
stange ist als Lagerzapfen ausgebildet, so daß jetzt
lie vertikale Achse von oben und unten fest ge-
lagert ist. Außerdem ist das Bleigewicht an der
Kompaßrose entfernt und die Glasglocke derselben
30 weit verkürzt, daß die Rose wieder nahezu in
der Flüssigkeit schwimmt. Die Rechnung ergibt nun
für den so veränderten Kompaß eine Schwingungs-
dauer von 325% bei einer Tourenzahl des Kreisels
von n == 100; ferner eine Schwingungsdauer von 225%
für eine Tourenzahl von 210 pro Sekunde. Diese
theoretische Schwingungsdauer erhielt ich allerdings
bei den Versuchen mit dem Rotationskompaß nicht,
sondern eine Schwingungsdauer von 1 bis 2min,
Diese Abweichung hat ihren Grund darin, daß die
Achse im oberen Lager notwendig etwas Luft besitzen muß und demnach nicht
vollkommen fest, ist.
Mittel: 3 QO
Mittel: 3 46
ı
Mittel: 5
ww.
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