XIV. Biologisch-bakteriologische Arbeiten S, M, S. »Planet«,
An der Oberfläche war bei einer Temperatur von 28.5°C. vorhanden:
0.0367 mg N H;,
0.242 » N als NO, H + NO, H,
0.27 » Gesamt N.
Um unter günstigeren Verhältnissen an Land diese Untersuchungen ergänzen
und kontrollieren zu können, werden 20 Oberflächenwasserproben in verschiedenen
Meeresteilen, besonders aber möglichst fern von der Küste, geschöpft und nach
Sublimatzusatz aufbewahrt. Ebenfalls zur späteren Untersuchung des Meerwassers
auf Kieselsäuregehalt sind Zinkgefäße mitgenommen. Beim Auffüllen wird das
Wasser durch Schleicher-Schüllsche Filter vom Plankton (Kieselskelette)
befreit. Die Gefäße werden zugelötet aufbewahrt. ;
Mehrere Dredgen, Aalreusen, Ketscher ermöglichen den Fang besonders
von Meerestieren. Solche Dredgezüge wurden mehrfach im Hafen von St. Vincent,
ferner in Freetown und St. Helena ausgeführt. Das Material wurde konserviert,
wobei besonders darauf geachtet wird, Biocoenosen zu sammeln. Konservierung
in Alkohol oder Formalinlösung. Bei Fischen wird, namentlich in den Tropen,
außerdem auch der Geschlechtsreifezustand und die Größe festgestellt, Parasiten
und möglichst zahlreiche Otolithen gesammelt als Beitrag zur Lösung der Frage,
ob auch in den Tropen Zeiten reichlicher und spärlicher Ernährung wechseln
(Planktonmaxima und -minima).
Bericht über die neunundzwanzigste, auf der Deutschen Seewarte
abgehaltene Wettbewerb-Prüfung von Marine-Chronometern
(Winter 1905—1906).
Die 29. Wettbewerb-Prüfung von Marine-Chronometern hat in der Ab-
teilung IV der Deutschen Seewarte unter Leitung des Vorstandes derselben,
Professor Dr. Stechert, wie in den Vorjahren stattgefunden; das Ergebnis dieser
Untersuchung ist in dem nachfolgenden Bericht enthaiten:
Zu der 29. Chronometer-Wettbewerb-Prüfung waren von elf deutschen
Uhrmachern im ganzen 66 Chronometer eingeliefert worden. Diese Instrumente
wurden zunächst 1905 November 3 bis 13 einer zehntägigen Voruntersuchung bei
Zimmertemperatur unterworfen, um den Unterschied zwischen dem ersten und
dem zweiten Gangtage festzustellen. Es zeigte sich, daß bei sämtlichen Chrono-
metern dieser Unterschied kleiner war als der zulässige Höchstbetrag von 1,505°%,
und es wurden deshalb alle Instrumente in die Temperaturuntersuchung ein-
yestellt. Während der letzteren sind zwei Chronometer wegen eines Fehlers im
Laufwerk bzw. wegen Springens der Zugfeder stehen geblieben, diese Instrumente
wurden von der weiteren Untersuchung ausgeschlossen. Die 64 Chronometer,
welche die Temperaturuntersuchung vollständig durchgemacht haben, verteilen
sich in folgender Weise auf die einzelnen Uhrmacher:
W. Bröcking-Hamburg .
F. Dencker-Hamburg . .
L. Jensen-Glashütte i./Sa.
A, Kittel-Altona . . 0.0.0000 404
Th. Knoblich (Inhaber A, Meier)-Hamburg
Louis Kurtz-Münster i1/W.. ... ..-
A, Lange & Söhne-Glashütte i./Sa, .
F. Lidecke-Geestemünde . . . .
A. Mager-Brake a./W.. . . .
F. Schlesicky-Frankfurt a./M..
A. Sechuchmann-Wilhelmshaven
3
Chronometer,
)
Bei sämtlichen Chronometern war die Bedingung, daß die Reinigung inner-
halb eines Jahres vor der Einlieferung ausgeführt sein müsse, nach Aussage der