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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 34 (1906)

Witting, R. J.: Der Bottnische Meerbusen. 
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das Wasser, das ’sich durch den Nördlichen Quark den Weg in die Bottnische 
Wiek sucht. Die Sauerstoffprozente nehmen während der Bewegung nordwärts 
in den Tiefenschichten stetig ab, in der doppelt längeren Bottnischen See 
ungefähr doppelt so viel als in der Bottnischen Wiek. 
Schließlich bestätigt auch die Art, auf welche sich die langperiodischen 
Veränderungen im Salzgehalt gegen Norden fortpflanzen, diese Schlüsse. (Hier- 
über Näheres später.) Für einige Jahre ist man gesinnt, auf schnellere, für 
andere wieder auf langsamere Bewegungen zu schließen. 
Das Mischungsphänomen. Von den gestaltenden Faktoren, die in die 
Bildung ‚der hydrographischen Lage eingreifen, ist die Mischung besonders 
hervorzuheben. Sie ist an verschiedenen Stellen des Wassergebietes natürlich 
verschieden, am größten ist ihre Wirkung in den Übergangsgebieten, schwächer 
wieder in den Hauptbecken. on u 
Eine einfache Berechnung, die wieder auf einer Generalisation der Wasser- 
versetzung fußt, gibt uns einen Überblick über ihre Wirkung im Nördlichen Quark. 
Wir denken uns, daß von einem Orte in der Bottnischen Wiek her- 
stammendes Wasser, während. seiner Bewegung südwärts mit durch den Quer- 
schnitt einströmendem Wasser gemischt, die auswärtsgehende Strömung bildet. 
Dieses einströmende Wasser denken wir uns wieder durch Mischung von 
aus der Bottnischen See einströmenden Tiefenschichten mit durch den Querschnitt 
abfließendem Wasser gebildet, 
In Gleichung: 
; ai-+-bk = (a + b)j 
wenn a und b die Wassermenge der beiden Komponenten, i und k ihre Salzgehalte 
und j der der eben gebildeten Wasserart bezeichnen. Hieraus erhalten wir: 
a k—) 
ab KK) 
‘bb 
atb k- 
Wenn wir, wie früher, die Mittelsalzgehalte des auswärts- und des einwärts- 
gehenden Wassers zu respektive 3.9 und 4.9 °/,, schätzen, und die Mittelsalzgehalte 
für das Oberflächenwasser etwa 40m nördlicher in der Bottnischen Wiek und 
40 m südlicher in der Bottnischen See zu respektive 8.5 und 5,6%.) schätzen, so 
können wir die in den Tabellen zusammengefaßten Rechnungen ausführen. 
I 
ala+b) | bila+b) 
23,5 4.9 3.9 6. 3), 
2.9 / 56 | 49 | 2 
3,5 56 3.9 4 
3.5 ) 5.6 4.9 Yo ‚3 
Wir finden also, daß das ausströmende 3.9°/,, Wasser des Nördlichen Quarks 
zu 3/, aus 3.5%g Wasser aus der Bottnischen Wiek besteht. Das letzte Viertel 
ist Wasser, das als einwärtsgehende Strömung von 4.9°%, den Querschnitt des 
Nördlichen Quarks passiert hat und in den folgenden 40 km von dem aus- 
strömenden Wasser aufgenommen worden ist (dieses gibt die erste Zeile der 
Tabelle an). Die anderen Zeilen lassen sich auf ähnliche Weise deuten. 
Bedenken wir, daß die Ausströmung durch den Nördlichen Quark ungefähr 
fünfmal, die einwärtsgehende Strömung ungefähr viermal die Süßwasserzufuhr 
beträgt, so sehen wir, daß die hereinkommende Wassermenge, die etwa 40 km 
nördlicher wieder umkehrt, reichlich. den Wert der Süßwasserzufuhr beträgt 
(5/. n). Der Teil des ausströmenden Wassers, der während des Zurücklegens der 
40 km gegen Süden nach unten-gesaugt wird, beläuft sich auf beinahe zweimal 
die Süßwasserzufuhr (%/; n). ; ; 
Diskutieren wir die Mischung im übrigen Teil der Bottnischen Wiek, welche 
zur Bildung der 3.5%igen Oberflächenschichte bei F 13 führt, so sehen wir, daß 
sie ziemlich groß ist, wenn auch natürlicherweise nicht so effektiv wie die Mischung 
im nördlichen Teil des. Nördlichen Quarks.
	        
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