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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Oktober 1906.
Station
Nr.
Datum
Zeit
S.Br. | O-Le.
Tiefe
Temp.
m
DC
Bemerkungen
132
133
‚4
5
36
7
138
139
140
41 «
142 «
26, VI.
7h 45min V,
9b V,
L0b 30min V,
11 55min V,
2h 30min N,
4b 50min N,
5b 50min N,
7h 15min N,
8b 45min N.
10h 10min N,
11h 40min N,
© ZN
ie 0.2
© 32
© 73
29 56.5
20 56.8
20 59
20 56.8’
20 95
° 57,8
“0 5835
68° 15.6’ 3168
68° 12.1’ 2513
68° 8.3’ 2570
68° 11’ 3898
68° 7.5 2465
58° 3.0 2460
68° 1.5’, 2293
67° 59 | 2424
57° 57.3’ 2511
67° 55.2’ | 2624
67° 59 19495
Felsiger Grund
Globig. Schlamm
18. VI.
20. VI.
21. VL.
20 N,
7h V,
ch V.
Lotungen Maur’tius
17° 52’ '63° 55’ 13167°
12° 15’ 65° 20 2637:
‘1032 66° 21’ 2666l
124
125
126
Colombo
8 Schlamm
1. « €
1.9 |Felsiger Grund, außerdem aschen-
artige Bestandteile
Globig. Schlamm
127 /
128
143
GhV. 80 45
[12 30minN, | 5° 48
10b 10min V, | 0° 409
N-Br.
30. VI.| SV. | 1° 54'
54° 52’
66° 28
71° 17
4220
3584
3740
18
1.9
144
74° 39’ |2444,
Die Mehrzahl der Lotungen diente zur Nachforschung nach dem von der
»Valdivia-Expedition« in etwa 3° S-Br. und 68° O-Lg. vermuteten Korallenriff, Es
ergab sich, daß ein solches in der angegebenen Position nicht existiert; das Relief
des Meeresbodens zeigt hier jedoch eine Anschwellung, welche sich etwa 1000 m
über die Umgebung erhebt.
3. Drachen- und Ballonaufstiege,
Außer dem im letzten Bericht gemeldeten Drachen- und Pilotballonaufstieg
fanden im eigentlichen SO-Passatgebiet vier Drachen- und ein Pilotballonaufstieg
statt. Weitere Ballonaufstiege ließ die Bewölkung nicht zu, Die Drachen waren
— mit Ausnahme des ersten südlichsten Aufstiegs von etwa 3000 m Höhe —
nicht über etwa 2000 m hoch zu bringen, die gleiche Erscheinung wie im
atlantischen SO-Passat.
Im Übergangsgebiet vom Passat in die äquatoriale Stillenzone wurde in
8.8° S-Br. und 66.2° O-Lg. ein Ballon-sonde-Aufstieg gemacht. Es gelang, das
Gespann mit Benutzung der in Durban beschafften Abwurfvorrichtung hochzu-
bringen, doch löste sich nach 2 Minuten der an der Abwurfvorrichtung befestigte
Ballon. Das Instrument wurde eingefangen, der zweite Ballon als Pilot verfolgt,
und da die Verhältnisse hervorragend günstig schienen, wurde sofort zum zweiten
Aufstieg — diesmal ohne Abwurfhaken — klar gemacht. Der zum Platzen be-
stimmte Ballon erhielt nahezu 4 kg Auftrieb. Trotzdem war er nach 30 Minuten
in etwa 9000 m Höhe noch nicht geplatzt und erreichte hier eine Zone mit sehr
starkem Wind — etwa 15 m/sek. —, in der er so schnell forttrieb, daß das Schiff
nicht zu folgen vermochte. Das Gespann blieb indessen noch weitere 20 Minuten
in Sicht, ohne daß der eine Ballon platzte, und wurde dann hinter Wolken in
etwa 15 000 m Höhe aus den Augen verloren. .
Das Suchen bis Dunkelwerden sowie während fünfstündigen Liegens am
nächsten Vormittag — zu ozeanographischen Arbeiten -— an einer Stelle, die
der Ballon auf seinem mutmaßlichen Treibkurse passieren mußte, war erfolglos.
In dem genannten Übergangsgebiet fanden später ein Drachen- und ein
Ballon-sonde-Aufstieg statt; jeder bis etwa 4800 m Höhe. Da keine Ballonuhr
-— einstündige Umlaufszeit — mehr vorhanden war, waren für eine Drachenuhr
eine Trommel mit doppeltem Umfang und für das betreffende Instrument ein
entsprechend größerer Kasten angefertigt worden.
Beide ‘Aufstiege, die nur 2° in Breite auseinanderliegen, zeigen beträcht-
liche Unterschiede in der Temperaturverteilung.