Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, August 1906.
8,
4
2
Klasse
Wettbewerb-Prüfung
2
8
7
60)
£
24
7
2097
12
26
4:
1
2 3
28 9
39 2°)
37 10 14
25 12 6
2A RR ß
57
56
AR
9%
>
1
5
>
403
380
380
127
L05
396
356
366
378
393
429
422
Zu der vorstehenden Zusammenstellung ist zu bemerken, daß bei der Ver-
teilung der Chronometer auf die einzelnen Klassen überall diejenigen Beurteilungs-
normen zugrunde gelegt wurden, welche seit der 22, Wettbewerb-Prüfung eingeführt
worden sind. — Die Zahlen der am Schlusse angegebenen Spalte X sind aus der
Gleichung 3=5p, + 4% +3 PD: +2 P« + Ps
hervorgegangen, wo p; bis p; die vorangehenden Prozentzahlen bezeichnen, Dem-
nach stellt die Zahl X in gewisser Hinsicht eine Verhältniszahl für die Gesamt-
leistung während jeder einzelnen Prüfung dar, Es liegt natürlich, wie bei jeder
Klasseneinteilung, eine gewisse Willkür in einer solchen Beurteilung. — Der für
die diesjährige Prüfung erhaltene Betrag X — 422 wird nur von den ent-
sprechenden Werten der 21. und 28, Prüfung (X -=— 427 und XY= 429) um ein
Geringes übertroffen. Die Gesamtleistung kann deshalb als eine recht gute be-
zeichnet werden. — Die von den einzelnen Fabrikanten eingelieferten Chrono-
meter verteilen sich in folgender Anzahl auf die einzelnen Klassen:
Name
Klasse I
Klasse IT | Klasse ITI| Klasse IV | Klasse VI Summe
W. Bröcking, Hamburg
7, Dencker, Hamburg
„ Jensen, Glashütte 1./Sa,
A. Kittel, Altona
Ch, Knoblich Nachfl., Hamburg
„ Kurtz, Münster 1./W.
Lange & Söhne, Glashütte i./Sa.
Lidecke, Geestemünde
Mager, Brake
Schlesicky, Frankfurt a./M.
Sohuchmann, Wilhelmshaven
Summe:
51
Ye,
Unter Bezugnahme auf die an dieser Stelle schon mehrfach ausgesprochene
Mahnung, die Einsendung zu junger Chronometer vermeiden zu wollen, möge hier
erwähnt werden, daß bei der Verteilung der Chronometer auf die einzelnen Klassen
in diesem Jahre wiederum in 13 Fällen wegen zu starker Beschleunigung Ver-
setzungen von Instrumenten in tiefere Klassen haben stattfinden müssen,
Die für die Chronometer deutschen Ursprungs ausgesetzten Prämien wurden
für die folgenden Chronometer I Klasse erteilt:
für das Chronometer A, Lange & Söhne Nr. 30 die erste Prämie (Mk. 1200)
L. Jensen & 9 « zweite « ( « 1100)
L. Jensen 7« 6 « dritte « ( « 1000)
A. Lange & Söhne « 29 « vierte « ( <« 900)
W. Bröcking « 1912 « fünfte << ( < 800)
F. Lidecke «273 - sechste (#700)
Zum Ankauf für die Kaiserliche Marine gelangten im ganzen 23 Chrono-
meter der I. Klasse und 5 Chronometer der II Klasse.
Nach Beendigung der Wettbewerb-Prüfung sind für sämtliche Chronometer
die Temperatur-Koeffizienten abgeleitet worden. Es wurde hierbei die gewöhnliche
Gangformel
2—= 1a (t— 15°C.) + b (t — 15°C