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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 34 (1906)

356 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, August 1906. 
Zwickert-Schöpfer ergibt sich zuweilen, jedoch selten, durch den harten Aufschlag 
der Kippvorrichtung eine Störung, indem der Faden falsch abreißt, jedoch ist 
dieses sofort zu korrigieren durch das andere beigefügte Thermometer im darunter 
hängenden Kipprahmen; auch ist das Thermometer leicht wieder gebrauchs- 
fähig zu machen. 
Datum. 
26. I. 1906, 
25. L « 
1. TI. 
u) 
(2. 
1. 
2 
26. 4 
23. I 
23. I 
1. IM. 
EI. 
5 1IL 
B. Tiefseelotungen im Nordatlantischen Ozean. 
Tiefe, Temperatur. Girundprobe. 
4610 m Bl. Mud., 
3690 « 
1418 
1943 
1553 
60 - 
160 
124 
129 
743 
1220) 
1980 
2897 
51328 
(4. Schlamm. 
2.6 
26 
5 
24 
36 
0 
X 
(il. Schlamm. 
{4l. Schlamm. 
Übergang zu rotem Ton. 
Neben diesen Tiefseelotungen wurde eine größere Anzahl von Lotungen 
unter 1000 m ausgeführt; so eine Lotungsreihe zwischen einzelnen der Kap 
Verdischen Inseln und ferner eine Lotungsreihe von Freetown aus in See; letztere 
diente zur Gewinnung von Grundproben, um den Übergang vom Kontinent zur 
Tiefsee kennen zu lernen. An 19 verschiedenen Punkten, ausgehend vom Strand 
in Freetown bis zur Tiefe von 4700 m, wurden Lotungen gemacht und 17 Grund- 
proben gewonnen, welche dem Museum für Meereskunde in Berlin auf seinen 
Wunsch hin übersandt worden sind. Tafel 26 gibt die Position der einzelnen 
Lotstellen; der Abfall des Kontinentalsockels zur Tiefsee zeigt relativ steile 
Böschungswinkel; der Tiefenmaßstab ist gleich dem 10 fachen des Längenmaßstabes, 
Von den angeführten Lotungen ist die Mehrzahl zur Gewinnung von Boden- 
proben, der Temperatur und des Salzgehalts des Bodenwassers ausgeführt 
worden. Die Positionen wurden so gewählt, daß die Lotungen Lücken in den 
Tiefenkarten ausfüllen; die erhaltenen Tiefen fügen sich gut in das Kartenbild 
ein. Nur die Lotungen am 20. Februar von 5124 bzw. 5129 m dienten zur 
Kontrolle einer Lotung von 2120 m, welche auf allen Tiefenkarten verzeichnet 
und auch bei der Zeichnung der Isobathen bisher berücksichtigt ist. Die Herkunft 
dieser Lotung ist noch nicht bekannt; es wurden zwei Lotungen in möglichst 
große Nähe der auf den Karten verzeichneten Lotungen gelegt. Beide ergaben 
übereinstimmend 5120 m, so daß wohl mit Sicherheit der Schluß gezogen werden 
kann, daß an der auf den Karten verzeichneten Stelle eine Tiefe von 2120 m 
nicht vorhanden ist. Damit ist ebenfalls das auf den Tiefenkarten (z. B. Monaco- 
Karte) verzeichnete Plateau hinfällig; auch keine der umliegenden Lotungen 
deutet dasselbe an. 
C. Serienbeobachtungen. 
Das Hauptgewicht der ozeanographischen Arbeiten an Bord wurde neben 
den Lotungen auf die Gewinnung einer größeren Anzahl von Serienbeobachtungen 
velegt, welche Aufschluß über die vertikale Verteilung der Temperatur, des Salz- 
yehalts und der im Meerwasser enthaltenen Gase geben sollen. Die Temperaturen 
werden ausschließlich durch die schon erwähnten Kipp-Thermometer von C. Richter 
erhalten; das Wasser zur Bestimmung des Salzgehalts durch die Schöpfer von 
Krümmel oder Pettersson. Der Salzgehalt wurde durch Chlortitrierung mittels 
Silberlösung bestimmt; das notwendige Normalwasser hatte dankenswerterweise 
:) Bei der vorhergehenden Lotung oben zäher, schwarzer Schlamm, in dem die Schlammröhre 
stecken blieb. (Das Gewinde der Schlammröhre brach aus der Sigsbee-Spindel aus, ohne daß der Lot- 
draht brach.)
	        
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