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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 34 (1906)

Reinicke, G.: Die Eisverhältnisse in den schwed. und- russisch. Gewässern, Winter 1905/06. 467 
Brobergkai | Nordhafen | Südhafen | Sandvikhafen Seehafen 
12. 1V. ... 42 cm ' 42 cm | 31 cm 41 cm | 35 cm 
15, IV. . . | 25 cm 25 cm 18 cm 25 cm 24 cm 
gelang es dem schon erwähnten Eisbrecher »Sampo«, am 17. April durchzubrechen, 
In der entstandenen Rinne folgten zwei Seedampfer, wodurch die Schiffahrt dort 
eröffnet wurde. Der erste Segler. ist am 21. April in.Helsingfors angekommen, 
wahrscheinlich nachdem er schwierige Eisverhältnisse überwunden. hat, denn 
Äransgrund-F-Sch. hat nach mehreren vergeblichen Versuchen erst am 21. April 
ausgelegt werden können. 
Um dieselbe Zeit scheint auch das feste Eis im Osten von Hochland ge- 
brochen zu sein. Hochland meldete am 23. April: Im Westen freies Wasser, im 
Osten dicht zusammengeschobenes Eis. Am 25. gelang es »Jermak«, durch dieses 
zusammengeschobene Eis, das hauptsächlich zwischen Hochland und Sommars lag, 
sich durchzuarbeiten und auch durch die weiter östlich noch lagernde feste Eis- 
decke bis Kronstadt zu brechen. Die ersten Dampfer kamen am 30. April in 
Kronstadt an. Die Newa hatte ihre. Eisdecke unterdessen schon vom 10. bis 
17. April abgestoßen. 
Von den übrigen großen Häfen am östlichen Finnischen Meerbusen z. B. von 
Narva, Lovisa, Wiborg u. a. wurde am 27, und 28. April freies Wasser gemeldet; 
das Eis hat sich also um diese Zeit vom Lande zurückgezogen, indessen sind 
noch längere Zeit schwierige Eisverhältnisse gewesen, denn noch am 8. Mai kam 
als letzte Meldung aus dem Finnischen Meerbusen die Nachricht von Wiborg, es 
säßen zwei dorthin bestimmte Dampfer, denen anscheinend. nicht bekannt ge- 
wesen sei, daß im Björkö-Sund offenes Wasser war, zwischen Frederikshamn und 
Wiborg im Eise fest. 
4. Aufgang des Eises im Nordbotten. Verhältnismäßig mildes Wetter im 
Januar und Februar ließ auf eine zeitige Eröffnung der Schiffahrt an der 
schwedischen Norrlandküste schließen. So wurde von Sundsvall am 11. Jan. und 
von Hudiksvall am 10. Febr, gemeldet, daß man von Land aus auf See draußen 
noch gar kein Eis gesehen habe. Am 10. Febr. war das Eis in der Sundsvall- 
Bucht 25 bis 28 em dick, aber an der Südseite hatte sich schon eine freie Rinne 
gebildet, die bis Tjufholm-Lcht-F. reichte. Selbst am 17. März hatte man vom 
Sundsvall-Distrikt aus auf See draußen noch kein Eis beobachtet, und auch weiter 
südlich waren die Eisverhältnisse so günstig, daß man schon am 10. März den 
allerdings nicht gelungenen Versuch gemacht hatte, das Feuerschiff Grundkalle 
auf seine Station zu legen, Das Feuerschiff hat damals Eises wegen‘ nach Öre- 
grund zurückkehren müssen, doch scheint es ihm dann gelungen zu sein, am 
16. März seine Station einzunehmen. Man hat nämlich in der Nacht darauf den 
Schein seines Feuers von Örskär aus beobachtet. Auch ein von England 
kommender und nach Harnäs bestimmter Dampfer gelangte am 17. März bis 
Öregrund, wo er aber einlaufen und unter Gräsö ankern mußte, Diese günstigen 
Eisverhältnisse haben sich dann infolge strenger Kälte und nordöstlicher Winde, 
die mit dem Vorübergange von südwärts entlang ziehender Tiefdruckgebiete 
zusammenhängen, wieder verschlechtert, Am 26. März war die Eisdecke auf der 
Sundsvall-Bucht wieder 26 bis 30 cm dick, und es war von .dort aus auf See 
kein offenes Wasser, sondern nur zusammengeschobenes Eis, das südwärts trieb, 
in Sicht. Ähnliche Meldungen kamen am 27, März von Hudiksvall und Söder- 
hamn, und auch vor Gefle reichte der Eisgürtel am 27. März weit über Egge- 
grund hinaus, 
Diese schwierigen Verhältnisse besserten sich mit dem Eintritt wärmeren 
Wetters im April aber bald. Die schwedische Seite der Süd-Quarken war am 
7. April eisfrei, am 8. hatte sich, wenn auch draußen noch kein offenes Wasser 
zu sehen war, bei Örskär eine breite offene Rinne gebildet, das Eis im Hafen 
von Sundsvall war. auf 18 cm Dicke zusammengeschmolzen, und vom 10, bis 
12. April gelang es einem Dampfer, sich von Kubikenborg nach Hernösand 
durchzubrechen. Bei Hudiksvall bildeten sich am 12. Avril im Fiordeise offene
	        
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