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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 34 (1906)

Die Witterung an der deutschen Küste im Mai 1906. 
351 
Niederschlag, mm 
Zahl der Tage A 
Windgeschwindigkeit 
Stat. 
Ualle 
7826 
57 17 
LD- | 4 . say —_ . . ‚fer, trübe. 
CHE 
Norm. a. 0.2| 1.0]5.0/10.0 M SB SE ' BO 
fe 
Fr 
Meter pro Sek, 
Mittel] Abw. | NE mit Sturm 
Daten der Tage 
Bork. 
Wihh. 
Keit. 
Ham. 
20| 79|-+ 35: 16 
34| 77/428! 16 
27 514 11| 16 
50. 80/-+-29/ 27 
12) 26— 21! 8 
48 7 7 
62] 33| 9514 44| 2 
42| 14 56 3| 13 
1A! 1ıl 251 35 19 
19. 
18. 
14. 
20. 
31. 
5 
16 
12 
16 
12 
12 
12 
‚7 
9 
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2 
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0 
9 
2 
2 
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2 
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14 63 — 0.5! 161 
13 291427 12% 
12, 13) — | ? 
15; 42|—0.9 12 
991 — — 12 
ZB 
10 | 3.2! 1.4! 109% 
10 | 4,6 
13 | 35: 
61 3.6 
20. 21. 
4 
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2 
5 
6 
Kiel 
Wus. 
Swin. 
31. 
14 
L 
Rüg. 
Neuf. 
Vem. 
15. 13 
22,116 
‘7. 1? 
1° 
1: 
8/3 3 
4 0| 6 
x 5 3 
Windrichtung, Zahl der Beobachtungen (je 3 am Tage) 
Mittl. Wind- 
stärke (Beaufort) 
tat. 
ZZ 
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Keit. 
Ham. | 
Kiel | 
Wus. | 
Swin. 
Rüg., 
Neuf. | 3‘ € 
Mem. 3174 
3 
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16 
5 
7 
2,5 
27 
3.2 
2,7 
2.6 
3 
3.5 
3.0 
2,3 
2,5 
2,6 
2.7 
1 
‘9 
286 
1.4 
dd, 
20 
‚99 
28 
# 2,3 
7, 3 | 23 | 
Im Monat Mai zeigten die Wetterlagen eine starke Unbeständigkeit; nur 
einmal war die Wetterlage mehrere Tage hindurch dieselbe. Sonst zeigten sich 
meist Umbildungen von einer Lage in eine andere, die dann nicht rein zur Geltung 
kam, sondern sofort wieder zur Umbildung neigte. Dementsprechend war auch die 
Witterung ziemlich unbeständig, die Bewölkung im Durchschnitt größer, als sie 
sonst im Mai zu sein pflegt. Der Temperaturdurchschnitt war über dem Normal- 
mittel, was besonders den ungewöhnlich heißen Tagen vom 7. bis 10. zu danken 
ist. Auch der Niederschlag war an den meisten Küstenorten über dem Durch- 
schnitt, wozu nicht zum wenigsten die vielen Gewitter beitrugen, die vielfach 
von Platzregen begleitet waren. N 
Die ersten drei Tage des Monats gehören noch der Übergangsperiode vom 
Wettertypus V'!) zum Typus IV an und haben daher veränderliches, doch langsam 
aufklarendes Wetter mit steigender Temperatur. Am 1. ist ganz Mitteleuropa 
von einer Depression bedeckt, die ein Minimum über den Niederlanden, ein 
zweites, tieferes über dem Skagerrak zeigt, während Hochdruckgebiete über dem 
Ozean und über Westrußland sich befinden. Am 2. hat sich das Hochdruckgebiet 
vom Ozean, beim Herannahen einer neuen Depression westlich von Irland, nach 
dem Südwesten des Kontinents verlagert, einen Ausläufer nordostwärts bis nach 
Süddeutschland vorschiebend. Am 3. liegen der westlichen Drepression gegen- 
über ein Hochdruckgebiet über Nordosteuropa und das am vorhergehenden Tage 
über Spanien lagernde über Zentraleuropa. Erst der 4. des Monats zeigt in 
seiner Luftdruckverteilung: Hochdruckgebiet über Nordosteuropa, Depression 
über dem Westen (Schottland) den Typus IV fast rein mit den charakteristischen 
Merkmalen: leichten, meist südöstlichen Winden, höherer Temperatur und 
Gewittern; doch nur im westdeutschen Küstengebiet. An der Ostsee treten durch 
den störenden Einfluß einer über dem Südosten des Erdteils liegenden flachen 
N Vol sAnn. d. Hydr. usw.« 1906. Heft. IIT. S. 141 Fußnote. 
3.6 2,6 
3.2 | 2.2 
ag | 18
	        
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