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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 34 (1906)

Witting, R. J.: Der Bottnische Meerbusen. 
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Zuwachs und die Abnahme im Salzgehalte in der Bottnischen Wiek geltend. 
Nach dem Maximum im Älandsmeere — im südlichen Bassin wird eine Steigerung 
gegen dieses schon in den Jahren 1900 bis 1901 beobachtet — folgt eine kon- 
tinuierliche Abnahme bis 1904. In der Bottnischen See dauert seit dem Jahre 
1901 die Abnahme fort; das Maximum im Salzgehalte im Älandsmeere im Jahre 
1902 wird weder in der Bottnischen See noch in der Bottnischen Wiek von 
einem entsprechenden Zuwachs in der Salzmenge begleitet. Wenn die geringe 
Abnahme in der Bottnischen See im Jahre 1901 bis 1902 durch dieses Maximum 
bedingt ist, so hat sich die Wirkung früher als gewöhnlich geltend gemacht. 
In’ der Bottnischen Wiek kann seit 1902 eine kontinuierliche Abnahme konstatiert 
werden. 
Im Jahre 1905 ist der Salzgehalt überall außer im südlichen Bassin des 
Älandsmeeres gestiegen und erreicht beinahe so hohe Werte wie im Jahre 1903. 
Der höhere Salzgehalt im Jahre 1904 in diesem südlichen Bassin ist vielleicht 
ein Vorzeichen dafür. Der niedrige Salzgehalt des südlichen Bassins im Jahre 
1905 deutet vielleicht wiederum auf einen niedrigen Salzgehalt in den übrigen 
Gebieten für das Jahr 1906 oder auf eine fortgesetzte Abnahme. Sn 
Alle die in der Tabelle- angeführten Stationen sind auf dem sogenannten 
Längenschnitt . ‘gelegen, Es ist unmöglich, einen ähnlichen Überblick über die 
Randgebiete zu erhalten, da die Beobachtungen erst im August 1903 angefangen 
wurden. Für die Jahre 1903 und 1904 geben die Beobachtungen da sowohl 
für Oberflächen- und Tiefenschichten eine gleiche Abnahme an die Hand wie 
die auf den übrigen Teilen der Bottnischen See und der Bottnischen Wiek, und 
von 1904 bis 1905 zeigen die Verhältnisse eine fortgesetzte Abnahme, 
Salzgehalt in %, an der Oberfläche. 
Ort | 1877 | 1809. 1 1900 | 1901 | 1902 | 1908 | 1904 | 1905 | a 
FT 8 348 
Fı2 | 3.2 
FI6 | 126 
F19 | 475 4 "9 
F26 | 551 5.56 „50 
F30 | 554. — 561 32 
F64 | 5.36..|-3.40 | 5A1 ‚ 5.40 
F69 c545 | 560 | 592 | 5.68 
“A 
338 
19 
567 
5,69 
5.37 
5.57 
3.30 
3.40 
3.94 
1,85 
5.57 
5.66 
5.24 
5.63 
>39 
3.33 
3.87 
480 
+46 
>58 
5.61 
3.Q92 
3.24 
3.26 
3.45 
4.49 
5.46 
5,53 
5.34 
5.43 
—0.01 
0.00 
_0.49 
—0,35 
4001 
„01 
616 
— 012 
Auf den längs‘ des Längenschnittes gelegenen Stationen tritt keine so 
ausgeprägte Abnahme in den Jahren. 1899 bis 1904 in den Oberflächenschichten 
wie in den Tiefenschichten hervor, wohl aber Wechsel. Diese Wechsel in den 
Oberflächenschichten‘ treten in den verschiedenen Teilen des Gebietes gleich- 
zeitiger ein, als es in den Tiefenschichten der Fall ist. Von 1904 bis 1905 ist 
die Abnahme dagegen groß. ; . 
Von 1899 bis 1900 und 1901 bis 1902 ist ein Zuwachs, von 1900 bis 1901 
und von 1902 bis 1903 eine Abnahme im Salzgehalte innerhalb des Älandsmeeres 
und der Bottnischen See beobachtet worden; von 1903 bis 1904 nimmt der Salz- 
gehalt im Älandsmeere zu und in der Bottnischen See ab. In der Bottnischen 
Wiek macht sich wenigstens in der Nähe von F13 eine Abnahme von 1901 bis 
{902 und von 19038 bis 1904 geltend, von 1902 bis 1903. nimmt der Salzgehalt 
wieder zu. Von 1904 bis 1905 nimmt der Salzgehalt überall ab. : 
Die Salzgehaltsmaxima, der Bottnischen Wiek fallen demnach in den 
meisten - Fällen ‘zwischen ‚die Maxima „der > Bottnischen See. Ein Minimum im 
Oberflächensalzgehalte der. Bottnischen Wiek muß als mit dem nachfolgenden 
Minimum in der Bottnischen See zusammengehörig gedacht werden, ein Maximum 
wieder als mit dem vorangehenden Maximum in der Bottnischen See zusammen- 
gehörig; die. Wasserversetzung bedingt ja eine solche Gestaltung des Phänomens. 
. Gleichzeitiges : Salzgehaltsmaximum, in’ Oberflächen-.. und Tiefenschichten 
kommt .gewöhnlich nur im Älandsmeere vor, wo die intensive . Mischung ja 
ein solches Verhältnis hervorrufen kann.
	        
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