Berichte über Seebeben.
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_ »Um & nahm man zweimal ein intensives Beben (Erschüttern) des ganzen Schiffes
wahr, genau so, als wenn das Schiff über einen Gegenstand (Wrack usw.) mit dem Kiel
hinweggleitet. Der Wind war um 8 ONO 6, der Luftdruck 748 mm, die Lufttemperatur
14.0° Ce
8, Segler »Posen«, Kapt. C. Bahlke, von Hamburg nach Valparaiso
bestimmt, am 15. November 1902 abends 10% in 36° S-Br., 751° W-Lg.:
‚See war mäßig bewegt; 10h plötzlich hoher Brecher direckt von hinten übers
Halbdeck; nachher See. wieder ruhig. — Wie ich später in Valparaiso erfahren habe, war
daselbst ein starkes Erdbeben zur selben Zeit gewesen. Der Wind war zur Zeit SzO 5,
der Luftdruck um Mitternacht 764 mm, die Lufttemperatur 14,2° C.«
9. Segler »Thalassa«, Kapt. J. Christiansen, von Lobos o Afuera nach
Antwerpen bestimmt, am 2, Januar 1903 um 8h V, in 1° N-Br., 29° W-Lg.:
»7h 20min‘ bemerkten eine Erschütterung im Schiff; Sh 5min nochmals, aber
bedeutend stärker (Seebeben): Der Wind war zur Zeit OSO 2, der Luftdruck 760 mm,
die Lufttemperatur 26.4° C.«
10. Segler »Antigone«, Kapt. C. Madsen, von Liverpool nach Brisbane
bestimmt, am 138. April 1903 vor Tagesgrauen in 481° S-Br., 41'/,° O-Lg.:
»Um 1b 35min V, ein heftiges, wenige Sekunden andauerndes Seebeben. Der Wind
war um Mitternacht O 3, der Luftdruck 776 mm. die Lufttemperatur 7.0° C.«
11. Segler »Lisbeth«, Kapt. E. Chr. Kaak, von Hamburg nach Santa
Rosalia bestimmt, am 15. September 1903 nachts um 11% in 10° S-Br., 94° W-Lg.:
»10h 45min hatten wir ein heftiges Seebeben, 3 bis 4 Sekunden anhalıend. Der
Wind war um Mitternacht SO 1/2, der Luftdruck 762 m, die Lufttemperatur 19.7° C.e
12, Segler »Polymnia«, Kapt. A. Molzen, von Iquique nach Rotterdam
bestimmt, am 13. Juli 1904 gegen Mitternacht in 20° S-Br., 71° W-Leg.:
»Wir verspürten um 11h 58min nachts ein heftiges Seebeben, ungefähr 30 Sekunden
anhaltend. Der Wind war östlich 1, der Luftdruck 762 mm, die Lufttemperatur 16,9° C.«
13. Dampfer »Memphis«, Kapt. J. v. Helms, von Teneriffa nach Punta
Arenas bestimmt, am 12. September 1904 abends 9% in 44° S-Br., 59° W-Leg.:
»Um 84 45min bemerkten wir, daß das Schiff zweimal stark zitterte innerhalb
10 Minuten, Da das Schiff in dieser Zeit nicht stampfte. sondern ruhig lag, so konnte
diese Bewegung auch nicht durch die Schraube hervorgerufen sein. Außerdem war die
Bewegung ganz verschieden von dem KRütteln der Schraube, es war, als ob das Schiff in
der Mitte einen Stoß erhalten hätte. Unsere Mutmaßung ist, daß dies vielleicht von einem
Seebeben herrühren könnte. Es wurde nachher kein ähnliches Rütteln des Schiffes mehr
bemerkt. Der Vorgang wurde an Deck und in der Maschine wahrgenommen. Der Wind
war um Sh W 6, der Luftdruck 748 (? Aneroid), die Lufttemperatur 6.2° C.«
i4. Dampfer »Parthia«, Kapt. H. Haase, von St. Thomas nach Havre
bestimmt, am 27. November 1904 um 3b N. in 23° 4’ N-Br., 59° 46’ W-Lg.:
»Um 3b N. wurde im Schiff eine heftige, zweimalige, etwa 1!/, Minute dauernde
Erschütterung verspürt. Der Wind war um 4b ONO 4, der Luftdruck 764 mm, die Luft-
temperatur 26.1° C.«
15. Dampfer »Zieten«, Kapt. F. v. Binzer, von Kobe nach Yokohama
bestimmt, am 6. Juni 1905 um 1% V. in 35° N-Br., 13914° O-Lg.:
»Um Ob 59min‘ passierten wir Obstruction Point; querab davon empfanden wir
Erdstöße, wovon die beiden ersten. heftige Erschütterungen im Schiff verursachten. Der
Wind war um Mitternacht Süd/West 2/3, der Luftdruck 755 mm, die Lufttemperatur 20.4°C.«
Kleinere Mitteilungen.
ı. Sturmwarnungen in Norwegen. Berichtigung zu »Ann., d. Hydr. usw.«
1905, S. 567. In das Verzeichnis der Signalstationen, welche als Signal nur
einen Ball allein führen, ist noch Sandnes einzufügen und statt Hangesund
Haugesund zu setzen.
2. Berechnung eines einzelnen Hochwassers nach Zeit und Höhe
mittels der harmonischen Konstanten. Nach Rollet de 1’Isle: Calcul de
’heure & de la hauteur d’une pleine mer au moyen des constantes harmoniques.
(Annales hydrographiques, 2, serie, 25. Bd., 1908.)