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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 34 (1906)

458 
Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Oktober 1906. 
Station 
Nr. 
Datum 
Zeit 
S.Br. | O-Le. 
Tiefe 
Temp. 
m 
DC 
Bemerkungen 
132 
133 
‚4 
5 
36 
7 
138 
139 
140 
41 « 
142 « 
26, VI. 
7h 45min V, 
9b V, 
L0b 30min V, 
11 55min V, 
2h 30min N, 
4b 50min N, 
5b 50min N, 
7h 15min N, 
8b 45min N. 
10h 10min N, 
11h 40min N, 
© ZN 
ie 0.2 
© 32 
© 73 
29 56.5 
20 56.8 
20 59 
20 56.8’ 
20 95 
° 57,8 
“0 5835 
68° 15.6’ 3168 
68° 12.1’ 2513 
68° 8.3’ 2570 
68° 11’ 3898 
68° 7.5 2465 
58° 3.0 2460 
68° 1.5’, 2293 
67° 59 | 2424 
57° 57.3’ 2511 
67° 55.2’ | 2624 
67° 59 19495 
Felsiger Grund 
Globig. Schlamm 
18. VI. 
20. VI. 
21. VL. 
20 N, 
7h V, 
ch V. 
Lotungen Maur’tius 
17° 52’ '63° 55’ 13167° 
12° 15’ 65° 20 2637: 
‘1032 66° 21’ 2666l 
124 
125 
126 
Colombo 
8 Schlamm 
1. « € 
1.9 |Felsiger Grund, außerdem aschen- 
artige Bestandteile 
Globig. Schlamm 
127 / 
128 
143 
GhV. 80 45 
[12 30minN, | 5° 48 
10b 10min V, | 0° 409 
N-Br. 
30. VI.| SV. | 1° 54' 
54° 52’ 
66° 28 
71° 17 
4220 
3584 
3740 
18 
1.9 
144 
74° 39’ |2444, 
Die Mehrzahl der Lotungen diente zur Nachforschung nach dem von der 
»Valdivia-Expedition« in etwa 3° S-Br. und 68° O-Lg. vermuteten Korallenriff, Es 
ergab sich, daß ein solches in der angegebenen Position nicht existiert; das Relief 
des Meeresbodens zeigt hier jedoch eine Anschwellung, welche sich etwa 1000 m 
über die Umgebung erhebt. 
3. Drachen- und Ballonaufstiege, 
Außer dem im letzten Bericht gemeldeten Drachen- und Pilotballonaufstieg 
fanden im eigentlichen SO-Passatgebiet vier Drachen- und ein Pilotballonaufstieg 
statt. Weitere Ballonaufstiege ließ die Bewölkung nicht zu, Die Drachen waren 
— mit Ausnahme des ersten südlichsten Aufstiegs von etwa 3000 m Höhe — 
nicht über etwa 2000 m hoch zu bringen, die gleiche Erscheinung wie im 
atlantischen SO-Passat. 
Im Übergangsgebiet vom Passat in die äquatoriale Stillenzone wurde in 
8.8° S-Br. und 66.2° O-Lg. ein Ballon-sonde-Aufstieg gemacht. Es gelang, das 
Gespann mit Benutzung der in Durban beschafften Abwurfvorrichtung hochzu- 
bringen, doch löste sich nach 2 Minuten der an der Abwurfvorrichtung befestigte 
Ballon. Das Instrument wurde eingefangen, der zweite Ballon als Pilot verfolgt, 
und da die Verhältnisse hervorragend günstig schienen, wurde sofort zum zweiten 
Aufstieg — diesmal ohne Abwurfhaken — klar gemacht. Der zum Platzen be- 
stimmte Ballon erhielt nahezu 4 kg Auftrieb. Trotzdem war er nach 30 Minuten 
in etwa 9000 m Höhe noch nicht geplatzt und erreichte hier eine Zone mit sehr 
starkem Wind — etwa 15 m/sek. —, in der er so schnell forttrieb, daß das Schiff 
nicht zu folgen vermochte. Das Gespann blieb indessen noch weitere 20 Minuten 
in Sicht, ohne daß der eine Ballon platzte, und wurde dann hinter Wolken in 
etwa 15 000 m Höhe aus den Augen verloren. . 
Das Suchen bis Dunkelwerden sowie während fünfstündigen Liegens am 
nächsten Vormittag — zu ozeanographischen Arbeiten -— an einer Stelle, die 
der Ballon auf seinem mutmaßlichen Treibkurse passieren mußte, war erfolglos. 
In dem genannten Übergangsgebiet fanden später ein Drachen- und ein 
Ballon-sonde-Aufstieg statt; jeder bis etwa 4800 m Höhe. Da keine Ballonuhr 
-— einstündige Umlaufszeit — mehr vorhanden war, waren für eine Drachenuhr 
eine Trommel mit doppeltem Umfang und für das betreffende Instrument ein 
entsprechend größerer Kasten angefertigt worden. 
Beide ‘Aufstiege, die nur 2° in Breite auseinanderliegen, zeigen beträcht- 
liche Unterschiede in der Temperaturverteilung.
	        
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