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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 34 (1906)

Die Witterung an der deutschen Küste im Juni 1906. 
407 
Niederschlag, mm 
Zahl der Tage 
Windgeschwindigkeit 
Stat. 
440- x „ utNicder-— „heiter, trübe, 
Jah a Se 4 | s [Sehlag” >mm| 3 HE Ma 3 
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Meter pro Sek. Daten der Tage 
Mittel| Abw. [Sturm-| mit Sturm 
Bork, 
Wilh. 
Keit, 
Ham. 
'0| 18| 28|— 22: 10 
i5] 16) 31— 29 12 
5! 12) 17/— 28! 3 
26 31 EM 21 
161 20| 37!— 19| 15 
28) 24 52— 8 
20| 40| 60+ 13 
47| 15| 624 4 
78| 22/100; 58 
72 0.0) 161% 
35 ,—1.9 120 
44]—0.0| 12 
43!—0.4 12 
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241 2.710 3.3 —0.8! 104 
16 10.]17 5? . 8 3) 54 — | — 
30,29. [11| 8, 3| 2141 4, 15 zn 
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Kiel 
Wus. 
Sin. 
Rüg. 
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Mem, 
(4. 30.) 
20, 
Windrichtung, Zahl der Beobachtungen (je 3 am Tage) 
Mittl. Wind- 
stärke (Beaufort) 
Stat. 
© © S = ee Ir Eee 
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Wilh. | 17 
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Kiel 
Wus. | 
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0 
4 
i 
3.0 3.0 
30 35 
34 36 
3.1 34 
2.7 | 3.4 
2,7 | 3.4 
23 39 30 
+8 | 33 | 2,7 
25 | 8,5 | 2.4 
3.0 
3.1 
3.5 
3.0 
1.9 
18 
rn. 
Rüg. 
Neuf, 
Mem. 
€ 
Der Monat Juni stand vorwiegend unter der Herrschaft des Wettertypus 1,') 
daher war er im allgemeinen kühl; nur an einigen wenigen Tagen, wo Typus I 
dem Typus V oder II weichen mußte, sehr warm, so daß das Monatsmittel bei- 
nahe dem langjährigen Mittel entsprach. . 
Der 1. des Monats brachte schon den Übergang aus dem am Ende des 
vorigen Monats herrschenden Typus V zum Typus I. War auch die Witterung 
noch, dem Typus V entsprechend, regnerisch und kühl, so brachte der Übergang 
doch Gewittererscheinungen besonders an der Nordsee. — Vom 2. bis 17. kommt 
dann der Typus I zur Geltung; nur die Tage vom 6, bis 9. bringen eine Ver- 
mischung mit Typus II. — Das am 30. Juni über der nördlichen Nordsee gelegene 
Tief hatte am 1. dieses Monats ein Teilminimum über der südlichen Ostsee und 
war am 2. ostwärts fortschreitend bis zum Finnischen Meerbusen vorgerückt, 
während in seinem Rücken hoher Druck, nordwärts sich ausbreitend, Spanien 
und die britischen Inseln bedeckte, Am 3. finden wir bei unveränderter Lage 
des Hochdruckgebietes ein ziemlich tiefes Minimum über dem Bottnischen Meer- 
busen. Am 4, liegt das Minimum, das an Tiefe abgenommen, über Finnland; 
der Kern des Hochdruckgebietes nordwestlich von Schottland. Am 5. ist das 
Maximum, ostwärts verlagert, über Schottland, das Minimum im nördlichen 
Rußland. Am 6, hat sich unter der Einwirkung eines im Norden vorbeiziehenden 
Tiefs, der Kern des.. Hochdruckgebietes südostwärts verschoben. Über dem 
Skagerrak hat sich ein flaches Teilminimum ausgebildet, das jedoch auf die 
Witterung an der deutschen Küste keinen störenden Einfluß ausübt und im 
Laufe des Tages wieder verschwindet. Dafür ‚erscheint im Südosten des Kontinents 
eine neue Depression, die am 7, mit ihrem Minimum über Siebenbürgen liegt, 
An diesem Tage zeigt das Hochdruckgebiet zwei Maxima, das eine über der süd- 
Vol. sAnn, d. Hydr. usw.« 1906, Heft III S. 141 Fußnote,
	        
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