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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 34 (1906)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juli 1906. 
Frost- 
periode 
[ 
88! 
IV 
VI 
Gesamt- 
Kältesumme 
lieser Frost- 
periode 
4b 
7.—22.XTI., 4. u. 5. XII. 
m. U, 
5 
— 5.9 
„7.—19.X1I 
Kiel 
27.XIL—4.1, 
m. U. | 
R 5 
— 32.5 —74 
20.—25. I. 
nur noch 
vereinzelte 
‚Küältetage: 
48 
—5833 
(Sr. 3, 4a, Ar a 2,48, 7 
4,26, 34,35,] 32, 34, 35. 30. 
38. 
Nr.2,5,6,28.1Nr. 2, 10, 11 Sl 4, 13,15. 
36. 15, 20,27,29 12,13, 28, 80, 
31, 32. 36. 
Nr.4,5, SE 4, 5, 15.JNr. 5, 21,12. 
13,21,22, 36. 18. 
INT. 6, 17, 18, Nr. 6, 17. Nr, 6. 
| 28, 30. | 
l b 
Der Gegensatz zwischen Osten und Westen ist hier natürlich noch viel 
schärfer ausgeprägt als in der Nordsee; ein Blick auf die großen Unterschiede 
in den zugeführten Frostmengen sagt uns aber auch sofort, daß die »Kältesumme« 
unbedingt in erster Linie berücksichtigt werden muß bei einer Bearbeitung der 
Eisverhältnisse, die den Zweck hat, in absehbarer Zeit »Eisprognosen« zu ermög- 
lichen. Die in unserer Tabelle gewählte Form erleichtert auch eine vergleichende 
Darstellung zwischen den einzelnen Gebieten, wie sie in zweiter Linie nötig ist, 
um nach einer Reihe von Jahren im Verein mit Mittelwerten des Zu- und Auf- 
ganges der Häfen und Buchten gewisse Konstanten für diese zu gewinnen, die 
durch deren morphologische Eigentümlichkeiten, den mittleren Salzgehalt u. a. m. 
bedingt sind. Solche aber können nur erhalten werden unter Berücksichtigung 
der Ungleichheiten in den während der einzelnen Frostperioden zugeführten 
»Kältesummen«. Freilich ist zu beachten, daß nicht jeder Winter so in sich ab- 
geschlossene Frostperioden bringt, wie der letzte; die Wirkung vereinzelter 
‚Kältetage«, die unter sich durch warme Tage getrennt sind, auf die Abkühlung 
des Wassers (vgl. z. B. die großen Unterbrechungen bei der VI. Frostperiode) 
wird schwerer zu berücksichtigen sein; für unsern Zweck, die Bildung von »Eis- 
konstanten« für jeden Hafen, in welchem dessen günstige oder ungünstige Ver- 
hältnisse zum Ausdruck kommen, dürfte aber einstweilen die spezielle Betrachtung 
der Eisperioden genügen. 
Nr. 5.6 
I. Schleswigsche Ostküste. 
Wie im vorhergehenden Winter verhalten sich die breiten offenen Föhrden 
der schleswigschen Ostküste (26 Kiel, 29 Eckernförde, 31 Flensburg, 34 Apenrade) 
in ihren günstigen Eisverhältnissen ähnlich wie die insular gelegenen Stationen 
der Westküste (Ellenbogen, Amrum, 52 bis 54), doch ist immerhin zu beachten, 
daß die in Betracht kommenden Frostperioden IV und V beide der Westküste 
weniger Kälte zuführten; V hatte hier infolgedessen keine Eisbildung zur Folge, 
während in der Apenrader Föhrde und im Flensburger Hafen sich Eis in geringen 
Mengen zeigte, Ebenso sind auch wieder die Haderslebener Föhrde, die Schlei 
und die Eider (von Rendsburg bis Hohner Fähre) mit Tönning und Husum ver- 
gleichbar. Was wir bei Tönning als charakteristisch für kleinere Häfen und 
Buchten hervorhoben, daß nämlich verhältnismäßig früh ein größerer Stärkegrad 
erreicht wird, trifft auch hier zu: Hadersleben sowohl wie Kappeln (Schlei) und 
Rendsburg melden fast stets gleich am ersten Tage ihrer verschiedenen Eis- 
perioden den Stärkegrad 2. 
II. Rügener Fahrwasser. 
Barhöft (18) ist nach der Zahl der Tage, an denen Eis gesichtet, am un- 
yünstigsten gestellt: es meldet Eis bei vier Frostperioden, bei der IV. sogar
	        
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