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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 34 (1906)

XXI. Ergebnisse der Lotungen S.M. S. »Planet« im südlichen Indischen Ozean, 461 
XXI. Ergebnisse der Lotungen S. M. S. »Planet« im südlichen Indischen Ozean. 
Bearbeitet durch Dr. W. Brennecke. 
(Hierzu Tafel 33.) ; 
Für den Reiseplan S. M. S. »Planet« war in ozeanographischer Hinsicht 
maßgebend gewesen, soweit als angängig, den Weg durch solche Gebiete zu 
nehmen, welche weder von Tiefsee-Expeditionen noch von Kabeldampfern näher 
erforscht worden waren, Witterungsverhältnisse sowie Aktionsradius legten 
hierbei mancherlei Beschränkungen auf. Von Kapstadt aus wurde SO-licher Kurs 
genommen, um dann nach Erreichen von 50° 47’ $S-Br. und 30° 30’ O-Lg. mit 
östlicher Ausbiegung nach den Prinz Eduard-Inseln Durban anzusteuern. Von 
Durban aus ging S,M.S. »Planet« in OSO-licher Richtung bis zu der im 
Jahre 1858 von »Cyclop« geloteten Untiefe von 113 m auf etwa 36° 40’ S-Br., 
und 41° 20’ O-Lg.; von hier aus wurde wieder nördlicher Kurs genommen und 
durch zahlreiche Lotungen der Abfall der Ostküste Madagaskars zur Tiefsee er- 
forscht. Von dem erreichten nördlichsten Punkt (St. Marie) ging S. M. S. »Planet« 
nach Mauritius und Rodriguez, 
Die nachstehend angeführten Lotungen wurden sämtlich mit der Sigsbee- 
lotmaschine ausgeführt; die Temperaturen sind entweder mittels Maximum- 
Minimum-Thermometer oder Kippthermometer erhalten; zuweilen sind zur 
Kontrolle zwei Thermometer gleichzeitig heruntergegeben oder bei benachbarten 
Lotungen von annähernd gleicher Tiefe Thermometer verschiedener Konstruktion 
gebraucht worden, Bei geringen Tiefen wurde mit Erfolg die Monaco-Grund- 
zange verwandt; im allgemeinen wurde mit den Bachmannschen Schlammröhren 
gearbeitet... Beim Gebrauch der Schlammröhren ereignete es sich häufig — 
namentlich in der Nähe der Küsten oder auf Bänken:-—, daß die Bodenprobe 
infolge ihrer geringen Kohäsion aus der‘ Schlammröhre vor dem Erreichen der 
Oberfläche herausfiel, Diesem Übelstande wurde mit Erfolg dadurch abgeholfen, 
daß die Schlammröhre in kühleren Gegenden außen mit Talg, in den Tropen mit 
Waschseife dick eingeschmiert wurde, Auf diese Art und Weise ließ es sich er- 
reichen, daß stets eine mehr oder weniger große Menge Sand oder Schlamm. an 
die Oberfläche gelangte und mikroskopisch untersucht werden konnte. Die bei- 
gefügten Angaben über die Art der Bodenbeschaffenheit sind als vorläufige zu 
betrachten;. eine exakte Bestimmung wird später an der Hand der gesammelten 
Bodenproben erfolgen. 
Lotungen S. M.S. »Planet« (Kapstadt— Rodriguez). 
Stat, | Datum |! 
Nr. 1906 
53 
4 
55 
57 
58 
15. IV. 
17. IV. 
18, IV. 
19. IV. 
20. IV. 
59 ) 21. IV. 
60 | 22. IV. 
61 | 23. IV. 
62 | 24. IV. 
63 | 24, IV. 
64 | 25. IV. 
65 | 26. IV. 
66 | 28, IV. 
67 | 28. IV. 
68 .| 29. IV. 
69 | 30. IV, 
0] 1.V 
711 2 V 
21 3 V 
zeit I SBr. | 
43, N. 
81% V. 
4 N. 
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4, VL 
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47 31.6 
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15 
38 
50 
56 
4 
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34 
392 
31 
79 
ST 
O-Leg. 
8° 30 
20 7 
2 10 
23 30 
>53 11 
50 
16 
41 
30 
30 
4 
50 
0 
16 
43 
2 
2 27 
32 0 
32 13 
Tiefe | Temp. | ; Bemerkungen 
SC, 
3686 
5368 
5053 | 
5008 
3270 
1.8 
0.7 
0.6 
0.4. 
03 
Globig. Schlamm. 
Pteropoden-Schlamm. 
« La 
Globig. Schlamm, 
Diat. Schlamm mit vulkan. Bei- 
mengungen, 
x 
lm 
5716 
3065 
4812 
1285 
4590 
3700 
1654 
5445 
5400 
3815 
4200 
4358 
4128 
3671 
D.0 
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+ 
Z. 
3 
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Keine Schlammprobe, 
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| Keine Schlammprobe. 
Globig. Schlamm, 
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