Die :Witterung an’ der deutschen Küste im: Juli 1906.
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ostwärts vorrückenden. Maximums kommt, auf, Am 2. liegt das Maximum des
Hochädruckgebiets über der ostpreußischen Küste gegenüber einer Depression im
hohen Norden und einer flachen Depression über Spanien. Entsprechend dem
Charakter des Typus II ist das Wetter bei umlaufenden leichten Winden vor-
wiegend heiter und etwas wärmer. Mit dem Vorrücken der südlichen Depression
nach Osten geht der Typus II in den Typus III über, der bis zum 7. anhält.
Das Maximum liegt am 3. nordostwärts verlagert über dem Finnischen Busen,
die südliche Depression ist nur wenig ostwärts gegangen, eine flache Depression
zeigt sich über. der nördlichen Nordsee: Bei leichten nordöstlichen Winden ist
das: Wetter an der deutschen Küste meist heiter, wenn auch noch ziemlich kühl.
Am nächsten Tage bedeckt die südliche Depression ganz Frankreich sowie West-
und Mitteldeutschland, so daß die deutsche Küste in ihrem westlichen Teil bei
östlichen Winden zunehmende Trübung zeigt, während die ostpreußische Küste
noch im Bereich des von der südlichen Ostsee. bis Finnland sich erstreckenden
Hochdruckgebietes heiteres Wetter bei leichten nördlichen: Winden aufweist,
Auch am 5, ist Nordosteuropa von Hochdruck überlagert, während die De-
pression, die mehrere flache Minima aufweist, ganz Mitteleuropa bedeckt. Das
Wetter ist wie: am vorhergehenden Tage im Westen trübe, im Osten heiter,
ebenso am 6., an dem die Depression. sowohl wie das Hochdruckgebiet im Norden
ostwärts verlagert sind. Am 7. breitet sich von der Biskayasee Hochdruck
langsam ostwärts aus, den Übergang des Typus II in Typus V ankündigend.
Die Umbildung vollzieht sich an diesem. und dem folgenden Tage bei ostwärts
fortschreitender Aufklärung und Drehung der Winde über Südwest nach Norden,
Vom 9. an kommt. Typus V zur Herrschaft, der mit Ausnahme weniger
Tage bis zum 23. vorherrscht. Das von der Biskayasee ausgebreitete Hochdruck-
gebiet hat am 9. an Ausdehnung und Höhe zugenommen, während die über
Nordwesteuropa ausgebreitete Depression sich nordwärts und die vorher Süd-
europa bedeckende Depression sich ostwärts entfernt hat. Bei nordwestlichen
Winden ist das Wetter am 9. und 10., wo die Wetterlage wenig verändert ist,
vorwiegend heiter bei fast normaler Temperatur. Da am 11. das Hochäruck-
gebiet sich zurückzieht und zwischen diesem und der östlichen Depression mäßig
hoher Luftdruck in gleichmäßiger Verteilung‘ mit mehreren flachen Minima
Deutschland und Skandinavien bedeckt, tritt vorübergehend Typus I in Er-
scheinung, der sich bei wenig veränderter Wetterlage auch am 12. noch vor-
findet. Bei nordöstlichen und östlichen Winden ist das Wetter im deutschen
Küstengebiete etwas wärmer und vielfach heiter, nur. die westdeutsche Küste
hat am 12. im Bereiche eines flachen Teilminimums sehr ergiebige Regenfälle
(Borkum 48, Wilhelmshaven 46 mm). .
Der 18. zeigt wieder Typus V, da eine neue Depression nördlich von
Schottland herannaht und das ozeanische Hochdrüuckgebiet sich von der Biskayasee
aus wieder nordostwärts vorschiebt. Das am 12. über der Unterelbe gelegene
Teilminimum ist als selbständiges Minimum nach der Nordsee vorgeschritten
und vereinigt sich mit der neuen Depression, Die so entstandene Luftdruck-
verteilung ändert sich bis zum 15. nur wenig; dem entsprechend wehen an der
deutschen Küste im westlichen Teile unter dem Einfluß der nordwestlichen De-
pression südwestliche bis westliche mäßige bis frische Winde, während der öst-
liche Teil im Bereich der sich ostwärts entfernenden südöstlichen Depression
schwache nordwestliche Luftströmung aufweist, Mit Fortschreiten der nord-
westlichen Depression nach Osten tritt mit dem Abend des 15. an der deutschen
Küste bei lebhaften westlichen Winden kühles, regnerisches Wetter ein, das bis
zum 18. anhält. Die Wetterlage zeigt während dieser Tage nur eine langsame
Verlagerung des Hochdruckgebietes im Süden sowie eine schnellere Fortbewegung
von einzelnen Depressionen im Norden nach Osten hin,
Am 19. erscheint über der Biskayasee wieder ein Hochdruckgebiet, während
Südosteuropa noch von Hochdruck überlagert ist. Eine von Nordosten heran-
nahende Depression zeigt ein tiefes Minimum nödlich von Schottland, das am
20. über dem norwegischen Meere liegt. Im übrigen zeigt die Wetterlage am
20. wenig Änderung, ein Ausläufer der nördlichen Depression liegt über Süd-