Oberflächenströmungen im Kattegat, Sund und in der westlichen Ostsee.
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B. Frühling.
Von 179 Etmalen im Frühling entfielen 27 oder 15%, auf nordöstliche
Winde, 57 oder. 32%, auf südöstliche, ebenfalls 57 oder 32°% auf südwestliche
und 32 oder 18%, auf nordwestliche Winde. Bei 6 Etmalen oder 3° ergab
sich Windstille. ; .
a) Unter den 27 Etmalen mit nordöstlichen Winden war keins
mit einer nordöstlichen Stromresultante, Eine Stromresultante (oder 4° ,) war
südöstlich, 14 oder 52%, waren südwestlich und 12 oder 44° nordwestlich.
Stromstillen sind als Resultanten nicht vorgekommen. Der stärkste Strom war
nordwestlich, 29 km im Etmal; diese große nordwestliche Stromresultante ist
am 28, März 1905, bei ganz flauen nordöstlichen Brisen, aber nach anhaltenden
Südostwinden, vorgekommen, vgl. synopt. Stromkarte Nr. 20, Taf. 27.
b) Unter den 57 Etmalen mit südöstlichen Winden waren 2 oder
4%, mit nordöstlichen, 0 oder 0° mit südöstlichen, 4 oder 7°/, mit südwestlichen
und 43 oder 75° mit nordwestlichen Stromresultanten, 8 oder 14°, mit resul-
tierender Stromstille. Die nordwestlichen Strömungen waren die stärksten und
überschritten 22 km im Etmal, wenn südöstlicher Wind von nennenswerter
Stärke eine Zeitlang geherrscht hatte,
ce) Unter den 57 Etmalen mit südwestlichen Winden waren 23 oder
40%, mit nordöstlichen, 12 oder 21°, mit südöstlichen, 8 oder 14°, mit süd-
westlichen, 6 oder 11%, mit nordwestlichen Stromresultanten und 8 oder. 14%,
mit resultierender Stromstille, Den höchsten Wert erreichten die nordöstlichen
Strömungen, unter denen eine von 83 km im Etmal ist. Sie ist am 19. Mai
1904 bei und nach kräftigen Westwinden ermittelt; bemerkenswert dabei ist,
daß, Fehmarnbelt an demselben Tage bei WSW-Wind Stärke 4 um 82 V Ost-
strom von 3 Kn. Geschwindigkeit notiert hat; vgl. dazu die synopt. Stromkarte
Nr. 21, Taf. 27,
d) Unter den. 32 Etmalen mit nordwestlichen Winden waren 2
oder 6%, mit nordöstlichen, 21 oder 67%, mit südöstlichen und je 3 oder 9°%
mit südwestlichen, nordwestlichen und solchen Stromresultanten, deren Größe
nicht 1 km im Etmal erreicht hat. Die stärkste Strömung war nordwestlich
(am 20. März 1905, vgl. S. 376 und die synopt. Stromkarte Nr. 19, Taf. 27). Den
nächsten höchsten Wert haben südöstliche Strömungen erreicht, sie sind aber
kleiner als 13 km im Etmal geblieben.
e) Unter den 6 Etmalen mit Windstille waren 4 (66%) mit süd-
westlichen, 1 (17° ) mit nordwestlicher Stromresultante und 1mal (17°) war
die Stromresultante unter 1 km im Etmal,
Es haben demnach westliche Strömungen im Frühling sehr beträchtlich
an Häufigkeit überwogen. Sie sind aber nicht nur häufiger, sondern im all-
gemeinen auch stärker gewesen. Besonders schwach sind die südöstlichen Strom-
resultanten, und nur wenn nach länger anhaltenden Ostwinden kräftige Westwinde
eingesetzt haben, haben nordöstliche Strömungen hohe, darunter den höchsten
überhaupt vorgekommenen Wert von 83 km im Etmal erreicht.
C. Sommer.
Von 183 Etmalen im Sommer entfielen 28 oder 12%, auf nordöstliche
Winde, 35 oder 19°, auf südöstliche, 47 oder 26°, auf südwestliche, 63 oder
35%, auf nordwestliche Winde und bei 15 Etmalen oder 8%, ergab sich Wind-
stille. Wir sehen gegen den Frühling eine beträchtliche Abnahme der östlichen
Winde, dagegen eine Zunahme der westlichen, namentlich der nordwestlichen
Winde und der Windstillen.
a) Unter den 32 Etmalen mit nordöstlichen Winden waren 2 oder
9%, mit nordöstlichen Stromresultanten, 3 oder 13° mit südöstlichen, 5 oder
22%, mit südwestlichen, 10 oder 43° mit nordwestlichen Stromresultanten und
3 oder 13%, mit resultierender Stromstille.
b) Unter den 35 Etmalen mit südöstlichen Winden waren 4 oder
11%, mit nordöstlichen Stromresultanten, keine mit südöstlichen, 2 oder. 6°/, mit
südwestlichen, 27 oder 77°, mit nordwestlichen Stromresultanten und 2 Etmale