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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Oktober 1906.
2. Ozeanographie.
Neben Fortsetzung der regelmäßigen Oberflächenbeobachtungen wurden
2 Serien- und nachstehende Einzellotungen ausgeführt:
Lotungen zwischen Colombo und Padane,
Station]
Nr.
Datum
1906
Zeit
N-Br. | O-Le.
Tiefe emp. }
°C
Bemerkungen
Ih V, 88° 20
7hV. 90° 46
9b 10min V, 90° 59
5b 20min N, 90° 50
1RV, 91° 40
3h 15mm N, 929 43 |
12h 5min V, 93° 38 *
7b 25min V, 94° 20
11b 15min V, 94° 41,8
3b 30min N, 95° 5
dh 30min N, 35° 47
3b 30min V, 96° 227
3h V. 95° 90
S-Br,
[24 VIL| nV. | 0542 97016 |53101
Die Stationen 146 bis 148 ergaben eine bislang unbekannte Schwelle im
nördlichen Indischen Ozean; die übrigen Lotungen dienten in der Hauptsache
zur Klärung des Bodenreliefs nahe Sumatra.
In Colombo wurde das Uhrwerk des Tiefseemanometers repariert und das
Manometer neu gedichtet. Versuche, welche inzwischen mit dem Instrument an-
gestellt worden sind, ergaben befriedigende Resultate und werden fortgesetzt.
3. Drachen- und Ballonaufstiege.
Das Wetter des Südwestmonsuns zeigte sich für Drachen- und Ballon-
aufstiege besonders günstig. Es wurden folgende Aufstiege zwischen 83° und
93.0° O-Lg. und 4.7° und 2,8° N-Br. gemacht:
Drei Drachenaufstiege über 4000 m Maximalhöhe etwa 4800 m.
Ein Pilotballonaufstieg mit einem 1.5 m-Ballon bis etwa 15 000 m Höhe
(drei Versuche an demselben Tage mit 1 m-Ballons mißlangen, die
Ballons kamen in etwa 2500 m Höhe aus Sicht).
Ein Ballon-sonde-Aufstieg bis etwa 16 000 m Höhe. Die erreichte Höhe
kann noch nicht genau angegeben werden, da die Barometereichung
nur bis 13 000 m ausreichte,
Die beiden Ballonaufstiege konstatierten übereinstimmend zunächst in
geringer Höhe (etwa 500 m) ein Drehen des Windes (unten SSW) um 4 Strich
nach rechts; eine Erscheinung, die auch die vorher stattgehabten Drachenaufstiege
deutlich gezeigt hatten. Dieser WSW-Wind schlägt dann bei etwa 7000 m Höhe
unmittelbar in die entgegengesetzte Richtung ONO um, und diese Richtung behält
der Wind bis etwa 15 000 m Höhe. Dann scheint das starke Abflauen des Windes
den Übergang in eine andere Windschicht einzuleiten. Diese Schicht ist nicht
erreicht worden,
Der Ballon-sonde-Aufstieg fand ohne Abwurfvorrichtung statt, sein Gelingen
ist nur den ganz außergewöhnlich günstigen Wind- und Wetterverhältnissen
zu danken.
4. Biologie und Bakteriologie.
Planktonstufenfänge wurden an 9 Tagen ausgeführt, am 21. Juli wieder-
holt am Tage in einer Bucht der Simaloer-Insel von Grund auf die ganze Wasser-
säule abgefischt. Am 19, Juli wurden mit dem Helgoländer Brutnetz zahlreiche
kolonienbildende Radiolarien und Kopepoden gefangen.
Zum Nachweis von Bakterien im Meerwasser wurden Impfungen am
17. und 24, Juli vorgenommen. An denselben Tagen auch Wasser gesammelt
und konserviert zur späteren Analyse auf Gehalt an Kieselsäure und Stickstoff-
verbindungen.
17. VII.
18. VII.
3° 32
25 50V
20 51’
25 13
o X
oO 31’
> 48
2 6’
> 19.9
> 32.2
> >96
5 fr
Globig. Schlamm