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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, August 1906,
Tägliche
il
nn
Vame und Wohnort
Q
des
K
2
1905
Dez. 3 | Dez. 13 | Dez. 23
— Dez, 131—Dez. 23 —Jan. 2
1906
Jan. 2
_Jan. 12
Jan. 12 | Jan. 22 | Febr. 1. | Febr. 11
—Jan. 22‘ — Febr, 1 |—Febr. 11|-—Febr. 21
Fabrikanten
30° |!
259
20°
15°
‚09°
5°
59 1 10°
Klasse III.
V Bröcking, Hamburg
.. Kittel, Altona
\, Schlesicky, Frankfurt a./M.
W. Bröcking, Hamburg
Kurtz, Münster 1./W-
1911
270
3027
1910
94
sek
+ 0.30+
+ 2.68
— 0.09
+ 0.22
1 92,91
sek
— 0.41
43.174
— 0.62
— 0.68
+ 1.93
sek sek
-0.93 — 1.22
+ 231 , +2,86
—0.89 | — 0.24
—1.57 | — 2.214
+1,98 | — 0.964
seK sek
1.19 | — 1.35
2.839 + 250
„0.02 + 47
—3.67 4.02
— 0.48 "4
sek sek
1.26 | — 1.45
219 + 2.79
0.11+ + 1.61
443 — 437
175 | — 0.49%
+
+
Klasse IV.
A, Schuchmann, Wilhelmshaven
:| A. Kittel, Altona
II W. in Hamburg
| L. Jensen, Glashütte 1./Sa.
F. Lidecke, Geestemünde
‚ppner] Chronometrische tm
jede | meter ohne Kompensation
Mittlere Dekadentemperatur, Cels.
Extreme der mittl. Tagestemperatur
Mittlere relative Feuchtigkeit in 9%
€
— 2.04 - 1.96
— 0.21; + 0.19
— 0.844 -—- 3.07
0.72 1.04
10.25
‚y +20.5 | — 29.8 104.6 156.8 —1553 | —925
‘Eos larl | +51.8 — 05|— 723 | —110.9 — 1245 — 61.6
30.0° 25.69 20.4° 15.8° 10.1° 6.8° 5.5° 10.83°
7 0_—31.5/25.0—26.8'20.1—20.7'15.5—16.3 8.6—11.1 | 5.2—8.9 4.7—7.7 | 9.9—10.0
j1 49 | 49 50 51 52 54
270
Diese Größen A, B und C werden berechnet aus den mittleren täglichen
Gängen, welche während der einzelnen Dekaden beobachtet worden sind. -— Zur
Zestimmung der Größe A werden die bei gleichen Temperaturen erhaltenen Gänge
paarweise zu einem Mittelwerte vereinigt; es wird dann die größte vorgekommene
Differenz dieser Mittelwerte gleich A gesetzt. — Bezeichnet ferner B’ die größte
Differenz der täglichen Gänge von zwei aufeinander folgenden Dekaden, rt die
Differenz der Temperatur während dieser beiden Zeitabschnitte und T die
Differenz der höchsten und niedrigsten während der Prüfung überhaupt vor-
gekommenen Dekaden-Temperatur, so ist
B=B'— LA
In dieser Formel sind die algebraischen Vorzeichen von B’ und A zu be-
rücksichtigen. — Endlich erhält man den Wert der täglichen Beschleunigung C des
täglichen Ganges, indem man die Differenz der Gänge bildet, welche während
zweier zur Mitte der Untersuchungszeit symmetrisch gelegener Dekaden beobachtet.
worden sind, und alsdann diese Differenz durch die Anzahl der zwischen der
Mitte beider Dekaden liegenden Tage dividiert. Nachdem man in dieser Weise
die tägliche Beschleunigung aus den beiden äußersten Dekadenpaaren der Prüfung
berechnet hat, ist der Mittelwert beider Bestimmungen gleich C zu setzen.
