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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 34 (1906)

Kleinere Mitteilungen. 
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Eine Tabelle von geringem Umfang (etwa 1 Quartseite) liefert für be- 
stimmte Werte von q und y sowohl für die Halbtags- als auch für die Ein- 
tagstiden 2 Werte AH und dT, so daß die gesuchten Größen 
Hr = Haf1 +90); Tr — Ta -LdT 
gefunden werden. 
Der 3. und letzte Schritt ist die Vereinigung dieser beiden Resultierenden 
(H! und T! resultierende Eintagstide; H? und T* resultierende Halbtagstide) 
zu der gesuchten Tide, Dazu dient eine zweite Tabelle von etwa sechsfachem 
Umfang wie die erstere, Es ist hier 
1 
q= F5-10; y= MT 
Die Tafel liefert wie oben 2 Werte AH und dT, so daß die gesuchte 
Fluthöhe H, (1442), die gesuchte Zeit T?-dT sind. Die folgende Extrem- 
phase (Ebbe) findet man, wenn die Tide eine Halbtagstide ist, indem man aus 
) 7? 
der Tafel die zu q = Te ‚10 und y = T!— T? + 60 gehörigen Werte auf- 
sucht (dH’ und dT’) und T? + 60 + AT! bildet. Die zugehörige Halbamplitude 
ist H? (1 + SS). Die Werte des folgenden Maximums bildet man entsprechend, 
indem man mit q = E 10 und y= T!— T*°4 120 in die Tafel eingeht 
(dH” und dT”) und H? (1 +45) und T?-+120--dT” berechnet, ebenso für 
das folgende Minimum H2(1 +“) und T?+-180+dT”, wo dH” und AT” 
s | . 
wieder aus der Tafel zu g = — „10 und y = T!— T? 4180 gehörig ent- 
nommen werden. . 
Bei der praktischen Ausführung genügt es in der Regel, die 
Halbtagstiden M,, N, K, und S,, sowie die Eintagstiden O0, Q, P und 
K, zu berücksichtigen; häufig kommt man sogar mit noch weniger aus. 
Von den Halbtagstiden sind am meisten verwandt M, und N; S, und K,. 
Für M, und N ist k% — kN oder angenähert T% = TN und q = 10-2 
Die I. Tabelle liefert für q = 2 und y = Typ — Typ = CN — Ca zwei Werte dH 
und dT, so daß die Halbamplitude der Resultierende L, = HM (1 +18) die 
Phase — T,„ +dT ist. 
In gleicher Weise ergibt sich die Halbamplitude der Resultierenden von 
S, und K,, S, genannt, 
= HS (+) ihre Phase =T%+dT 
wo zu bedenken ist, daß für diese Einzeltiden kS = k®”: oder annähernd 
TS = TK: und 
qG = Be 10 => = = 27; und dH und dT 
erhalten werden, indem man. mit q == 2.7 und 
y = Tnßz — ToS = CnK: (da Can: = O0) 
in die I. Tabelle. eingeht. 
Diese beiden Resultierenden L, und S, werden sodann nach demselben 
Verfahren mit Hilfe von Tabelle I vereinigt zu der zusammengesetzten 
Halbtagstide, ; 
Von den 4 Eintagstiden werden O und Q unter Benutzung von Tafel I 
wie bei den Halbtagsfluten zur Tide L, kombiniert; ebenso K, und P zu S,. 
Die Vereinigung von L, und S, zu der zusammengesetzten Eintagstide erfolgt 
ebenfalls mit Hilfe von Tafel I. Nach dem gleichen Prinzip wird schließlich die 
Kombination der zusammengesetzten Halhtags- und Eintagswelle vorgenommen. 
. Rollet de 1’Isle erläutert sodann die Theorie an einem Beispiel 
(Berechnung von Fluthöhe und Zeit für Dijibouti am 10. VL 1903) und zeigt
	        
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