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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 34 (1906)

Kleinere Mitteilungen, 
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Spannung und die Fahrt durch das Wasser als Komponenten gelten, Dieser 
Winkel wurde im Voraus berechnet und zusammen mit dem an einer Federwage 
ermittelten Zug dazu benutzt, um den zu steuernden Kurs der Endboote zu 
bestimmmen. " 
Wo Gezeitenströmungen u. dergl, störend auf das Verfahren einwirken, 
bedarf es großer Aufmerksamkeit, die Schleppe in der gewünschten Richtung 
und mit der nötigen Spannung und Fahrt vorauszubringen. Die Endboote 
müssen vielfach ihren Kurs verbessern und werden daher vom Mittelboote: aus, 
welchem überhaupt die Leitung der Arbeit untersteht und welches auf die 
Richtung und die Abstände der kleinen Bojen untereinander die gespannteste 
Aufmerksamkeit verwenden muß, durch Signale entsprechend angewiesen. 
Nach Benutzung der Schleppe wurden Schleppleine und Bojereeps auf je 
einer Rolle aufgerollt. Die Bojen wurden während des Ausfahrens nacheinander 
aufgeschäkelt. ‚Bt. 
{Nach »Report of the Superintendent of the U. S. Coast and Geodetic Survey, 1905«), 
2, Die magnetische Wirkung der durch den eisernen Schiffskörper 
fließenden elektrischen Ströme auf das. Kompaßfeld. Zu dem Aufsatz des 
Unterzeichneten über vorstehendes Thema in der »Elektrotechnischen Zeitschrift« 
1906, S. 70 und 91, hat Herr Dr. Meldau in den »Ann. d, Hydr. usw.«, Mai 1906, 
S. 247, berichtet. Es ist dabei Herrn Meldau zuzustimmen, wenn er sagt, daß 
von einer vollkommen genauen Theorie über die Ablenkung des Kompasses durch 
die elektrischen Anlagen an Bord, d. h. von einer Theorie, welche sämtliche an 
Bord auftretenden Fälle derartiger Kompaßablenkungen leicht zu bestimmen ge- 
stattet, so gut wie keine Rede sein kann. Die Arbeit des Unterzeichneten gibt 
indessen die allgemein gültigen Formeln für die Berechnung der aus Flächen- 
strömen (in Decks und Schotten) an der Kompaßstelle auftretenden magnetischen 
Felder, Es sind dabei zunächst die Gleichungen für die Gesamtfeldstärke gegeben 
und hieran anschließend die zugehörigen Gleichungen für die Komponenten nach 
den Achsen des angenommenen Koordinatensystems; man ist also immer in der 
Lage, für jede beliebige Richtung den zugehörigen Feldvektor zu berechnen, 
Insbesondere ist durch den theoretischen Teil der Arbeit nachgewiesen, daß auch 
die hier wirksamen Flächenströme als auf dem Biot-Sevartschen Gesetz beruhend 
anzusehen sind. In dankenswerter Weise hat Herr Meldau dabei einen Irrtum 
berichtigt, nach welchem in einem Falle bei Anwendung einer der Gleichungen 
nicht die Einzelwerte der Wagerechtkomponenten, sondern die Gesamtfeld- 
stärken summiert sind. Indessen ist auch gerade dieser letztere Fall, nämlich 
die Summe der Gesamtfeldstärken für die tatsächlichen Verhältnisse an Bord 
von besonderer Bedeutung, Die Wagerechtkomponenten des aus den Flächen: 
strömen herrührenden Feldes würden an 
der Kompaßnadel wirken, wenn in deren 
Umgebung keinerlei Eisen vorhanden ist. 
Durch die eisernen Kugelkorrektoren findet 
aber eine Ablenkung der Richtung der 
magnetischen Kraftlinien statt (s. Figur), 
welche der in der Formel des Unter- 
zeichneten angenommenen gemeinsamen 
Feldrichtung aller hier wirksamen magne- 
tischen Kraftlinien entspricht. Eine wesent- 
liche Schwächung des Feldes tritt dabei nicht ein, da die Gesamtlänge der Kraft- 
linien nur unwesentlich geändert wird. Es gibt also die Formel des Unter- 
zeichneten I WR 
S 5 log nat Vor 
einen für Bordverhältnisse besonders wichtigen Sonderfall. Erreicht hierbei % 
genügend hohe Werte, so ist der auf die Kompaßnadel wirkende Feldvektor noch 
entsprechend der Permeabilität des Eisens in den Kugelkorrektoren zu vergrößern. 
Die Formeln selbst sollen indessen nicht als das Hauptziel der Arbeit an- 
gesehen werden, da nicht beabsichtigt war, Grundlagen für die genaue Berechnung 
des durch die elektrischen Anlagen an Bord erzeugten magnetischen Feldes zu
	        
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