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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Oktober 1906.
Der März wurde von einer Reihe hoch im Norden entlang ziehender De-
pressionen eingeleitet, bei denen mit den dazu gehörigen südwestlichen Winden
über der nördlichen Ostsee mildes Wetter herrschte. Erst als am 10, das
Minimum einer Depression über den Finnischen Meerbusen zog, schob sich mit
den dazu gehörigen Nordwinden die Isotherme von 0° wieder weit nach
Süden vor.
Dann folgten die schweren Stürme vom 12. bis 14. März, die in der
Nordsee orkanartig wüteten und gewaltige Sturmfluten, in der westlichen Ostsee
aber ganz außergewöhnlich niedrigen Wasserstand erzeugten. Leider fehlen aus
dem Finnischen Meerbusen Berichte von diesen Tagen, man wird aber die eis-
brechende Wirkung der ungeheuren Mengen warmen Wassers, die damals nach
Norden getrieben worden sind, und des schweren Seeganges, den die südlichen
Stürme an der finnischen Küste erzeugt haben, hoch anschlagen müssen, denn
nur so wird es verständlich, daß die darauf folgende Periode nördlicher Winde
die Südseite auch des westlichen Golfes blockieren und trotz der starken Eis-
brecher den Hafen Reval vom 25. bis 30. März ganz schließen konnte.
Tabellarische Zusammenstellung der Eisverhältnisse des Winters 1905/06 nach amt-
lichen Berichten.
Schwedische Häfen.
Hafen
Malmö . .
Skanör. . .
Trelleborg . .
Ystadt . . .
Simrishamn .
Ahus 7...
Sölvesborg .
Karlshamn
Rönnebr . .
Karlskrona .
Kalmar. . .
Wisby .
Slite. . . .
Färö. . . .
Westervik. .
Nskarshamn .
Arkösund .
Norrköping
Öxelösund .
Nyköping .
Stockholm .
Gefle . ..
Söderhamn .
Audiksvall
Sundsvall .
Hernösand .
ÖOrnsköldsvik ,
Holmsund, ,
UmeR . .
Ratan . .
Skelleftea .
PiteR . .
LuleR . .
Ränei , .
Salmis .
A
Zu-
yrang
Auf-
Yang
Einlaufen | Einlaufen
unmöglich möglich
Segler ! Dampfer!
Segler |Dampfer
99 1.
26.1.
2 I.
5. I
8.1.
14.1.
1. IL.
29. 1. ] 21.1. |
19. u. |
29. XII.
3.1
19. u.
31. XIL
21.1. |
97 |
29. I.
19. u.
29. XIT.
21. I.
19. XI
a, 12, I.
25, I.
19. XII.
u. 12. I.
> ı |
— u
16. I. 2,1.
30. XII
18. XIL |
2.
I8. XIL ' 20. XII.
6.
19. u,
30. XIT.
18. XI.
23.1.
16. XL
19, XI.
a. 27. I.
23, XIL
20. IL.
14 IV.
27. I.
23. XML.
20. II,
8. IV.
0 IT.
(9. x1.| 16. IV.
(6. XI. | 23. IV.
30. XL 22V.
31 | 21.19.
3 XIL | 16.17.
X. | 2.V.
XV
8, X1.| 7.V.
AXL 2V. /
0. XI AV.
1.X. 10. V.
X 8 VI
8.,X 19.V.
EUR DV
20. XII.
20. XI.
21. XI
3.1. |
{9. XIL.
15. XI.
17, XT,
13. X]
30. XI
29. X
21.X.
30. X
28. X.
13. XI.
19.1.
27. XII.
‚31
AI.
26. XI.
6. 1.
19. XII.
1.XI.
12. XL. |
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A XT7
7.Xi
13 x1
16, IV.
22, IV.
25. IV.
21. IV.
16. IV.
28, IV.
UV.
6. V.
30, IV.
V.
5 V
iS V
18. V.
90. V.
13, IV.
16. IV.
20. IV.
16. IV.
16. IV
27. IV
27. 1%
27. IV
26. IV,
DQ 44
\
18. V
IS. V.
Bemerkungen
Kein festes Eis.
Kein Eis im Fahrwasser.
Größte Dicke 2 cm.
Schiffahrt nicht behindert,
Kein Eis.
"7 ”„
Kein nennenswertes Eis.
Kein festes Eis im Fahr-
wasser,
Kein Eis,
Größte Dicke 10cm am 24.1.
Kein Eis.
Größte Dicke 18 cm.
Kein nennenswertes Eis.
A EM ”
» .z 3%
Kein festes Eis.
Kein nennenswertes Eis.
Größte Dicke 10 cm
Größte Dicke 35 em
Kein nennenswertes Eis
Größte Dicke 53 em
Größte Dicke 60 cm
Größte Dicke 40 cm
* „40cm
Größte Dicke 75 cm
„175 cm
F— Dieke 60 em