Innerhalb der einzelnen Klassen werden die Chronometer nach dem Wert
der Summe A +2 B + C geordnet, wobei die Vorzeichen der Summanden nicht zu
berücksichtigen sind.«
Aus der nachfolgenden tabellarischen Übersicht ergibt sich, daß sich die
Chronometer prozentisch in folgender Weise auf die einzelnen Klassen verteilen:
Klasse I II HI IV vV)
4801. 369 CR 6% 20
1) Der Kürze wegen sind, wie in den früheren Jahren, diejenigen Chronometer als zur Klasse V
gehörig bezeichnet worden, welche die für die Klasse IV festyesetzten Höchstbeträge der Gütezahlen
überschritten haben
Wettbewerb-Prüfung von Marine-Chronometern im Winter 1905—1906. 371
jänge
= —— 2
Febr. 21 | März 3 | März 13 März 23
—März 3 |—März 13/—März 231 — April 2
11
Auf die Mitte der Untersuchungszeit
reduzierte mittlere tägliche Gänge
z
Z
3
9
20°
925°
30°
30°
25° ' 20°
159
10°
; >
BR
u
sek
— 1.68
+ 3.25
HE 1.74
—383.62
1.41
sek
- 1.70
+ 4.04
+ 2.01
— 2.78
— 0.35
ek
— 1.76
+ 4.46
+1,81
— 2.10
— 0.03
zek
1.65
+ 5.16
A 1.88
— 1.85
+ 1.40
sek sek |
-0.68* | — 1.08
4 3.92* | + 3.81
40.64 | + 0.59
—0.81* | — 1.39
-_9.16* | 0.95
sek
— 1.32
+ 3.18
— 0.56
—2,18
0.81
sek
—1.45*
+ 3.05
—+ 0.77
— 2.91
— 0.22
sek
— 1.32
+ 2.59
+ 0.79*
— 14.02
— 0.49
sek sek sek | sek
— 1.80 40.77 057 — 0.016
+ 2.834*, + 1.58 |0.52| + 0.018
| 0.29* 10.50 | 1.40 - 0.020
L 4327 1851 0.62 0.017
— 1.64*| +3,80 0.54 — 0.018
sek
1.98
2.64
3.32
4.77
4,90
3.54
— 0,07
3.60
1.49
200
J.00
8.71
2.15
— 9.21
+ 0.40+
— 38.47
—_ 38.714
— 2.60
+ 2.36
—2.92
7.01
10.37” | — 0.18
+ 1.88* | + 0.80
—2.05 | — 2.81
—549* | - 5 C1
2A
— 0.81
4 0.29*
— 38.08
AT
7.65
— 1.57*
4 0.38
— 8.20*
nd
— 1.30
4.0.62
£,"7
°ß
— 46
+ 0.38
1.05*
N.78*
1.94 1.14) 0.049] 4.27
— 1.66 |1.61 0.000| 4.88
2.15 1.80 —0.015| 5.76
4.71 12.30 — 0.012] 9.32
14.96 | 1.47 — 0.051] 7.91
„9.08 9.40
_ö16| + 45 + 788 | +180.8
18,7 —43.5 | — 104.6 | — 167.6
14.6° 19.8° 24.9° 30.0°
{3.1—15.419.1—20.3:23.9—25.9.29.3-—380.5
54 50
8.32
26
4.10%
ne
ef
920.1°
15.2°
— 10.2°
P140
Unmittelbar nach Schluß der Prüfung wurden die Chronometer wie in den
früheren Jahren durch die an der Prüfung beteiligten Chronometermacher (bzw.
durch deren Vertreter)
F, Dencker in Hamburg,
A, Kittel in Altona;
A. Meier (in Firma Th. Knoblich) in Hamburg,
A. Pohl (in Vertretung von W, Bröcking) in Hamburg,
im Beisein des Direktors und der Beamten der Abteilung IV der Deutschen See-
warte einer Untersuchung auf ihren gegenwärtigen Zustand unterzogen. Auf
Bitte der Deutschen Seewarte nahm außerdem Herr Chronometermacher E. Sack-
mann sen. in Altona an dieser Besichtigung teil. — Es wurden weder an den
Unruhen noch an den Spiralen der Chronometer Rostspuren gefunden, deren
Entstehung auf die Zeit oder auf den Modus der Prüfung zurückgeführt werden
konnte. Bei einigen Instrumenten zeigte sich eine geringe Farbenveränderung
des Ols am Sekundenradzapfen, und zwar war statt der rein gelben Farbe bei
einigen Uhren ein Stich ins Bräunliche, bei anderen ein Stich ins Grünliche be-
merkbar. Derartige Farbenveränderungen pflegen, wie die Sachverständigen aus-
drücklich betonten, auch unter normalen Verhältnissen im Laufe der Zeit stets
einzutreten.
Um das Gesamtergebnis der soeben beendigten Prüfung beurteilen und mit
den Leistungen während früherer Jahre vergleichen zu können, ist in der
iolgenden Übersicht die prozentische Verteilung der Chronometer auf die
einzelnen Klassen gegeben:
Klasse L
L. Wetthewerh-Prüfung ?89/
\ 4
5
32
16
20
ıL
240
3 /o
DB
5
14
7
(V
9%
"7
0
J
>
3
Ü
3