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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 34 (1906)

‚Ekman, V. W.+. Beiträge zur. Theorie der. Meeresströmungens:.. 429. 
legten und. wieder. weggenommenen: Papierstücken, gereinigt, und es wurde. dann 
dem. Wasser eim paar. Stunden Zeit, gegeben, um vollständig in Ruhe zu.kommen, 
Nach. dieser Zeit wurde, der: Zylinder auf einmal. in‘ eine langsame ‘Rotation 
gesetzt ; (eine Umdrehung in:;13-Sekunden),.:und.. die. Zeiten, wurden. beobachtet, 
in welchen: ;die -Aluminiumnadel. 1, ;2;: 3 usw; halbe Umdrehungen ‚gemacht. hatte. 
Dann wurden die Schichten gut umgerührt, die Oberfläche in derselben Weise 
wie vorher gereinigt, und: das Wasser zu vollständiger Ruhe kommen gelassen, 
wonach dasselbe Experiment wiederholt wurde.‘ Die Tabelle I unten gibt eine 
solche Beobachtungsreihe. - : 
7" 77" TabellelLlL 
Umdrehungen 
der Nadel 
N 
1.95 
A 
) 
\ 
00 |“ 
35 
Zeitdauer 
SC. 
% zz 
Wasser ge- | Wasser nicht 
schichtet geschichtet 
220 Sek; 
300 » 
4105 » 
165 >» 
515 » 
558 » 
595» i 
630 ss 
125 Sek, 
175 
167 
180 
195 
208 
220 » 
230. »- 
Umdrehungen 
der ‚Nadel 
” 
Ra 
0 a 
550} 
3.0 
A 
Zeitdauer ‘ 
1 rmnlare 
4 
Wasser 
geschichtet 
660 Sek. . 
715.» 
DA 
767 
78R 
Die unter t, und t, gegebenen Zeiten sind beziehungsweise vor und’ nach 
dem Umrühren des. Wassers beobachtet. „Eine _Vergleichung ‚der beiden. Zahlen- 
reihen zeigt sogleich, daß die Bewegung des Gefäßes im. letzteren: Falle vielfach 
schneller. dem Wasser mitgeteilt wurde, daß. also die Reibung viel’ größer als im 
ersteren Falle war... 2? de . ; . . ; . N 
Dieses Resultat tritt noch deutlicher hervor in’ den Berechnungen des 
Reibungskoeffizienten in C. G. S. Einheiten aus .den . primären Beobachtungs- 
resultaten. Bei ‚dieser Berechnung konnte ‚die Reibung an -der “zylindrischen 
Glaswand gegen die am Boden vernachlässigt werden: teils‘ weil die erstere in 
etwa dem doppelten Abstand von den Flügeln der Aluminiumnadel' sich‘ befand 
und mithin ihre Bewegung unter im übrigen gleichen Verhältnissen, nur in’ der 
vierfachen Zeit, wie die. Bewegung‘ des Bodens, der. Nadel mitgeteilt werden 
konnte; teils weil die zylindrische Glaswand bei weitem nicht in demselben Grad 
wie‘ der rauhe Boden zu Wirbelbildung Anlaß geben konnte. Der Einfachheit 
halber wurde auch angenommen, daß die Wassertiefe genau‘ 12 cm..war, und 
mithin, daß sich die Nadel in der Mitte befand,‘ (Die ‚beiden oben gemachten 
Annahmen bewirken, daß der berechnete Wert des Reibungskoeffizienten z% ganz 
unbedeutend zu groß sich ergibt.) Unter den gemachten Voraussetzungen findet 
man gg aus den Gleichungen:!)‘“ 
_qe8dr 
HS 
LE 
vv IE - & 
wo q die Dichtigkeit des. Wassers, © die doppelte Wassertiefe (24cm), y .die 
gleichmäßige Winkelgeschwindigkeit des Gefäßes und: v die Winkelgeschwindig- 
keit der Nadel, t Sekunden, nachdem daß Gefäß in Bewegung gesetzt wurde, be- 
deuten, . ist eine Hilfsgröße, die. eliminiert werden muß. Wenn das Wasser 
nicht . ganz homogen ist, können natürlich ohne. beträchtliche. Fehler Mittel- 
werte für q und u angenommen werden. ARelativzahlen für v werden‘ ge- 
funden, indem man die Zahlen. in Tabelle I durch zwei Kurven (auf Millimeter- 
papier) mit t, und t, als Abszissen und n als Ordinate darstellt und dann die 
. 1) Abgeleitet mit Hilfe von Gleichung I 8 58 in Riemanns »Vorlesungen über Partielle 
Differentialgleichungen«, herausgegeben von Hattendorff, welche Gleichung die Lösung eines analogen 
hydrodynamischen Problems bildet.
	        
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