366 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, August 1906.
Uhrmacher erfüllt; auch waren von letzteren genaue Angaben bezüglich des Ur-
sprungs und des Baues der Instrumente sowie in einzelnen Fällen erläuternde
Zeichnungen beigefügt worden.
Sämtliche Chronometer von A. Kittel sowie die Chronometer L. Jensen 6,
9, 11, 16, 17 und A. Lange & Söhne 29 und 30 sind mit Hebelhemmung, alle
übrigen mit Federhemmung versehen, Was die Temperatur-Kompensation betrifft,
so sind die Chronometer W, Bröcking 1419, 1906, 1907, 1908, L. Jensen 9, 11,
16 und A. Schuchmann 3 mit einer einfachen Kompensationsunruhe aus Stahl
und Messing versehen, dagegen sind in den Chronometern von F. Dencker und
A. Lange & Söhne, in. den Instrumenten W, Bröcking 1908, 1910, 1911, 1912,
1913, 1914 sowie in den Chronometern L. Jensen 6, A, Kittel 267, 269, 270 und
F. Lidecke 257, 273 Nickelstahlunruhen verwendet worden. Alle übrigen Chrono-
meter haben eine Hilfskompensation, Am häufigsten wurde die neuere von
Kullberg angegebene Hilfskompensation für Kälte (siehe »Lehrbuch der Navi-
gation«, 2. Auflage, II, S. 315, Fig. 165) benutzt, nämlich bei sämtlichen Chrono-
metern von Th. Knoblich, von A. Mager und F. Schlesicky sowie bei den
Instrumenten L. Jensen 17, F, Lidecke 267, 268, 270, 271, 272 und A. Schuch-
mann 2. Die Chronometer L, Kurtz, L. Jensen 14 und F, Lidecke 278 sind
mit der älteren Hilfskompensation für Kälte von Kullberg (siehe »Lehrbuch
der Navigation«, 1. Auflage, II, S. 264, Fig. 153) versehen. Bei den Chronometern
von A, Kittel sind Hilfskompensationen eigener Erfindung benutzt worden. Der
Fabrikant bezeichnet die Konstruktionen als »Rückwirkende Hilfskompensation«
(Nr. 254), als »Speichen-Kompensation« (Nr. 256) und als »Zusatz-Kompensation«
(Nr. 263). Bei der letztgenannten Hilfskompensation sind auf den Gewichten der
Unruhe kleine bimetallische Reifen von der Form einfacher Unruhen angebracht;
durch Drehen dieser Reifen kann bei der Feinstellung der Betrag der sekundären
Kompensation verändert werden.
Die Chronometer von Th. Knoblich, A, Mager, F. Schlesicky sowie die
Instrumente W., Bröcking 1419, 1906, 1907, 1908, L. Jensen 9, 11, 14, 16, 17
und F, Lidecke 270 und 278 sind mit einer Palladiumspirale versehen; die
Spiralen der sämtlichen übrigen Instrumente sind aus Stahl angefertigt.
Als »Chronometer deutscher Arbeit« mit der Anwartschaft auf Prämiierung
waren die folgenden 34 Instrumente eingeliefert worden:
18, A. Kittel
Nr. 1903
1906
L907
1908
1910
1911
1912
1913
191 *
Nr. 267
- 269
270
"9
0
2
A. Lange & Söhne
BY
L. Jensen
36
257
267
268
270
x 271
« 272
u « 273
A. Schuchmann € 2
12.
13.
L6
17
254
256
268
A).
LA,
15. A. Kittel
16.
17.
y
94
Es ist hierbei zu bemerken, daß bei der diesjährigen Prüfung ausnahms-
weise die Benutzung von im Auslande angefertigten Palladiumspiralen, Nickelstahl-
unruhen, Ketten und Zugfedern bei den mit Anwartschaft auf Prämiierung ein-
gelieferten Instrumenten gestattet war, wenn im übrigen die Chronometer als
Instrumente deutscher Arbeit bezeichnet werden konnten,
Gemäß der im August v. J. erlassenen Aufforderung zur Beteiligung an der
Wettbewerb-Prüfung wurde seitens der Deutschen Seewarte auf den 2. November v. J