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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 34 (1906)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, September 1906. 
Wir wollen die während eines bestimmten Zeitabschnittes durch einen 
Querschnitt abfliessende Wassermenge u, die einkommende Wassermenge i nennen, 
Die Mittelsalzgehalte des abfließenden und des einkommenden Wassers seien 
respektive z und s. Die Süßwasserzufuhr während des Zeitabschnittes, also der 
direkte Niederschlag und das zugeführte Flußwasser, die Verdunstung abgerechnet, 
sei mit n bezeichnet, m und r seien die Wassermenge und der Mittelsalzgehalt 
im Wassergebiet am Anfang des Zeitabschnittes, ‚m und _ r ihr Zuwachs und 
b der totale Zuwachs der Salzmenge. Die Relationen: 
u m—i—n=0 
TA = 0 } 0 
sagen uns, daß das abgehende Wasser und der Zuwachs der Wassermenge der 
ganzen Wasserzufuhr entsprechen, und daß der Unterschied in der Salzmenge 
des einwärts- und des auswärtsgehenden Wassers .den Zuwachs der totalen Salz- 
menge ausmacht. Für b gilt 
b=(m+Am) r+AY-—mr 
oder b=mAr+rAm (2) 
da m Ar wegfallen kann, ohne die hier erreichbare Genauigkeit zu be- 
einträchtigen. 
Für die auswärts- und für die einwärtsströmende Wassermenge leiten sich 
aus den Gleichungen (1) und (2) folgende Gleichungen ab: 
Ss 1 
a = (n AM) — + TA mM — + m Ar 
i = n—- AB + rAm + mAr 
7 
7 
Der Gedankengang, auf dem diese Gleichungen fußen, stellt die Versetzung 
durch die Mündung verallgemeinert dar; dieselbe Verallgemeinerung muß bei 
der Festsetzung des Salzgehalts des einwärts- und des auswärtsgehenden Stromes 
beibehalten werden. 
Wir wenden diese Gleichungen auf die Mündung der Bottnischen Seen an 
und versuchen es, die Größe der während der verschiedenen Quartale abfließenden 
und einkommenden Wassermengen herzuleiten. Wir betrachten dabei das Ober- 
flächenwasser des Älandsmeeres als abfließendes Wasser, die tieferen Schichten 
dieses Meeres und des Schärenmeeres als einkommendes. Die Tabelle gibt uns 
die angewandten Zahlen, die in u und i eingehenden ersten differierenden Glieder 
und die zwei folgenden gemeinsamen. 
1 
5 
— Am 
Am 
# 
Ar 
m 
s 
n — A 0) — 
AU — 
zZ 
n — — 
n—-AW—, 
rAm 
S—7 
mAr 
—a 
Nov. — Jan. 
3. 000 
6.29 00 
23 cknm 
—7 ckm 
5 9 
R ><O.Ö1 %/o0 
6.800 ckm 
200 ckm 
180 ckm 
—70 ekm 
100 R ekm 
Febr.— April 
300.00 
6.1 %o0 
40 ckm 
—16 ckm 
5% 
R >< O0 9 00 
5.800 ckm 
490 ckm 
450 eckm 
— 160 ckm 
135 Rekm | 
Mai— Juli 
Det 9 0 
6.29 09 
47 ckm 
17 ckm 
3% 90 
R >< 0.019 09 
5.800 ckm 
340 ckm 
290 ekm 
105 ckm 
S5 R ekm 
Aug.—Okt. 
5.39 % 
6.3 °% 00 
51 ckm 
5 ekm 
59% 00 
R><OQ.01° 2 
6.800 ckm 
320 ckm 
270 ekm 
25 ckm 
7:0OR cekm 
Der Zuwachs im Mittelsalzgehalt ist als R 0.01 °/, (R==100 / r) bezeichnet 
worden; auf die ziemlich schwierige Schätzung dieser Quantität will ich mich in 
diesem Zusammenhange nicht einlassen.
	        
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