Witting, R. J.: Der Bottnische Meerbusen.
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das Wasser, das ’sich durch den Nördlichen Quark den Weg in die Bottnische
Wiek sucht. Die Sauerstoffprozente nehmen während der Bewegung nordwärts
in den Tiefenschichten stetig ab, in der doppelt längeren Bottnischen See
ungefähr doppelt so viel als in der Bottnischen Wiek.
Schließlich bestätigt auch die Art, auf welche sich die langperiodischen
Veränderungen im Salzgehalt gegen Norden fortpflanzen, diese Schlüsse. (Hier-
über Näheres später.) Für einige Jahre ist man gesinnt, auf schnellere, für
andere wieder auf langsamere Bewegungen zu schließen.
Das Mischungsphänomen. Von den gestaltenden Faktoren, die in die
Bildung ‚der hydrographischen Lage eingreifen, ist die Mischung besonders
hervorzuheben. Sie ist an verschiedenen Stellen des Wassergebietes natürlich
verschieden, am größten ist ihre Wirkung in den Übergangsgebieten, schwächer
wieder in den Hauptbecken. on u
Eine einfache Berechnung, die wieder auf einer Generalisation der Wasser-
versetzung fußt, gibt uns einen Überblick über ihre Wirkung im Nördlichen Quark.
Wir denken uns, daß von einem Orte in der Bottnischen Wiek her-
stammendes Wasser, während. seiner Bewegung südwärts mit durch den Quer-
schnitt einströmendem Wasser gemischt, die auswärtsgehende Strömung bildet.
Dieses einströmende Wasser denken wir uns wieder durch Mischung von
aus der Bottnischen See einströmenden Tiefenschichten mit durch den Querschnitt
abfließendem Wasser gebildet,
In Gleichung:
; ai-+-bk = (a + b)j
wenn a und b die Wassermenge der beiden Komponenten, i und k ihre Salzgehalte
und j der der eben gebildeten Wasserart bezeichnen. Hieraus erhalten wir:
a k—)
ab KK)
‘bb
atb k-
Wenn wir, wie früher, die Mittelsalzgehalte des auswärts- und des einwärts-
gehenden Wassers zu respektive 3.9 und 4.9 °/,, schätzen, und die Mittelsalzgehalte
für das Oberflächenwasser etwa 40m nördlicher in der Bottnischen Wiek und
40 m südlicher in der Bottnischen See zu respektive 8.5 und 5,6%.) schätzen, so
können wir die in den Tabellen zusammengefaßten Rechnungen ausführen.
I
ala+b) | bila+b)
23,5 4.9 3.9 6. 3),
2.9 / 56 | 49 | 2
3,5 56 3.9 4
3.5 ) 5.6 4.9 Yo ‚3
Wir finden also, daß das ausströmende 3.9°/,, Wasser des Nördlichen Quarks
zu 3/, aus 3.5%g Wasser aus der Bottnischen Wiek besteht. Das letzte Viertel
ist Wasser, das als einwärtsgehende Strömung von 4.9°%, den Querschnitt des
Nördlichen Quarks passiert hat und in den folgenden 40 km von dem aus-
strömenden Wasser aufgenommen worden ist (dieses gibt die erste Zeile der
Tabelle an). Die anderen Zeilen lassen sich auf ähnliche Weise deuten.
Bedenken wir, daß die Ausströmung durch den Nördlichen Quark ungefähr
fünfmal, die einwärtsgehende Strömung ungefähr viermal die Süßwasserzufuhr
beträgt, so sehen wir, daß die hereinkommende Wassermenge, die etwa 40 km
nördlicher wieder umkehrt, reichlich. den Wert der Süßwasserzufuhr beträgt
(5/. n). Der Teil des ausströmenden Wassers, der während des Zurücklegens der
40 km gegen Süden nach unten-gesaugt wird, beläuft sich auf beinahe zweimal
die Süßwasserzufuhr (%/; n). ; ;
Diskutieren wir die Mischung im übrigen Teil der Bottnischen Wiek, welche
zur Bildung der 3.5%igen Oberflächenschichte bei F 13 führt, so sehen wir, daß
sie ziemlich groß ist, wenn auch natürlicherweise nicht so effektiv wie die Mischung
im nördlichen Teil des. Nördlichen Quarks.