Witting, R. J.: Der Bottnische Meerbusen,
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Aus den Tabellen erhalten wir für die verschiedenen. Quartale:
u = 130 + 100R; 330-4 135 R; 445 + 85 R; 345 + 70 R ckm
— 110 + 100R; 290 -& 135R; 3954 85 R; 295.4 70 R ckm
Unter der Annahme, daß die Salzmenge der Bottnischen Seen das Jahr
hindurch konstant bleibt, d.h. R==0, haben wir uns an folgende Zahlen als
Werte für die abfließenden und einkommenden Wassermassen zu halten.
130, 330, 445, 345 ckm und 110, 290, 395, 295ckm. |
Diese Zahlen, welche zueinander ungefähr im Verhältnis 2:5:7:5 stehen,
geben für den Sommer eine noch größere Beschleunigung der Wasserversetzung
an die Hand, als aus den Relativzahlen für die wirkliche Wasserabnahme während
der verschiedenen Quartale 4:7:8:9 eventuell geschlossen werden könnte,
Die Verschiebung vorwärts vom Maximum in der -Periode des Wasser-
abgangs im Verhältnis zum Maximum der einwärts- und der auswärtsgehenden
Wassermassen, scheint dadurch bedingt, daß die Oberflächenschichten im Winter
und im Herbst durch die Vertikalzirkulation an Größe zunehmen und also von
dem einwärtskommenden Wasser dann einen größeren Raum wegnehmen,
Vor allem bedingt die wechselnde Größe der Süßwasserzufuhr die ver-
schiedene Intensität. der Wasserversetzung, auch verbleibt sie deren primäre
Ursache, wenn auch die Dichtigkeitsverteilung dieser Erscheinung näher steht,
und auch der Süßwasserzufuhr ganz fremde Faktoren vor allem die Temperatur-
verhältnisse auf die Versetzung einwirken. Die Relativzahlen 2:3:8:7 für die
Süßwasserzufuhr in den verschiedenen Quartalen und 2:5:7:5 für die Wasser-
versetzung bilden ja ungefähr gleichartige Perioden, ;
‚Diese zwei Zahlenverhältnisse stellen eine Periode dar, welche umgekehrt
zu der des Salzgehaltes in den Rand- und Übergangsgebieten ist. : Sie gestatten
uns, die Süßwasserzufuhr oder die Wasserversetzung mit den Salzgehalts-
veränderungen als die erste Ursache zu kombinieren, Diesem wird auch nicht
von. dem in den Hauptbecken später eintretenden Minimum im Salzgehalte der
oberen Schichten widersprochen, da ja die zunehmende Verdünnung Zeit braucht,
um diese Schichten zu erreichen. Die Periodizität im Salzgehalte der tieferen
Schichten ist durch die von der größeren Süßwasserzufuhr und der Erwärmung
hervorgerufene Beschleunigung der Wasserversetzung im Sommer und durch die
von der kleineren Zufuhr und der Abkühlung hervorgerufene Retardation im
Winter erklärlich.
Nach den eben angeführten Zahlen beliefe sich die abfließende Wasser-
masse auf 1250 ckm, die einkommende auf 1090 ckm; ‚die. Differenz 160 ckm
gibt den Wert der jährlichen Süßwasserzufuhr wieder. Das abfließende Wasser
würde einen Betrag von etwa das 8fache, das hereinkommende einen von etwa
das 7fache der Süßwasserzufuhr erreichen. Erinnern wir uns des früher er-
haltenen Wertes für das Verhältnis der Süßwasserzufuhr zu der totalen Wasser-
menge, nämlich !/,„., so zeigen uns die eben erwähnten Zahlen, daß das abfließende
Wasser reichlich */,, das einkommende kaum */„ der totalen. Wassermenge der
Bottnischen Seen ausmacht. .
Nehmen wir das Vorhandensein einer jährlichen Periode in der Salzmenge
des Bottnischen Busens an, so daß ein Zuwachs gegen den Sommer, eine Abnahme
gegen den Winter einträfen, so würden die Extreme in dem durch die Zahlen
dargestellten Gange noch schärfer. Wechselt aber der Salzgehalt im entgegen-
gesetzten Sinne, so muß eine Ausgleichung entstehen. Die Veränderungen im
Strömungsverlaufe, welche den Wechsel im Salzgehalt bedingen, erreichen nämlich
kaum so hohe Werte, daß sie eine Umkehrung der Periode hervorrufen könnten.
Versuchen wir den Durchschnittsverlauf zu bestimmen, d, h. schreiben. wir
Am= 0 und Ar=0, so erhalten wir die von Knudsen gegebenen einfacheren
Gleichungen __ ns „nz .
u — z——— ’ 1 =— a
Für die Bottnische Wiek, wo die fehlende Kenntnis der Februarverhältnisse
eine ausführlichere Berechnung erschwert, wenden wir diese Gleichungen an, und
zwar mit den Werten 3.9 und 4.9 für s und z. Wir erhalten also
n— 49n. ; i= 89n.